Kameraversicherung: Warum?

Viele Hobby- oder Amateurphotographen wissen oft nicht, daß es eigene Kameraversicherungen gibt und hoffen darauf, daß die Hausratversicherung entsprechende Schäden mit abdeckt, was aber nicht der Fall ist oder nicht der Fall sein muß.

Da ab einem gewissen Zeitpunkt oder ab einem gewissen Wert der Ausrüstung die Gefahr eines immensen Verlustrisikos steigt, ist eine Kameraversicherung nicht nur für Profis eigentlich Pflicht.

In meinem Falle sieht die Ausrüstung wie folgt aus:

Neue Gegenstände:
– Sony Alpha SLT A99V
– Kameratasche von Lowepro
– Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di USD

Gebrauchte Gegenstände:
Minolta AF 70-210mm f/4
Minolta AF 100mm f/2.8 Macro
Minolta AF 50mm f/1.4
Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS

Die gebrauchten Objektive haben einen Zeitwert von ca. 1.400 Euro. Die neuen Gegenstände von ca. 2.700 Euro.

Bei einem derzeitigen Wert von etwa 4.000 Euro wäre der Verlust also schon mehr als ärgerlich. Ich habe mich dazu entschieden, die teuersten Gegenstände zu versichern.
Als Kameraversicherung habe ich mich für die P&P Pergande & Pöthe entschieden.
Diese Versicherung deckt vollumfänglich Schäden durch Herunterfallen, also ggf Unachtsamkeit, Diebstahl und weitere Fälle ab, die im täglichen Gebrauch nicht beabsichtigt und in den meisten Fällen auch als unvorhersehbar gelten.
Vorsatz ist freilich nicht versichert und auch andere Dinge, wie Orte und Ereignisse, denen man sich bewußt aussetzt (Kriegsgebiete, Radioaktivität). Der natürlich Verschleiß und Schrammen sind gleichfalls nicht abgedeckt, Schrammen und Kratzer an Linsen, die die Bildqualität sichtbar beeinträchtigen jedoch schon.

Das beste ist aber: Auch meine gebraucht gekauften Objektive – selbst die, für die keine Rechnung vorliegt – wurde versichert. Dafür ist es notwendig, daß man nachweisen kann, welchen Neuwert diese besitzen oder welchen Neuwert deren Nachfolger haben. Ich habe das so gelöst, daß ich bei Calumet die Nachfolger ausgesucht habe und einen Screenshot von deren Homepage angefertigt und eingereicht habe. Helfen können auch offizielle Händlerlisten.

Die Nachfolger sind in meinem Fall:
– Sony AF 100mm f/2.8 Macro (identisches Objektiv, nur steht eben Sony drauf)
– Sony AF 50mm f/1.4 (dito)
– Sony AF 70-200mm G SSM (war: Minolta AF 70-200mm G SSM)

Das schöne daran: das Minolta 80-200mm APO G HS hatte neu ca. 1.600 Euro gekostet, der Nachfolger aber kostet gut 2.600 Euro. Und zu diesem deutlich höheren Wert bekam ich das für 750 Euro gekaufte Objektiv auch versichert.

Fällt es mir also runter – aus welchem Grund auch immer – und kann ich einigermaßen glaubhaft vermitteln, daß es unbeabsichtigt geschah (und jeder vernünftige Anwender wirft seine Lieblinge nicht einfach auf den Boden, um ein neues zu bekommen), dann bekomme ich das aktuell als Nachfolger geltende Objektiv neu.
Kommt jetzt bspw. die neue Sony A99V II auf den Markt, dann bekäme ich im Schadenfall, solange es die alte Kamera noch gibt, ebendiese, auch wenn sie günstiger ist als das, was ich neu bezahlt hatte – ist fair.

Hinter der P&P fungiert übrigens die Mannheimer Versicherung als tatsächlicher Versicherer – die P&P dient als Makler.

Glücklicherweise kam ich bisher noch nicht in den „Genuß“, von der Versicherung Gebrauch machen zu müssen, ich fühle mich aber deutlich wohler, wenn ich in der Natur umherkraxle und weiß: wenn mir meine teuren Schätze abhanden kommen und runterfallen, dann habe ich jemanden, der sich darum kümmert, daß ich nicht mit der Photographie aufhören muß.

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