Objektive – was ist besser: Tamron, Sigma, Zeiss, Canon, Nikon oder Sony?

Die Antwort: alle

Denn: letzlich hat jeder Linsen, die grandios sind und am Ende entscheidet eigentlich immer, was man selbst zu welchem Preis haben möchte. Freilich sind nicht alle Linsen eines jeden Hersteller uneingeschränkt zu empfehlen. Hier gibt es teilweise ganz enorme Unterschiede.
Was ich mit diesem Beitrag aber aufzeigen möchte ist, daß das vielfache Naserümpfen sog. Profis über Linsen von Drittherstellern absolut ungerechtfertigt ist, weil diese streckenweise mindestens genauso gute oder gar bessere Produkte liefern als die Kamerahersteller selbst.

Zu Beginn:
Jeder Hersteller hat Optiken im Angebot, die sich an verschiedene Käuferschichten richten.
Canon und Sony z.B. geben ihren hochwertigsten und damit teuersten Linsen ein entsprechendes Aussehen und einen bestimmten Buchstaben als Kennzeichnung mit auf dem Weg.
Bei Canon sind das die sog. „L-Objektive“ in schwarz oder weiß. Bei Sony sind es „G-Objektive“ in schwarz, weiß oder bei älteren Modellen auch in silber.

Auch Sigma fährt inzwischen diese Schiene, indem sie ihrer Premiumlinie das Prädikat „Art“ mit dem Buchstaben A aufstempeln.

Bei Tamron sind das die sog. SP-Objektive (wobei ich hier das Gefühl habe, daß mittlerweile nur noch SP’s rauskommen…).

Nikon verzichtet auf eine solche Kennzeichnung.

Zeiss ebenso, denn Zeiss ist Zeiss und daher immer toll und teuer… meistens.

Was also tun? Nun: bevor ich ein Schrottglas von Nikon, Canon oder Sony kaufe (ja, die gibt es und nicht selten), kaufe ich lieber eine leicht zu budgetierende Linse von Sigma oder Tamron. Diese haben ganz herorragende Objektive im Angebot, die ein Bruchteil der teuren von den Kameraherstellern kosten. Sie sind eig fast immer den Schrottlinsen weit überlegen und idR sehr nah an der Qualität der Prolinsen dran.

Z.B.:
Das Sigma 24-105 f4 ist deutlich besser in vielen Tests als das Canon 24-105 f4 L

Das Sigma 50mm f1.4 Art ist deutlich besser als alle anderen 50er, bis auf das Zeiss Otus, erreicht dessen optischen Leistung aber fast genau. Das Sigma kostet 900 Euro, das Zeiss 4.000. Das Zeiss hat nicht einmal einen Autofokus.

Das Tamron SP 24-70mm Di tritt eig immer gegen das Zeiss 24-70mm an. Es mag optisch „nur“ zu 90% an dessen Leistung rankommen, kostet mit 800 Euro aber deutlich weniger als das Zeiss mit 2.000 Euro. Das Tamron ist wetterfest, das Zeiss nicht. Tamron gibt 5 Jahre Garantie, Sony/Zeiss nur 2.

Gerade Sigma und Tamron drehen seit kurzem richtig auf und räumen im Markt auf. Es muß eben nicht sein, daß man abertausende von Euro ausgibt für hochwertige Objektive. Vor allem die A-Linie von Sigma und die SP-Reihe von Tamron bieten professionelle Leistungen zu einem Preis, den man sich eher vorstellen kann; auch als Profi. Wenn ich 4.000 Euro Budget habe, dann kaufe ich mir doch lieber 4 gute, als 1 Überglas, das nur minimal besser zu sein scheint; oder ich stecke die restliche Kohle in Blitze, Lampen oder sonstwas.

Spannend ist das Thema auch im wichtigen Brennweitenbereich 70-200mm. Hier gibt es schweineteure Gläser von Sony, Canon und Nikon und bezahlbare von Sigma und Tamron. Das Sigma ist dabei derzeit das schwächste Glied in der Kette, aber noch immer gut. Tamron legt hier einen Superstart hin mit der neuesten SP-Version, die – je nach Test – die „drei großen“ in Teilbereichen schon mal hinter sich läßt. Das Tamron kostet dabei ca. 1.000 Euro, das Sony bspw. 3.000.

Man muß sich wirklich frei machen von dem Gedanken, daß nur „Markenware“ gut ist. Tamron und Sigma werden gerade zu einer solchen und trumpfen auf.
Vor allem die unzähligen Lobeshymnen auf das Sigma 1.4 DG ART sprechen eine deutliche Sprache. Ein Must-have.

Manchmal ist es dennoch so, daß die beste Ware eben kostet und bei S/C/N zuhause ist. Es wird aber immer seltener der Fall sein, da bin ich mir sicher.

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