Wie funktioniert das mit der Schärfentiefe?

Unter Schärfentiefe (Tiefenschärfe ist FALSCH) versteht man den Bereich eines Photos, der scharf abgebildet wird, und zwar, ob nur ein Teil scharf und der Rest „freigestellt“ ist oder ob das gesamte Bild scharf sein soll.

Blende 2.8, 24mm - geringe Schärfentiefe

Blende 2.8, 24mm – geringe Schärfentiefe

Blende 8, 24mm - mittlere Schärfentiefe

Blende 8, 24mm – mittlere Schärfentiefe

Blende 22, 24mm - hohe Schärfentiefe

Blende 22, 24mm – hohe Schärfentiefe

Blende 2.8, 70mm - geringe Schärfentiefe

Blende 2.8, 70mm – geringe Schärfentiefe

Blende 8, 70mm - mittlere Schärfentiefe

Blende 8, 70mm – mittlere Schärfentiefe

Blende 22, 70mm - hohe Schärfentiefe

Blende 22, 70mm – hohe Schärfentiefe

Bei den oben stehenden Bildern ist noch folgendes zu beachten:
Der Abstand zum Motiv war hier sehr gering und betrug nur einige cm. Das hat zur Folge, daß auch bei Blende 8 und sogar bei Blende 22 (@ 70mm) der Hintergrund noch leicht verschwimmt.

Einen Effekt auf die Schärfentiefe haben also:

Blendenöffnung
Brennweite
Entfernung zum Motiv

Gehe ich möglichst nah an das Motiv heran, verschwimmt der Hintergrund eher – erst recht, wenn ich lange Brennweiten benutze (z.B. ab 100mm).

Je weiter ich vom Motiv entfernt bin, desto höher wird auch die Schärfentiefe – so kann es sein, daß es durchaus möglich ist, komplette Landschaften im Weitwinkel offenblendig (bspw. f/1.4) komplett scharf abzubilden.

Standpunkt —————-> Motiv (bei 24mm und f/8 = alles scharf, also Motiv und Hintergrund)
Standpunkt ————> Motiv (bei 24mm und f/8 = Hintergrund wird langsam unschärfer)
Standpunkt ——> Motiv (bei 24mm und f/8 = Motiv ist scharf, Hintergrund unscharf)
Standpunkt —————-> Motiv (bei 200mm und f/8 = Motiv ist scharf, Hintergrund unschärfer)

Das Spiel mit der Schärfentiefe gehört zum absoluten Muß in der Photographie – und jeder macht es gerne, weil es einfach total geil aussieht, wenn das Motiv (egal ob im Vorder-, Mittel- oder Hintergrund) scharf und damit freigestellt ist, der Rest des Bildes aber in Unschärfe verschwimmt.

Zum Schluß noch der Hinweis:
Auch die Sensorgröße hat Einfluß auf die Schärfentiefe. Je kleiner der Sensor, desto schwieriger wird es, ein Objekt freizustellen.

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