Hamburg: ein Kurztrip zur Queen Mary 2

Am vergangenen Wochenende hat es mich kurzerhand nach Hamburg gezogen, denn dort fanden einmal mehr die (ich glaube 2-jährigen) Cruise Days statt. Für dieses Ereignis selbst war leider die Zeit zu knapp bemessen. Aber immerhin gab es die Möglichkeit, die Queen Mary 2 einmal live zu sehen.
Ich hatte zuvor noch nie ein Kreuzfahrtschiff gesehen und war sehr gespannt, wie groß die Dinger tatsächlich sind.

Es galt, in einer regelrechten Mammut-Tour, insg. 1.200 km zurückzulegen (hin und zurück). Da die QM2 morgens zwischen 7 und 9 Uhr einlaufen sollte, hieß das: Abfahrt am Vorabend um 22 Uhr.
Der „geniale“ Plan, ein wenig vorzuschlafen schlug fehl. Am Ende war ich, als ich wieder zuhause war, insg. 36 Stunden am Stück wach.

Die Hinfahrt war ein Graus. So etwas hatte ich noch nie erlebt: auf fast 600 km quer durch Deutschland durchgehend Regen, Gewitter, Nebel… es war meine bislang anstrengendste Autofahrt.
Ankunft Hamburg um 4:15h. Erstes Ziel war die Speicherstadt. Diese wollte ich unbedingt noch bei Nacht sehen und ablichten. Das habe ich auch getan. In strömendem Regen… der Fernauslöser defekt (oder schon wieder die Batterie leer – der Sony Funkauslöser ist beschissen), keinen Schirm in der Hand und murmelgroße Regentropfen, die auf das Objektiv ballern… tja, der Schuß, auf den ich am meisten hinfieberte, schlug fehl…
DSC00944
Da ist fast das Bild mit den iPhone noch besser geworden… fast… 😀
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Nach einem kurzen Spaziergang im dann noch tröpfelnden Regen in der Speicherstadt, haben wir uns auf die Suche nach dem Kronprinzkai gemacht, an welchem die QM2 anlegen sollte – Ziel gefunden und gemerkt. Nun ging es darum, einen guten Aussichtspunkt an der Elbe zu finden, um das Schiff beim Einlaufen in den Hafen zu sehen.
Also sind wir eine gefühlte Ewigkeit die Elbchaussee hoch und runter gefahren – eine beeindruckende Kulisse… aber letztlich sind wir in Altona gelandet beim Museumshafen Oevelgönne und haben dort Wachposten bezogen.
Museumshafen Oevelgönne

Twister

Wir waren pünktlich dort. Ab 6 Uhr hieß es: warten.
Und um halb 9 dann die ernüchternde Nachricht: der Kahn ist schon um 5:30 eingelaufen und wir sind direkt aneinander vorbeigefahren.
Ein wenig entmutigt, enttäuscht und angefressen sind wir kurzerhand zurück Richtung Kronprinzkai gefahren in der Hoffnung, doch noch etwas von der QM2 zu erhaschen. Im Vorfeld hatte die Touristeninformation zu keinerlei Hoffnung Anlaß gegeben – alles sei so überfüllt und schwer zu erreichen… wie sich herausstellen sollte, war das glücklicherweise Bullshit.

Auf dem Weg zum Kai sind wir aber noch in den Genuß eines anderen Schiffes gekommen, das zwar kleiner als die QM2 ist, aber aufgrund der Lage neben einem Bürogebäude ein kolossaler Anblick war:
MSC Splendida
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Das Ding sah aus wie ein gelandetes Raumschiff.

Weiter ging’s… und plötzlich… Queen Mary 2!!
Die lag da einfach in einem Kai, der von allen möglichen Seiten aus zugänglich war. Nix mit Streß, keine Menschenmassen… einfach nur ein Schiff auf dem Präsentierteller.
Und ein schönes noch dazu 🙂
Queen Mary 2

Trockendock?

Dieses Schiff war noch größer als die Splendida – es ist wirklich beeindruckend, daß eine derartige Menge Stahl tatsächlich schwimmen kann. Ich war hin und weg.

Anschließend ging es noch einmal in die Speicherstadt für ein paar letzte Aufnahmen bei Tageslicht, bevor wir dringend die Rückfahrt antreten mußten, sollte es nicht zu stressig werden… was sowieso schon passieren konnte.

Teehandelskontor

St. Annen

Die Speicherstadt ist wirklich wunderschön und völlig zurecht ein UNO-Denkmal. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, die sich extrem gelohnt hat.

Die Rückfahrt war dann zwar nicht verregnet, aber aufgrund der relativen Strapazen bis dahin schon sehr anstrengend.
Wieder daheim hat es keine zehn Minuten gedauert, bis ich eingeschlafen war.

Hamburg – jedenfalls den kleinen Teil, den ich besichtigen konnte – hat mir sehr gefallen und ich möchte auf jeden Fall noch einmal hin.
Bis dahin: Moin Moin 🙂

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