Welche Bildformate gibt es?

In diesem Kurzbeitrag geht es um die verschiedenen Sensorgrößen. Es gibt viele verschiedene auf dem Markt, die relevantesten dacon sind:

– Mittelformat
– Kleinbild/Vollformat
– APS-C
– DX
– Foveon
– Four Thirds
– 1″

Die Abmessungen der Sensoren sind entsprechend der o. g. Reihenfolge:
– 46 x 36 mm
– 36 x 24 mm
– 22,2 x 14,8 mm
– 23,7 x 15,6 mm
– 20,7 x 13,8 mm
– 17,3 x 13 mm
– 13,2 x 8,8 mm

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Bildquelle: Wikipedia

Die größten Chips des Mittelformats kommen in den gleichnamigen Mittelformatkameras zum Einsatz, die z.B. von Hasselblad produziert serden.
Diese Kameras werden vor allem in der Werbebranche eingesetzt, weil hier besonderer Wert darauf gelegt wird, daß man Prints/Ausdrucke im Großformat noch immer als scharf empfindet.
Hier sind derzeit Auflösungen bis zu 80 Megapixel möglich.

Die Vollformatchips kommen ebenfalls in Kameras im Profisegment zum Einsatz und entsprechen dem ehemaligen Kleinbildformat (35mm-Film).
Vollformatsensoren bringen derzeit max. 36 Megapixel auf der Chipfläche unter.

An dritter Stelle stehen drei Sensoren sehr ähnlicher Größe.
APS-C-Sensoren dürften die am häufigsten verbauten Sensoren sein in Kameras. Sie werden bei Sony, Canon und vielen anderen in der Einsteiger-, Amateur- und Semiprofi-Liga verwendet.
Nikon verwendet (glaube ich) als einziger seine eigenen Chips im DX-Format (seine Vollformatsensoren nennt Nikon FX).
Sigma benutzt eigene Faveon-Sensoren.

Unter den APS-C-Chips kommen dann die Four-Thirds, die von Olympus und Kodak entwickelt wurden und vor allem auch dort zu finden sind, bzw bei Panasonic

Als letztes kommen die 1-Zoll-Sensoren, die man in Camcordern und Superzooms findet, sowie in Pocketcams.

Warum all die Größen?
Nun: mehr Platz = mehr Bild, aber auch teurer. Auf viel Chip bekommt man auch mehr Megapixel unter, aber bei geringerem Rauschen und damit auch besseren Low-Light-Fähigkeiten.

Generell gilt die Regel: je weniger Megapixel auf einen Chip gequetscht sind, desto besser ist das Verhalten der Kamera bei hohen ISO-Werten und desto besser ist die Bildqualität.
Das Megapixelgequatsche auf Postern und Plakaten ist also nur Marketing, weil Hinz und Kunz immer denken, mehr sei auch besser.

Es kann daher clever sein, auf einen 1″-Chip nur 10 MP zu packen, damit aber die Bildqualität hoch zu halten. 24 Megapixel auf einem relativ kleinen APS-C-Sensor sind zwar möglich, können aber zu Problemen führen, auch wenn die großen Hersteller diese im wesentlichen im Griff haben.

Große Chips bieten idR einen höheren Dynamikumfang, mehr Platz zu freistellen, eine bessere Auflösung etc pp, sind aber eben auch deutlich teurer.
Der Mainstream richtet sich daher nach APS-C, weil das der derzeit beste Kompromiß ist zwischen Kosten und Qualität.

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