Kurztest: Eigene Photos im Netz verkaufen

Derzeit teste ich einige Angebote/Webseiten, bei denen man seine eigenen Bilder verkaufen kann. Es gibt hier u.a. Fineartprint.de, Whitewall.de, SeenBy.de und noch ein paar andere – Fineartprint ist zwar die häßlichste Seite, aber die einzige, die ohne Zicken funktioniert. Bei zweien hat nicht einmal die Anmeldung vollständig geklappt (SeenBy und Whitewall). Die letzten beiden sind also direkt mal durchgefallen. Bei Whitewall hat die Anmeldung erst gar nicht geklappt bzw. die Aktivierung und bei SeenBy soll man die Bankdaten eintragen, die dann aber nicht gespeichert werden bzw. wird jeder Eintrag mit einer Fehlermeldung quittiert.

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Bei Posterlounge muß man sich erst mit 5 Bildern bewerben – und der Link dazu ist ziemlich versteckt. Scheint so, als wären die nicht unbedingt darauf scharf, daß jemand seinen eigenen Shop einrichtet.

Hier geht es zu dem von mir eingerichteten Shop bei FineArt:
seelenpfluecker-shop.fineartprint.de

Bei FineArt muß ich sagen… übersichtlich ist anders.
Und wieso werden meine Photos nicht gefunden, obwohl sie richtig verschlagwortet/getaggt sind? Nun ja, warten wir es ab.

Daneben habe ich ja auch noch einen Shop bei pictrs.de laufen – dieser ist extrem angenehm zu bedienen.

Fotograf.de habe ich auch ausprobiert – bin ich aber auch nicht wirklich mit warm geworden. Viel zu umständlich.

Derzeit kann ich also vor allem pictrs und fineartprints empfehlen – der Rest hat keinen guten ersten Eindruck hinterlassen. Auf posterlounge warte ich noch…
Alle Dienste kann man aber auch dazu nutzen, sich seine Bilder einfach drucken zu lassen.

Update vom 21.07.2015:
Posterlounge hat sich nun zurückgemeldet. Ich hatte dort 5 – recht unterschiedliche – Aufnahmen eingereicht per Link, nachdem ich vorher auch einmal geschaut habe, was es denn dort so gibt und was nicht.
Die Antwort war folgende:

Lieber Künstler,

vielen Dank für dein Interesse an Posterlounge.

Leider können wir deine Bilder nicht in unser Sortiment aufnehmen, da wir bereits
ausreichend viele Bilder dieser Art anbieten oder aber nur eine sehr geringe
Nachfrage an solchen Motiven besteht.

Vielen Dank für dein Verständnis.

Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg bei deiner kreativen Laufbahn.

Beste Grüße

Künstler Support
Posterlounge Team

Fon: +49 341 247 0 476
Fax: +49 341 247 0 477
kuenstler@posterlounge.de

„Lieber Künstler… also ich hatte mit einer anständigen Mail angefragt, in der meine Signatur mit Name etc. stand – da darf man wohl auch erwarten, persönlich angesprochen zu werden. Stattdessen gibt es Textbausteine.

Festhalten kann man bezüglich des Verkaufes im Netz folgendes:
Der Markt ist kaputt. Es gibt zu viele Anbieter und die Preise sind jenseits von gut und böse – vor allem bei Stock-Anbietern wie Dreamstime, Fotolia, iStock u.a. Hier rechnen sich Aufwand und Ertrag nur für den Anbieter, für den Photographen dagegen null. Ich selbst habe Dreamstime einige Jahre genutzt und vielleicht 150 Euro umgesetzt, bin aber etliche Stunden drangesessen, die Bilder hochzuladen und zu verschlagworten. Ganz zu schweigen davon, was es mich an Zeit und Geld gekostet hat, die Photos zu schießen. Im günstigsten Fall bekommt man da für ein Bild vielleicht 4 Euro, meistens nur ein paar Cent. Das steht in keinem Gegensatz zum Einsatz.

