Ein Tagestrip nach München

Schönen Sonntag allerseits 🙂

Gestern hat es mich nach München gezogen. Beim letzten Tagesausflug hat die Zeit nur gereicht für den Olympiapark; dieses Mal sollte es die Innenstadt sein. Insbesondere standen auf dem Programm die U-Bahn-Station am Marienplatz, der Königsplatz und die Asamkirche.

Ein Besuch in der Pinakothek der Moderne scheiterte einerseits aus Zeitgründen, andererseits am Eintrittpreis. 10 Euro pro Person waren dann doch etwas heftig, ohne auf die Schnelle genau zu wissen, was einen erwartet und ob es gefällt. Die Architektur im Inneren gepaart mit der Kunst hätte ich mir zwar ganz gerne angesehen, aber… meine Begleitung zeigte hier weniger Interesse, und 10 Taler sind für einen raschen Test einfach zuviel.

Leider mußten dann auch kurzentschlossen der Viktualienmarkt und der Englische Garten auf das nächste Mal verschoben werden.
Aber: München ist von Weinheim/Mannheim jetzt nicht so weit weg. Nach den letzten beiden Touren nach Hamburg war das echt ein Kinderspiel 😀
Und wenn die ganzen Baustellen (unzälige) und die sinnfreien Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht wären, könnte man die Strecke locker in 2,5 Std. schaffen. Sei es drum. 3 Stunden waren auch nicht schlecht 😉

München. Eine in der Tat schöne Stadt. Beeindruckend fand ich besonders, daß so viel an alter Bausubstanz erhalten ist. Spätbarock und Klassik und dieser (keine Ahnung, wie ich es nennen soll) Neo-Romanismus, Romanik, Rennaisance sind durchaus interessant, abwechslungsreich und chic. Daß man zwischen diese schönen Bauten wiederum die allseits bekannten Bausünden gepackt hat, scheint eine deutsche Spezialität zu sein, dem Schönen eine horrible Nützlichkeit hinzuzufügen, damit man nicht vergißt, daß man nicht nur zum Spaß auf der Welt wandelt. Ein Problem, mit dem alle Städte hierzulande zu kämpfen haben.

Das Parkhaus am Marienplatz (Rindermarkt) war ein Abenteuer für sich alleine. Ich habe noch nie ein so beschissen schlecht geplantes und gebautes Parkhaus erlebt. Nicht einmal in Heidelberg. Unsere 5 bis 6 Stunden Aufenthalt haben dann 21 Euro gekostet. Schönen Gruß nach München: Geht’s noch??!!

Auch ist München ziemlich überfüllt. Hier merkt man deutlich die straffere Bevölkerungsdichte im Vergleich zu Hamburg.
München hat ca. 1,4 Mio. Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von ca. 4.600 Einwohnern pro km2; Hamburg hat etwa 1,7 Mio. Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von ungefähr 2.300 Einwohner pro km2.
So waren die beiden Ausflüge nach HH sehr entspannt, weil sich all die Leute plus Touristen ziemlich gut verteilten – es wirklich nie voll. In München hingegen war rempeln angesagt.
Da nun die Eindrücke von beiden Städten relativ frisch sind… sorry, München, aber Hamburg finde ich schöner 😉

Das erste Ziel war natürlich, wenn man schon am Rindermarkt parkt, der Marienplatz. Schade war nur, daß an diesem Tag inmitten des Platzes eine Absperrung aufgebaut war und später irgendeine Partei ihr hohles Gesülze über den Platz posaunte. Das Rathaus ist ein beeindruckendes Bauwerk – ich war als Teenie zuletzt hier und konnte mich nur noch vage an München erinnern. Insgesamt sieht man der Stadt an, daß sie teuer ist und Reichtum anzieht. Speziell in der Altstadt jedenfalls. Der Verkehr ist aber genauso chaotisch wie in anderen alten Stadtkernen auch.

So seltsam es klingen mag, aber mich hat vor allem die U-Bahn-Station am Marienplatz interessiert, die ich auf schon Photos im Netz lange vorher gesehen hatte. Und hier sind dann auch meine ersten Aufnahmen entstanden:

Subway Playground

Walking Mary

Dieses Röhrensystem aus orangenen Fliesen mit dem harten Charme der 70er ist einfach irgendwie geil 😀
Momentan finden dort viele Umbaumaßnahmen statt, sodaß leider nicht alles zugänglich war.

