Was ist der sog. Crop-Faktor?

To crop bedeutet erst einmal nichts anderes als beschneiden. In der Photographie bezeichnet man damit idR den Vorgang, einen Bildausschnitt zu verändern.

Der Crop-Faktor gibt an, wie ein Bildausschnitt mittels Wahl von Kamera/Sensor und Objektiv gewält wird.
Es gibt bspw. sog. Vollformatsensoren/-objektive und APS-C-Sensoren/-Objektive. Es geht dabei schlicht um die Größe des Sensors, also dessen Abmessungen.

Im Zuge der Angabe des Crop-Faktors wird auch oft der Begriff Brennweitenverlängerung genannt; das aber fälschlicherweise.

Die Erklärung ist relativ einfach:
Benutzt man eine Vollformatkamera, deren Sensor (also der „Film“) eine bestimmte Größe hat (35mm * x) und dazu ein Vollformatobjektiv, dann wird der Sensor in seiner vollständigen Größe genutzt.
Benutzt man aber an einem APS-C-Sensor mit geringerer Größe ein Vollformatobjektiv, dann kann nur der Bereich abgebildet weden, der der Größe des Sensors entspricht. Also ein kleinerer Bildausschnitt.

Auf der geschossenen Aufnahme sieht es dann im Vergleich zur Aufnahme mit dem Vollformatsensor so aus, als habe man in das Bild hinein gezoomt.
So wird bspw. aus einer Aufnahme mit einem 24mm Vollformatobjektiv an einer APS-C-Kamera optisch ein Bild mit 38mm. Es wird aber lediglich weniger vom Motiv erfaßt. Die Brennweite ist also diesselbe (24mm), sieht aber aus als seien es 38.

Man zoomt also nicht näher ran, sondern sieht nur weniger drum herum.

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