Was sind Moiré und der Tiefpassfilter?

Als Moiré bezeichnet man in der Photographie eine Art von Verzerrung bei Bilddetails. Es entsteht bei der Überlagerung von Raster z. B. auch als sog. Aliasing („Treppenbildung“).
Der Bildfehler tritt bspw auf, wenn man Linien oder Netze, also feine Strukturen aufnimmt (typisch bei Krawatten, Teppichen, Gittern). Ein Bildsensor ist aus Pixelpunkten (Quadrate) aufgebaut; Punkte und Linien können dann zu einem Interferenzmuster führen.
Eine Vermeidung ist technisch fast nicht möglich, kann aber unterdrückt werden.

Eine Möglichkeit wird mit dem sog. Tiefpassfilter erreicht.  Ohne jetzt auf technische Details einzugehen: der Tiefpassfilter sorgt für Ruhe im Bild und verhindert ggf die Musterüberlagerung/-verzerrung. Dies aber auf Kosten der Bildschärfe. 

Da nun aber moderne Kameras immer höhere Pixeldichten erreichen, wird der Tiefpassfilter manchmal überflüssig. Sony und Nikon bspw. verzichten in ihren Modellen Alpha 7r und D800E auf einen solchen Tiefpassfilter, da in den beiden Kameras Sensoren mit 36 Megapixeln verbaut sind. D. h. die Pixel auf dem Sensor sind meistens kleiner als die Strukturen, die er aufnimmt.

Beispielbild für den Moiré-Effekt:
© Brocken Inaglory / Wikimedia

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