Wie sichert Ihr Eure Daten?

Derzeit beschäftigt mich wieder ein recht umfassendes Thema: die Datensicherung.

Bereits vor längerer Zeit habe ich mir eine DiskStation zugelegt, auf der all meine Photos gespeichert werden.
Ausgewählte Bilder und Ordner finden zusätzlich noch in Dropbox ihren Platz.
Meine Musik wächst und gedeiht zusammen mit all den Filmen, die ich bei iTunes kaufe, auf einer externen 3,5“ Festplatte von Western Digital.
Auch die Time Machine läuft über eine externe HDD via USB.
Zusätzlich nutze ich den Dienst „Livedrive“, einen externen Anbieter für unbegrenzten Speicherplatz im Vereinigten Königreich. Hoffentlich bleiben die auch nach dem Brexit bei den hohen Datenschutz-Standards. Hier war ich zuvor bei einem Anbieter in den USA, das wurde mir dann aber doch zu heikel, auch wenn ich nicht wirklich etwas zu verbergen oder große Geheimnisse habe.
Zur kurzfristigen Weitergabe von Photos nach Shootings oder dergleichen, nutze ich den Service box.com

Die DiskStation von Synology funktioniert soweit eigentlich recht zufriedenstellend. In ihr sind zwei Festplatten mit je 3 TB Speicherplatz verbaut, die in einem RAID-System laufen. Der Vorteil ist: fällt eine Platte aus, kann sie im laufenden Betrieb einfach ausgetauscht werden. Der Nachteil ist, daß Fehler auf der einen Platte automatisch auf der anderen Platte gespiegelt werden.
Die Software des Servers ist eigentlich recht einfach zu bedienen, auch wenn es selbst für mich als gewohnten Nutzer (mit Rechnern) anfangs etwas ungewohnt war.
Man kann die Software so einstellen, daß sie sich von alleine immer wieder auf dem neuesten Stand hält; auf dem Mac ist es dann aber so, daß für den Installationsvorgang die Laufwerke ausgeworfen werden (also auf dem Schreibtisch am Rechner). Das Wiederverbinden der Laufwerke bzw. des Servers ist leider seit einigen Monaten nicht mehr ganz so einfach. Seit Apple auf Mavericks und Co umgestiegen ist, funktioniert das bei mir nicht mehr richtig und ich muß jedesmal über den Finder „Verbinden als“ wählen, um mich dann per Nutzername und Kennwort wieder am Server anzumelden.

Für den Betrieb der NAS ist es wichtig, entsprechende Laufwerke zu verwenden, die einen 24/7-Betrieb erlauben. In meinem Fall sind das Western Digital Red-Festplatten. Die Dinger sind inzwischen allerdings auch schon zu Dreiviertel voll. Was allerdings auch daran liegt, daß ich jede noch so verkackte Version eines Bildes abspeichere. Das muß ich mir dringend abgewöhnen.
Die Preise für die Erker sind eigentlich ok, und die für die Festplatten ändern sich ja auch ständig – aber ganz günstig ist das nicht; die Qualität stimmt aber vor allem bei Synology, wie mir scheint.
Wer es kapiert – also versiert genug ist – kann mit der Synology auch seine eigene Cloud einrichten, bzw. auf diesem Server seine eigene HP betreiben etc.

Die Dropbox bietet hier relative Sicherheit, ist aber vom Platz her recht begrenzt und der Service in meinen Augen auch nicht ganz günstig. Derzeit habe ich 1 TB Online-Spiecher dort gebucht. Dieses Modell nennen sich „Dropbox Plus“ und kostet 10 Euro pro Monat. Der nächsthöhere Tarif hieße dann „Dropbox Business“ und wird zusätzlich pro Nutzer entlohnt, bietet dafür dann aber 2 TB an Speicherplatz.
Dropbox belegt im Übrigen auf jedem Rechner Speicherplatz, sobald die Software installiert wurde – das ist Voraussetzung für das Synchronisationskonzept der Dropbox. Wer das nicht will, muß auf das Webinterface zurückgreifen.

Musik und Time Machine laufen, wie gesagt, ebenfalls auf je 3 TB Western Digital Festplatten via USB.

Livedrive macht einen sehr guten Eindruck. Die Anmeldung ist einfach und schnell durchgeführt und die Software sehr einfach zu bedienen. Der Upload eines Rechners dauert logischerweise seine Zeit – in meinem Fall wird das wohl mindestens 2 Wochen in Anspruch nehmen.

Die Preise sind fair und in Anbetracht des immensen Umfangs sehr gut. Um den einen PC/Mac zu sichern (mit unbegrenztem Speicherplatz) sind nur 6 Euro pro Monat fällig. Die sich ändernden Dateien werden dann immer auf dem aktuellen Stand gehalten. Was ich noch nicht rausbekommen habe ist, ob sich auch komplette Laufwerke sichern lassen, bislang habe ich es nur geschafft, einzelne Ordner in die Liste der zu sichernden Objekte aufzunehmen – das ist bei mehreren 1.000 Ordnern Musik und Photos natürlich ein No-go. Mal sehen, ich habe Livedrive heute angeschrieben, ob und wenn ja, wie das möglich ist – mal sehen, ob ich eine Antwort bekomme.

Update:
Das nenne ich eine schnelle Reaktionszeit. Livedrive hat mir heute noch per eMail geantwortet – die Antwort ist leider nicht befriedigend, leuchtet aber dennoch ein.

Hier der Original-Text:

Hi,

Thank you for contacting Livedrive Technical Support.

The client does not allow you to backup the root of a drive as this usually contains hidden system files that we do not recommend to be uploaded. As a workaround so that any new folder you create gets uploaded without having to manually select it again is that you create a new folder at the root of the drive and then move all other folders into this newly created folder, then once you’ve done that you mark this folder for backup.

Hopefully we have answered everything you needed, if you need further information please do let us know.

Regards

Livedrive Support

Auf Deutsch heißt das in etwa, daß man diese Art der Speicherung (komplettes Laufwerk) aus Sicherheitsgründen nicht anbietet, da sich oft versteckte, nicht sichtbare Systemdateien auf den Festplatten befinden. Man empfiehlt, die Ordner auf den externen Laufwerken in einen einzigen zu verschieben und diesen dann zu sichern.
Nun, das ist für mich derzeit nicht praktikabel, da das einen doch recht pfriemeligen Aufwand bedeuten würde, gerade bei iTunes und Lightroom die Bibliotheken zu verschieben, abzuändern oder dergleichen mehr. Da muß ich mir was anderes einfallen lassen bzw. wenigstens für die Sicherung der Photos weiterhin auf die Dropbox setzen und den Dropbox-Ordner dann in Livedrive zu sichern.

Nebenher benutze ich, wie gesagt, noch box.com, um für einen gewissen Zeitraum Bildordner freigeben zu können. Gerade den Freigabemodus bei box.com finde ich sehr komfortabel und einfach gelöst. Zwar gibt es hier in der kostenlosen Variante nur 50 GB Speicherplatz, dieser reicht aber für das, was ich damit machen will, mehr als aus. Die maximale Dateigröße beträgt hier 250 MB – wer also auf mehr angewiesen ist, muß einen Premiumtarif buchen oder eben auf andere Dienste oder die eigene Cloud ausweichen. Wie auch bei eigentlich allen anderen Anbietern, gibt es bei box.com Apps für alle gängigen mobilen Endgeräte.

So, das war es erst einmal von meiner Seite. 🙂
Wie löst Ihr das ganze?

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