Vor 10 Jahren: Sony kauft Minolta

So ganz stimmt die Überschrift nicht, denn Sony hat nicht Minolta, sondern nur deren Kamerasparte gekauft. Konica Minolta gibt es freilich immer noch, aber sie sind eigentlich „nur noch“ in den Sparten Bürogeräte, Industrie, Planetarien und Medizintechnik usw. tätig. Den „optischen Bereich“ haben sie also eigentlich gar nicht so sehr verlassen.

Das Minolta-Logo war für mich schon als Kind ein ganz wunderbares – ich weiß bis heute eigentlich gar nicht so recht, warum, aber die Marke hatte mich immer fasziniert.
Bildquelle: Wikipedia Es mag eine unbewußte Indoktrination durch meine Eltern gewesen sein, die selbst eig immer alles von Minolta hatten (von einer kleinen Minox-Leidenschaft einmal abgesehen… und dem Blaupunkt-Wahn meines Vaters 😀 )

Minolta war übrigens fast seit Anbeginn ein deutsch-japanisches Joint-Venture, wie man es heute formuliert. Also eine Kooperative. Und bevor ich mir jetzt einen absabble: hier ist, was die Wikipedia dazu hat:

Minolta war einer der ältesten Kamerahersteller Japans. Die Unternehmensgeschichte reichte zurück bis ins Jahr 1928, als Kazuo Tashima am 11. November 1928 das Nichi-Doku Shashinki Shōten (日独写真機商店, „japanisch-deutsches Kamerageschäft“) gründete. Im Juli 1931 wurde das Unternehmen in Molta KG („Mechanismus, Optik und Linsen von Tashima“) umbenannt und der Markenname Minolta („Mechanismus, Instrumente, Optik und Linsen von Tashima“) registriert. 1937 erfolgte eine weitere Umbenennung in Chiyoko (Chiyoda Kogaku Seiko Kabushiki Kaisha) beziehungsweise Chiyoda Kogaku. Erst seit Juli 1962 wurde allerdings die Bezeichnung Minolta Camera Company (Minolta Kabushiki Kaisha) auch als Firmenname genutzt.

Auch mit Sony bin ich seit meiner Kindheit sehr verbunden. Ich hatte einen der ersten Walkman, mein erstes Kassettendeck war von Sony, mein erster CD-Player, ich habe alle 4 PlayStation und eine PSP, mein Fernseher ist von Sony und natürlich meine Kameras. Für mich war der Verkauf von Minoltas Kamerageschäft an Sony also schon ein wenig traurig, hat mich aber letztlich sooo sehr getroffen – was sowieso ein wenig albern ist, da es nur um Konsumgüter geht… aber so sind Menschen eben, sie hängen an sowas. Und das, obwohl Minolta eigentlich nie so richtig zu den wirklich Großen gehörte oder die besten Produkte im Angebot hatte – Minolta war eher eine Einsteiger-Marke. Erst sehr spät – und viele sagen: deutlich zu spät – hat sich Minolta auch dem Profimarkt zugewandt und z. B. Objektive für hohe Ansprüche entwickelt, Stichwort: „Weißer Riese“.
Aber, auch das sollte nicht unerwähnt bleiben: Minolta hatte auch eine der erfolgreichsten Spiegelreflex-Kameras im Start, nämlich die X-700. Ich meine sogar, daß es die am längsten und erfolgreichsten produzierte SLR jemals ist.

Sony hat auch das A-Bajonett und die Bezeichnung „Alpha“ von Minolta für die Kameras übernommen; zwar liegt das Hauptaugenmerk heute auf dem neuen E-Bajonett für die spiegellosen Kameras, das A, bzw. das Alpha ist aber geblieben.
Und so ganz allmählich entwickelt sich das Alpha-System endlich zu einem ernsthaften Konkurrenten für die alten Platzhirsche Canon & Nikon.

In diesem Sinne: auf geht’s, Sony!! 🙂

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