Was ist ein Bokeh und wie mache ich das?

Was ist ein Bokeh?

Das Wort Bokeh kommt aus dem Japanischen und bedeutet unscharf oder verschwommen. In der Photographie bezeichnet man damit bspw. den verschwommenen Hintergrund, während das eigentliche Motiv im Vordergrund scharf bzw. freigestellt ist. Dabei ist das Empfinden, ob das Bokeh schön oder häßlich ist, ein rein subjektives.
So gelten idR aber vor allem Lichtblasen als schön, wenn sie weich und kreisrund sind.

20140504-113845.jpg
Bsp.: Tamron SP 24-70mm Di USD @ 70mm und f2,8 an einer Sony Alpha A99V.

Es geht also darum, bestimmte Bereiche bewußt unscharf zu lassen. Ein unruhiges Bokeh wird dann als solches empfunden, wenn Lichter eckig oder ellipsoid sind bzw. auch Konturen und Kanten doppelt erscheinen.

Als prädestiniert für ein schönes Bokeh gelten Festbrennweiten mit Ihrer durchgängigen Lichtstärke, wobei entscheidend sein kann, ob das Objektiv einen kreisrunde Blendenverschluß hat und besonders lichtstark ist, also eine möglichst große Blendenöffnung erlaubt (bspw. Sigma 50mm f1,4 DG HSM Art).

IdR gilt das Bokeh bei Zoomobjektiven bauartbedingt als schlechter, kann aber gleichfalls sehr gut aussehen.

Wie erreiche ich ein Bokeh?

Nun, hier spielen im Wesentlichen drei Faktoren zusammen:
– Brennweite
– Blendenöffnung
– Sensorgröße

Man kann grundsätzlich festhalten:
– je lichtstärker, desto Bokeh
– je größer die Brennweite, desto Bokeh
– je größer der Sensor, desto Bokeh

So kann man ein hervorragendes Bokeh theoretisch erreichen bei 200mm f1,4 bei Vollformat. Theoretisch. Denn die Linse muß auch insgesamt was taugen.

So hat man z. B. bei einer Superzoom mit 1“-Sensor, einer Brennweite von 24mm selbst bei Blende 2,8 ziemlich schlechte Karten.
Eine Vollformatlinse an einer Vollformatkamera kann hingegen bei 24mm und Blende 2,8 schon ein hübsches Bokeh hinlegen.

Man kann das mit einer Superzoom (bspw. Canon SX50 HS) aber sehr gut testen. Einfach mal die Kamera auf 24mm stellen und die Blende so weit wie möglich öffnen. Dann zB eine Pflanze oder einen Laternenmast anfokussieren und drauf achten, was im weiter entfernten Hintergrund passiert, wenn man weitere Brennweiten wählt (50mm, 100mm, 200mm).
Zwar wird sich die Blende bei diesen Kameras mit zunehmender Blende immer weiter schließen, der Hintergrund aber dennoch immer unschärfer.
Man beachte dabei aber, daß man bei zunehmender Brennweite dann ggf ein Stativ benötigt, weil sich die Belichtungszeiten verlängern und Verwacklungen drohen.

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