Tipps für die Langzeitbelichtung

Normalerweise versucht man, möglichst kurze Belichtungszeiten zu erreichen, um das Motiv still und scharf abzubilden.

Für längere Belichtungszeiten braucht man entweder ein Einbein- oder ein Dreibeinstativ, wenn man nicht zu starkes Bildrauschen durch hohe ISO-Werte riskieren will.

Es kann aber auch sein, daß man bewußt sehr lange belichten möchte (oder muß), z. B. nachts oder auf belebten Plätzen. In letzterem Fall muß man zusätzlich zu einem ND-/Graufilter greifen, wenn man tagsüber lange belichten möchten.

Für die Aufnahmen bei Nacht oder auch schon zur sog. Blauen Stunde (Zeit zwischen Sonnenuntergang und Nacht) muß man folgende Dinge beachten:

– Stativ benutzen

– niedgriger ISO-Wert (z. B. 100)

– falls nötig: Spiegelvorauslösung einschalten (bei Kameras mit Klappspiegel; bei SLTs von Sony z. B. überflüssig)

– mit Fernauslöser arbeiten (Kabel oder besser: Funk) oder wenigstens mit Selbstauslöser

– bis 30″ Belichtungszeit kann man im A-Modus arbeiten (Blendenpriorität)

– sobald man länger belichten muß, ist es notwendig, daß die Kamera den sog. BULB-Modus beherrscht im vollmanuellen Modus betrieben werden kann (M)

– Richtige Blendenwahl: nie über 8; idR zwischen 8 und 11. Nimmt man noch kleinere Blenden, riskiert man Bildfehler wegen Beugungsunschärfe. Sind die Randbereiche beim Motiv eher irrelevant, können auch kleinere Blenden gewählt werden. Man sollte aber beachten, daß die meisten Objektive ihre optimale Schärfe bei f8 bis max. f16 erreichen (eher 8 bis 13). Und: je kleiner die Blendenöffnung, desto größer ist der Sterneffekt bei bestimmten Lichtquellen.

– ggf in die Kamera integrierte Antiwackelfunktionen deaktivieren

– ggf Stativ zusätzlich beschweren

– Blitz ausschalten

– Graufilter bei Tag (ist in der Nacht nicht notwendig)

– ggf eine starke Taschenlampe, um dem Autofokus auf die Sprünge zu helfen (nach dem Fokussieren dann AF ausschalten und belichten)

Hat man die Belichtung einmal gestartet, muß man oft am Ende noch einmal diesselbe Zeit der Belichtung abwarten, bis die Kamera das Bild verarbeitet hat

Ansonsten: ggf Stuhl mitnehmen, viel Geduld mitbringen, nicht in der Nähe der Kamera hüpfen, auch wenn es kalt ist, Standort und Zeit gut planen, warme Kleidung und einen Regenschirm nicht vergessen und gutes Schuhwerk und immer die (Ersatz-) Akkus voll geladen mitnehmen; Langzeitbelichtungen sind sehr energieaufwendig.

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