Canon’s neuer Allrounder ist da: EOS 5D Mark IV

Gestern hat Canon seine neue Allround-Kamera und Nachfolger seines erfolgreichsten Modells vorgestellt.

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Die Canon EOS 5D Mark IV kommt mit folgenden Features:

  • 30,4 MP-Sensor
    4K-Video
    GPS
    61 AF-Punkte
    ISO 100–32.000; erweiterbar auf 50–102.400
    7 fps
    Digic 6+ Prozessor
    DualPixel RAW
    WiFi
  • Kosten soll das ganze (ohne Objektiv) 4.065 Euro – die Kamera kann ab sofort bei Canon vorbestellt werden.

    ——–

    Kommentar:

    Nun, überraschen tut die Kamera nicht mehr und was man nun liest, ist fraglos die einfache Evolution des Erfolgmodells 5DIII. Die Produkteigenschaften sind solide, hauen jetzt aber niemanden mehr vom Hocker – denn Sony und Nikon sind diesbezüglich schon länger mit vergleichbaren Produkten auf dem Markt aktiv. Die 5DIV wird sicherlich eine sehr gute Kamera sein, die von Canons Anhängern begeistert aufgenommen werden wird – vor allem, weil diese nun wirklich lange genug auf ein Update haben warten müssen.

    Muß man das neue Modell haben? Nun… das muß letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Es wird sich zeigen müssen, ob Canon in Sachen Dynamikumfang und High ISO den beiden größten Konkurrenten endlich das Wasser reichen kann – ansonsten werden viele wohl bei ihrem Arbeitspferd Mark III bleiben. Die 10 MP mehr sind nett, hauen aber niemand vom Hocker und sind nicht wirklich das entscheidende Kaufargument, solange man für 1.000 Euro mehr 50 MP bekommt und für 1.000 Euro weniger eben 20 MP. Man sieht, daß Canon die Kamera zwischen den beiden (Mark III und 5D(s)) platziert hat – davon abgesehen ist der Preis schon ziemlich schon ziemlich happig, wenn man sich überlegt, was man bei Sony und Nikon für so viel Kohle bekommt. Eine D810, D750 oder eine A7rII leisten gleiches oder mehr und sind deutlich günstiger zu haben. Es kann aber auch sein, daß der Preis kurzfristig noch fällt.

    Natürlich ist diese Kamera aber sinnvoll und die logische Weiterentwicklung – sie wird selbstverständlich die 5DIII verdrängen und ersetzen und erweitert Canons Portfolio nun endlich um das lang ersehnte Produkt, das eben – in Sachen Technikevolution – noch gefehlt hat.
    Bei 4.000 Euro sind allerdings wirklich ein stolzer und selbstbewußter Preis.

    Edit (28.08.2016):
    Der Preis scheint wohl bei ca. 3.500 Dollar zu landen, was noch immer relativ sportlich ist.
    Einige Dinge stoßen etlichen Anwendern jetzt schon auf:
    – es gibt schon wieder kein Klapp-Display. Dafür ist es wenigstens ein Touchscreen.
    – Aufnahmen bei 4K werden einem 1,76x Crop-Modus ausgeführt, was diesen 4K-Modus als völlig sinnlos erscheinen läßt
    – die 4K-Dateien sind nicht besonders gut komprimiert, sodaß 1 Std. in 4K satte 220 Gigabyte verschlingt. Bei der Konkurrenz sind es ca. 40 GB.

    Als besonders positiv fällt auf:
    – der AF
    – das DualPixel-RAW (hier kann man ggf in der Nachbearbeitung den Fokus leicht verschieben, was allerdings ein Feature ist, das nur mit Canons hauseigener Bearbeitungssoftware funktioniert, die niemand benutzt, weil sie ziemlich unpraktisch ist.

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