Nach einer heißen Schokolade in einem Café am Platz legten wir einen kurzen Stopp ein im Apple-Store. Ich war noch nie einem und wollte das einfach mal sehen… der in der Münchener Innenstadt ist aber ziemlich klein und war dermaßen überheizt und voll, daß wir es da drin nicht lange ausgehalten haben; und besonders aufregend war es auch nicht – die „Bedienung“ war aber sehr gut.

Anschließend haben wir uns ein wenig die Innenstadt angesehen und u.a. auch die Frauenkirche, die ich persönlich mir dann doch etwas spektakulärer vorgestellt hatte… das Ding ist nett, aber ziemlich langweilig.

Frauenkirche

Von hier aus sind wir zu Fuß zum Königsplatz gegangen (ca. 1,5 km):

Königsplatz

An manchen Stellen in München konnte man sich mit etwas Phantasie ausmalen, wie es wohl im antiken Rom zugegangen sein mußte und an manchen Stellen evtl. ausgehen hat (ich war leider auch noch nie in Rom… – daher mag der eine oder die andere vielleicht über meine (TV?)-Phantasie schmunzeln).

Von hier aus sind wir dann rückwarts Richtung Marienplatz und haben was gegessen, um anschließend gestärkt ein wahres Wunderwerk an Kirchenbau zu besichtigen: die sog. Asamkirche, die offiziell eigentlich St.-Johann-Nepomuk-Kirche heißt und von den Gebrüdern Asam gebaut und ausgeschmückt wurde. Asam ist auch in Mannheim ein Begriff, denn dieser hat u. a. im Mannheimer Schloß gewirkt und die Jesuitenkirche ausgemalt zu Zeiten der Kurfürsten Karl-Friedrich und Karl-Theodor. Nach dem Aussterben der Wittelsbacher Linie in Bayern ging die bayrische Erbfolge an Karl Theodor über, der damit dann „Herr der sieben Länder“ wurde. Mannheim wurde als Herrschaftssitz aufgegeben und der Fürst zog samt Mann und Maus nach München.
Hierzu gibt es übrigens eine (unbestätigte?) Legende: der Kurfürst hat bei seinem Umzug auch seinen Mannheimer Hofbäcker mitgenommen und dieser soll dann in München den Leberkäs erfunden haben.

Hier nun die Asamkirche:

Asamkirche

Die restlichen Aufnahmen gibt es wie immer bei Flickr und ein paar Nebenshots auf Instagram (s. rechte Leiste).

Die Aufnahmen sind sämtlich entstanden mit der Sony A7s und dem Sony/Zeiss 16-35mm f/4.

——–

Sony Alpha 7s nur Gehäuse (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) schwarz

Sony Vario-Tessar T 16-35mm f4 Objektiv (72 mm Filtergewinde) schwarz

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7 Antworten zu “Ein Tagestrip nach München

      • Da nich für… München ist eigentlich schon fast mein zweites Zuhause. 🙂 Auch was die Bilder vom U-bahnhof angehen: Ich gehe da rein, stelle mein Stativ auf und schaue mich erst mal um, ob auch wirklich niemand da ist… überall vermute cih Videokameras, was mich dann wieder dazu veranlasst unverrichteter Dineg abzuziehen. Ich weiß – blöd – aber so ist es nun mal. Ein schönes Bild gibt übrigens der U-Bahnhof Hasenbergl ab. Wie ein großes Segel empfängt er Dich und je nach Perspektive, wie weit Du die Treppe runter gehst, gibt es ständig ein neues Bild… Aber auch sonst – München ist einfach Bild-schön.. .-)

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      • Ich hatte Glück am Samstag, es sind immer ein paar ausgestiegen, und erst als es fast leer war, habe ich die Aufnahme gemacht. Aber ohne Stativ 😉

        Ich habe heute interessehalber bei Flickr mal nach U-Bahnstationen in München gesucht; da gibt es in der Tat noch einige, die sehr sehenswert sind.

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