DSLR-Kameras: Unterschiede von Namen & Modellen

In diesem Beitrag geht es darum aufzuzeigen, welche Kameras der „großen Drei“ sich an welche Nutzer richten. Dabei sollen auch die teilw. verwirrenden Modellbezeichnungen aufgeschlüsselt werden.

Bei allen drei Herstellern (Sony, Canon und Nikon) werden die Kameratypen im Wesentlichen unterteilt in Modelle für:
– Profis
– ambitionierte Hobbyphotohraphen/Prosumer
– Amateure/Einsteiger

Daneben wurde in der jüngsten Vergangenheit eine noch feinere Abstufung vorgenommen.
Der Beitrag beschränkt sich hier auf digitale Spiegelreflexkameras und Systemkameras.

Sony:
Sony setzt derzeit verstärkt auf spiegellose Systemkameras und daneben auf Modelle mit halbdurchlässigem, fest verbauten (nicht hochklappbaren) Spiegel.
Die Typenbezeichnungen sind dabei mehr als verwirrend.

Es gibt einerseits Kameras mit dem Namen Alpha, andererseits die NEX- Modelle.
Seit neuestem setzt Sony nur noch auf den Beinamen Alpha.
Die NEX-Kameras waren allesamt spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensor. Es gibt verschiedene Ausstattungsmerkmale und Modelle:
– NEX 3
– NEX 5
– NEX 6
– NEX 7
Alle vier sind noch erhältlich, laufen aber aus. Die NEX 6 & 7 wurden von der Alpha 6000 ersetzt, die NEX 5 (und die kleineren) von der Alpha 5000 und die NEX 3 von der Alpha 3000.
Die 4-stelligen Ziffern geben an, daß es sich um Non-Pro-Modelle handelt mit im Vergleich zur 35mm-Kamera kleinem APS-C-Sensor. Die Alpha 6000 ist dennoch im Prosumer/semiprofessionellen Bereich angesiedelt.
Die NEX 3n ist eine Einsteigerkamera.

Daneben gibt es noch professionelle spiegellose Kameras:
– Alpha 7
– Alpha 7r
– Alpha 7s

Die derzeit einzige professionelle SLT/DSLR ist die Alpha 99 (A99V). 

Die Semi-Profi-Kamera mit Spiegel ist die Alpha 77, bzw die gestern neu vorgestellte Alpha 77 II.

Als Einsteiger- und Mittelklassemodelle gelten:
– A37
– A58
– A65

Wie man sieht, kann man von der Nomenklatur absolut nicht darauf schließen, um welche Klasse es sich handelt.
Worin hier der Sinn liegt, ist mir völlig schleierhaft. Das ganze ist eig. nichts weiter als ein Marketing-Desaster.
Davon abgesehen aber baut Sony hervorragende Kameras.

Canon:
Beim derzeit größten Kamerahersteller der Welt (mit weitem Abstand) sieht die Sache zum Glück etwas besser aus, wenn auch nicht perfekt. 
In Canons Portfolio findet man sich eig sehr gut zurecht. Kameras mit vierstelliger Nummer bilden die Einsteigerklasse. Dann kommen die dreistelligen für den Amateurbereich, anschließend die zweistelligen für die ambitionierten und semiprofessionellen Photographen und zum Schluß die einstelligen Modelle für Profis. Grob gesagt.

Derzeit sind das:
– 1200D
– 100D
– 700D
– 70D
– 7D
– 6D
– 5D Mark III
– 1D X
– 1D C

Alle Kameras bis einschließlich der 7D besitzen einen Sensor in APS-C-Größe, wobei die 7D das Flaggschiff ist und eine Art Zwischenschritt von Semipro und Prokamera darstellt. Mit Ihr vergleichbar ist Sonys A77V/II bzw. Nikons D7100.
Was die 100D sein soll… ganz ehrlich: keine Ahnung. Zur Zeit ihrer Einführung war sie die kleinste erhältliche DSLR. Vielleicht eine 1200D für Frauenhände? Die Kamera ergibt in meinen Augen wenig Sinn, weil auch die 1000/1100/1200 genau diesen Einsteiger-/Taschen-DSLR-Typ abdecken.

Die 6D ist eine Einsteiger-Vollformat-Kamera. Ihr fehlen einige kleine Elemente der großen Schwestern, sie ist aber klar an Profis bzw ambitionierte Anwender gerichtet, die ins nächsthöhere und teurere Lager wechseln wollen.

Auf dem Markt der spiegellosen Kameras hat Canon nicht viel zu melden bis jetzt und nur ein Modell im Angebot, die EOS-M II.

Nikon:
Willkommen bei der endgültigen Verwirrung. Nikon betreibt sein Zahlenspiel ähnlich konfus wie Sony.

Grundsätzlich kann man sich merken, daß alle vierstelligen Kameras Sensoren im APS-C-Format haben (bei Nikon sog. DX-Sensoren), alle anderen sind Vollformatkameras (FX).

Von Einsteiger nach Consumer sortiert wären das aktuell:
– D3300
– D5300
– D7100

Danach kommen die Vollformatmodelle für Semiprofis und Profis:
– D610
– Df
– D800(E)
– D4(S)

Warum man die klar an Profis gerichtete D800 mit einer dreistelligen Nummer versieht… keine Ahnung.
Von Nikons Systemmodellen habe ich leider keinen Plan. Meines Wissens spielen diese aber auch eine eher untergeordnete Rolle.
Andere Firmen teilen sich hier den Markt, wobei Sony diesen klar anführt.

Wie man sieht, ist die Namensgebung eher störend als hilfreich. Lediglich Canon gibt hier eine planvolle Richtung vor. 
Die Preise bei den drei Herstellern reichen von ca. 300 Euro bis 6.000 Euro und mehr, wenn man die Linsen mit einrechnet, die gleich noch einmal mit einigen Tausendern zu Buche schlagen können, selbst bei Drittherstellern wie Tamron und Sigma.

Gegenüberstellung der Modelle, was paßt zusammen?
Das möchte ich jetzt kurz halten und pro Klasse exemplarisch ein Modell rauspicken.

Einsteiger:
– A37/NEX3/A3000
– 1200D
– D3300

Consumer/Semipro/Prosumer:
– A77V/II
– 70D/7D
– D7100

Pro-Einsteiger/Profi:
– A99V/A7/r/s
– 6D/5DIII/1DX/C
– D610/D800/D4/s

Wer mehr erfahren will, der erforsche bitte einschlägige Seiten und Vergleichstests wie bspw. bei dkamera.de.

So. Fertig. 🙂
Ich hoffe, ich konnte helfen.

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