Stative: was muß ich beim Kauf beachten?

Das wichtigste: es muß stabil sein, also stabil stehen. Dazu muß es hinreichend gut konstruiert und entweder aus Metall und/oder Carbon sein. Plastikmüll bitte stehen lassen.

Wenn man eine etwas größere Kamera hat mit einem evtl. größeren Objektiv (bspw. eine Sony A77 + Sigma oder Tamron 70-200mm), dann erreicht diese Kombination schnell drei Kilogramm. Das hört sich erst einmal nicht nach viel an, kann auf einem Stativ bei bspw. etwas Wind schnell wackeln, wenn der Unterbau selbst nicht wirklich fest steht. Das gilt besonders auf nicht befestigtem Untergrund oder auf hohen Gebäuden.

Dann gilt es, darauf zu achten, daß die Mittelsäule (die idR ausfahrbar ist) eben nicht unbedingt zum Arbeiten ausgefahren werden muß. Denn dadurch entsteht wieder eine Instabilität. Man muß beim Kauf also darauf achten, ein Stativ zu kaufen, daß eine der eigenen Körpergröße angemessene Arbeitshöhe hat.

Wichtig: bei den meistens hochwertigeren Stativen, wird der notwendige Stativkopf mit Wechselplatte nicht mitgeliefert. Das hat den einfachen Grund, daß diese idR sehr hochwertig verarbeitet sein müssen und den verschiedenen Anwendungsbereichen Rechnung tragen sollen.
Man unterscheidet normalerweise zwischen einem sog. Dreiwegekopf und einem Kugelkopf.

Dreiwegeköpfe werden von Videofilmern bevorzugt, Kugelköpfe von Photographen, den beim Videodreh ist es notwendig vor allem immer nur eine Achse möglichst ruckelfrei bedienen zu können (bspw seitwärts oder auf und ab), wohingegen der Photograph seinen Winkel vorab wählt und die Kamera dann arretiert.

Manchmal werden aber auch passende Kombinationen angeboten, also Stativ + Kopf. Die Wechselplatte ist ein Teil des Kopfes und wird an die Kameraunterseite in ein eigens dafür vorgesehenes Gewinde geschraubt. Dort bleibt sie dann auch – bei mir immer – so kann man die Kamera immer schnell zum Transport per Klickhebel vom Stativ lösen und bei der nöchsten Aufnahme wieder draufstecken.

Als Richtwert kann man sagen, daß ein Stativ mind. ca. 2 kg wiegen sollte. An manchen Stativen kann man zur Stabilisierung an der Mittelachse auch noch zusätzliche Gewichte anbringen.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Stativen das sog. Dreibeinstativ und das Einbeinstativ; bei letzterem gibt es Geräte mit und ohne stabilisierendem Fuß.

Ist man viel zu Fuß, bspw in der Natur unterwegs, kann ein Einbein sehr hilfreich sein, sofern man stets gutes Licht hat.
Speziell für Wanderer etc gibt es auch leichtere Stative mit einem platzsparenden Packmaß – hier aber dann eben mit den entsprechenden Nachteilen, da weniger Gewicht eben auch weniger Stabilität bedeuten kann.

Auch gilt grundsätzlich: am Stativ sollte man nicht sparen. Zwar ist das Hobby im Grunde schon teuer genug, jedoch hat man wenig davon, wenn man mit der teuren Kamera nur verwackelte Bilder produziert.
Unter 80 oder 100 Euro findet man meines Wissens nichts brauchbares und auch dann nur Kompromisse.
Ich selbst nutze seit gut 7 Jahren ein mittelmäßiges Bilora Professional 1120. Kein besonders gutes Stativ, aber auch kein Schrott, und es hat seinen Zweck für 80/90 Euro bislang sehr gut erfüllt. Das Stativ gab es damals inkl Dreiwegekopf.

Ich persönlich mag es lieber, wenn Schnellverschlüsse an den Teleskopbeinen sind, die Drehberschlüsse finde ich lästig. Auch nicht unwichtig: Spikes. Bei vielen Stativen kann man die Gummifüße ein wenig reinschrauben, sodaß Metallspitzen zum Vorschein kommen, die einem auf Naturboden mehr Halt heben.

Abschließend nun noch einige Hersteller, die für Qualität bekannt sind und die auch mir bekannt sind… es gibt bstimmt mehr…

Manfrotto
Gitzo
Benro
Bilora
Cullmann
Rollei
Togopod

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