Dritthersteller von Objektiven: Welche gibt es?

Neben den herstellereigenen Objektiven, gibt es eine Reihe namhafter Produzenten, die für die meisten Systeme Objektive mit entsprechendem Bajonett anbieten. Die relevantesten sind: Tamron und Sigma

Daneben gibt es noch Tokina und Samyang (auch bekannt mit den eigenen Zweitmarkennamen Walimex, Vivitar, Prakticar, Rokinin, Bower und Pro-Optic; alles derselbe Hersteller). Tokina baut hauptsächliche Linsen für Canon- und Nikon-Systeme. Samyang bislang ausschließlich Linsen mit manuellem Fokus.

Carl Zeiss ist zwar auch ein Dritthersteller, hat aber einen (mehr oder weniger) exklusiven Vertrag mit Sony, sodaß zum Großteil nur für diese entwickelt und produziert wird (Ausnahmen wie das Zeiss Otus und andere gibt es aber).

Das sind die, die man kennen sollte und die eine Rolle spielen.

 

Nun ist es nur noch wichtig zu wissen, wie man deren Glas unterscheiden kann, denn sie produzieren alle sowohl für das Kleinformat, als auch für APS-C-Sensoren.

Bei Tamron erkennt man das an den Kürzeln Di bzw. Di II im Namen der Objektive. Di steht für Vollformat und Di II für APS-C. Auch für Sonys E-Mount gint es eine einzige Linse mit dem Kürzel Di III. Beispiel für Vollformat ist das Tamron SP 24-70mm 2.8 Di VC USD (Super Performance (=hohe Klasse Tamrons), Vollformat, Vibration Compensation, Ultra Sonic Drive). Ein Beispiel für ein APS-C-Objektiv ist SP 60mm f2.0 Di II Macro.

Bei Sigma steht das Kürzel DG im Namen für das Vollformat, das Kürzel DC für APS-C-Größen. DN sind für spiegellose Systemkameras.

Bei Tokina steht FX für Vollformat und DX für APS-C.

Bei Samyang bin ich selbst noch nicht ganz durchgestiegen, muß ich gestehen. Ich glaube aber, daß IF für das Vollformat steht und CS für APS-C. Von Samyang gibt es auch für spiegellose Systeme Linsen, bei denen ich aber keine Kennzeichnung erkenne (könnte NCS sein…); für Micro Four Thirds ist das Kürzel MFT.

Bei Zeiss-Objektiven gilt eine ähnliche Nomenklatur wie bei den Objektiven von Sony. Hier ist die deutsch-japanische Kooperation übrigens irgendwie Tradition. Schon Minolta war ein deutsch-japanisches Unternehmen und geht zurück auf das 1928 gegründete Nichi-Doku Shashinki Shōten (日独写真機商店, „japanisch-deutsches Kamerageschäft“); Minolta ist eine Abkürzung für Mechanismus, Instrumente, Optik und Linsen von Tashima. Sonys Bezeichnung beginnt immer SAL oder SEL – SAL für das Alpha-Bajonett und SEL für das E-Bajonett der spiegellosen Systemkameras. Wenn irgendwo im Namen ein Z auftaucht, ist es ein Zeiss-Objektiv. Bspw.: Sony SEL35F28Z (Sony E-Mount 35mm f2.8 Zeiss). Eine besondere Kennzeichnung für das Vollformat am A-Bajonett gibt es nicht – hier funktioniert es nur über das Ausschlußverfahren. Das Kürzel FE bezeichnet Vollformat-Linsen für spiegellose Systemkameras. Das Kürzel DT steht für Objektive am A-Bajonett und APS-C-Sensoren. Das Kürzel E steht für APS-C-Linsen an spiegellosen Systemkameras. ZA wiederum sind Zeiss-Optiken entweder im Vollformat oder im APSC-Format, A oder E. Leicht verwirrend. Hier muß man weiterhin nach dem E suchen für E-Mount oder DT für APS-C usw… APS-C + E + Zeiss erkennt man, soweit ich weiß, nicht ohne weiteres…

Bei Canon ist das alles deutlich enfacher: EF = Vollformat, EF-S = APS-C.

Gleiches gilt für Nikon: FX = Vollformat; DX = „APS-C“

Bei Olympus, Fuji und Pentax kenne ich mich überhaupt nicht aus… da geht es ja teilweise wieder um Micro Four Thirds.

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