Es ist sinnvoller, sich einen eigenen Shop anzulegen (z.B. bei Pictrs) und diesen selbst zu vermarkten. Wohlgemerkt als Hobby-/Amateurphotograph, wenn man einfach vll ein bißchen was dazuverdienen will. Bei Pictrs und FineArt kann man seine Preise dann auch selbst festlegen.

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Neben diesen vielleicht eher klassischen Seiten, die sich auf dieses Angebot spezialisiert haben, gibt es auch die Möglichkeit, bei Präsentationsdiensten wie 500px oder Deviantart seine Bilder zu verkaufen; wobei ich vor allem Deviantart als total altbacken empfinde. Die Seite ist recht unübersichtlich und nach heutigen Maßstäben auch relativ häßlich.

Wer sich seine Bilder nur drucken lassen möchte, findet reichlich Auswahl und wird vor allem auch Saal Digital fündig.

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4 Antworten zu “Kurztest: Eigene Photos im Netz verkaufen

  1. Hallo Sebastian!
    Danke für dein Bericht!
    Ich würde mich sehr über ein Update von über einem Jahr später freuen. Wenn es dir nichts ausmacht ebenfalls über ein paar Zahlen?! Sprich durchschnittlicher Gewinn eines Fotos auf 1 Jahr oder ähnliches, damit jemand wie ich, der jetzt überlegt seine Fotos zu verkaufen weis, ob er die Zeit nicht doch sinnvoller verwenden sollte 😀

    Liebe Grüße

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    • Die Verkäufe sind nicht der Rede wert, was aber nicht wirklich überraschend ist.
      Wenn es auch nicht an der Qualität liegen mag, so liegt es einfach daran, daß die Klickfrequenz noch recht bescheiden ist und die Leute sich eben lieber kostenlos Bilder ansehen oder runterladen und nicht wirklich einsehen, daß es nunmal Geld kostet, ein Photo zu schießen und zu produzieren. Bei solchen Diensten geht der Löwenanteil eh an den Bilderdienst.

      Ohne große Anstrengungen in ein vernünftiges Onlinemarketing wird das nix.

      Du mußt damit rechnen, daß pro 1.000 Klicks ein einziger Kauf schon ein sehr gutes Resultat wäre. Das sind einfach die Gesetzmäßigkeiten…

      Und auch ich habe – zum Glück – keine Zeit, mich rund um die Uhr mit der Vermarktung meiner Photos zu befassen.

      Eine Zahl nenne ich Dir nicht, aber… es lohnt sich nicht, wenn man sich nicht permament darum kümmern kann.

      Momentan habe ich im Schnitt vll 50 Besucher am Tag und in einer sehr guten Woche evtl 10 Klicks auf meinen Shop… das bringt: 0

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  2. Bin seit 2015 bei Posterlounge. Bei ersten Kontakt hieß es „Deine Bilder gefallen uns ausgesprochen gut. Selten so besondere Szenen und ein so gutes Auge für den Bildaufbau gesehen. Hunderte von Bilder ausgesucht… und nach dem Upload
    von anderen Mitarbeitern im Team wieder aussortiert . Obwohl alle Bilder bei großen Agenturen problemlos durch die Qualitätskontrolle gekommen sind sitzt man bei Potserlounge offenbar bei 300% Detailwiedergabe mit der falschen Brille vor den Pixeln und sieht nur unscharf. Es landeten von 1000 Bildern Erstauswahl dann 100 Bilder auf Posterlounge. Obwohl seitdem mehr als 100 Poster verkauft wurden reicht dem Posterloungeteam das offenbar nicht und von heute auf morgen wurde der Account gekündigt. Wer einen verläßlichen Partner für die Vermarktung seiner Bilder sucht sollte sich nicht mit Posterlounge einlassen. Fairer Umgang mit Geschäftspartnern geht anders.

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  3. Kurz vor Weihnachten wurde mein kompletter Künstleraccount trotz guter Umsätze von Posterlounge gelöscht. Das ist weder fair noch professionell.
    Kundenservice und fairer Umgang mit Geschäftspartnern sieht anders aus.

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