Damhirsch

Damhirsch

Aufgenommen mit der Sony A7 II und dem Sigma 150-600mm Contemporary im Käfertaler Wald in Mannheim.

Auf meiner Facebookseite finden sich noch weitere Aufnahmen.

 

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Seerose

Seerose

Aufgenommen mit meinem neuen Sigma 150-600mm C im Luisenpark Mannheim.
Ein Bericht zum neuen Objektiv folgt noch, sobald ich es ausführlich habe nutzen können. Ich kann aber schon jetzt sagen, daß die Linse von der Bildqualität her sehr gut ist, aber auch sehr schwer in der Handhabung; und der AF (Canon-Version via MC-11-Adapter an der Sony A7 II) war heute eine Katastrophe, ich mußte eigentlich fast alles manuell machen. Aber mal abwarten. War heute der erste Einsatz, und ich muß noch lernen, mit diesem Riesenbrocken umzugehen.

Nikon zeigt ungewohnte Arroganz – oder doch nicht?

Gerade erst habe ich in einem anderen Artikel Nikon als eigentlich sympathisches Unternehmen gewürdigt, da wird auf der chinesischen Weibo-Seite ein Interview mit Goto Teng von Nikon veröffentlicht, in dem dieser eine durchaus arrogante Äußerung macht. zunächst bestätigt er, daß die sich in Entwicklung befindende spiegellose Systemkamera eine Vollformatkamera sein wird. Anschließend gibt er an, er möge das Design der Sony-kameras nicht und daß echte professionelle Photographen keine Kameras von Sony, Fujifilm und Olympus nutzen würden.

Na hoppla. Was ist denn da los?
Ist das der peinliche Versuch, aggressiv Werbung zu betreiben? Solche saublöden und unqualifizierten Aussagen würde man von den anderen drei Herstellern wohl eher nicht vernehmen. Steht Nikon vielleicht wirklich schon so nah am Abgrund, daß sie aus reiner Verzweiflung zu solchen Mitteln greifen?

Es könnte allerdings auch sein, daß die einzelnen Seiten, die über diesen „Vorfall“ berichten, einer sog. „Fake News“ aufgesessen sind. Bspw wird in den Kommentaren auf mirrorlessrumors.com heftigst diskutiert, weil der Artikel der Seite keine rechte Übersetzung aufweist und auch sonst angeblich in dem Interview diese fragwürdigen Sätze niemals gefallen sein – und Teng gar nicht mehr bei Nikon arbeite und sich wesentlich zurückhaltender geäußert habe, nämlich daß FALLS Nikon eine spiegellose Systemkamera entwickle, diese dann höchstwahrscheinlich eine Vollformatkamera sein wird. Allerdings sind auch die Kommentare größtenteils extrem schwachsinnig. Wie das eben im Netz so ist.

Auch Sonyalpharumors.com hat hier nicht weiter recherchiert, sondern einfach kopiert.

Und dann wäre da noch die renommierte Seite dpreview.com, welche das Interview durch den Google-Übersetzer gejagt hat. Dort heißt der Mann auch Tetsuro Goto und arbeitet noch bei Nikon.
Solange niemand Japanisch kann und man irgendwo tatsächlich hören kann, wer was wie gesagt hat, dürften berechtigte Zweifel angebracht sein, daß an diesem ganzen Hokuspokus was dran ist.
So gibt es im Netz nun wieder allerorten einen Riesenbohei, obwohl absolut niemand bestätigen oder dementieren kann, ob dieses Interview so tatsächlich stattgefunden hat, die Aussagen so getroffen worden sind, etc etc etc. Nur der Herr Goto kann das eigentlich aufklären, hat er aber meines Wissens bislang nicht. Ist ihm wahrscheinlich auch zu blöd. Oder es ist doch wahr und er schämt sich berechtigterweise. Wer weiß…?

Aber solche Meldungen sind einmal mehr der Beweis dafür, daß man besonders im Netz unheimlich aufpassen muß, was man glauben will und was nicht. Fundierte Fakten liefern meistens nur echte professionell journalistisch organisierte Seiten und nicht irgendwelche Blogs und Hobbyseiten, die im Grunde nichts anderes tun, als den Dödelkram anderer zu kopieren und nachzuplappern.

In diesem Sinne: bleibt kritisch. 🙂

Fundstück: Auf dem Gipfel der Dummheit

Heute morgen wurde mir von einem Freund ein Artikel bei Telepolis von heise-Verlag übermittelt, der einmal mehr beweist, wie schnell man sich lächerlich machen kann, wenn man sich mit einer bestimmten Materie nicht auskennt, sich aber – aus welchen Motiven auch immer – bemüßigt fühlt, sein Maul aufzureißen. Dumm gschwätzt is schnell, gell?

Daher, ohne weitere Umschweife, hier der sehr lesenswerte Artikel. Anfangs dachte ich, das sei Satire. Ist es aber leider nicht.

Ist Fotografie grundsätzlich rassistisch?

Quo vaditis Nikon und Canon?

Der DSLR-Markt schrumpft. Der DSLM-Markt wächst. Beide Märkte haben ihre Vertreter und stehen sich derzeit kaum im Wege. Irgendwie jedenfalls. Denn Canon und Nikon verschlafen irgendwie die Zukunft der Photographie. Währen Canon, Nikon und Pentax vor allem auf klassische Spiegelreflexkameras mit ihren massiven, wuchtigen Kameras setzen, so bedienen Sony, Fujifilm und Olympus den Markt der spiegellosen Systemkameras – mit beachtlichem Erfolg. Ja, der spiegellose Markt ist noch immer deutlich kleiner, wächst aber (wieder) und unaufhörlich und gräbt den anderen drei immer weiter das Wasser ab. Daß von heute auf morgen Gesamtmarktanteile nicht einfach umgekehrt werden können, versteht sich von selbst – jedoch steht vor allem Sony im Fokus, die mit immer weiteren echten Innovationen von hinten den Markt aufrollen, während Canon und Nikon mit offenen Mündern im Off sitzen, der Show zusehen und scheinbar wie gelähmt mit ihrer langweiligen Evolution des ewig gleichen wie die Lemminge dem Abgrund entgegenkriechen.

Das war lange Tradition im Land der bildgebenden Elektronik. Langsame Entwicklung, minimaler Fortschritt. Einfach mal ein wenig die Megapixel erhöhen oder die Serienbildgeschwindigkeit, dann halten die Kunden schon die Fresse und sind zufrieden.
Tja, war wohl nix. Gerade bei Canons „neuer“ EOS 6D II sieht man das sehr deutlich. Von den Daten her ist das eine Kamera aus dem 2014, vorgestellt 2017. Ja, es soll eine Einsteiger-DSLR im Vollformat sein… das sind Sonys A7II und bald A7III aber auch. Und da hagelt es regelmäßig echte Innovation/Revolution, statt öder Evolution. Das gleiche gilt für Nikon. Da wird eine D850 vorgestellt, die ganz fraglos eine tolle Kamera ist. Aber auch hier sehen wir nur ein wenig Evolution – die ist zwar feiner und sinnvoller als bei Canon (auch eine 5D Mark IV und eine 5DSr sind total langweilige Updates, die fast niemand braucht, jedenfalls nicht so), aber es fehlt der echte Kick. Megapixel erhöht (Sony-Sensor), ein paar Features verbessert, 4K endlich eingebaut und, hurra, der Bildschirm läßt sich endlich klappen. Ganz toll. Brav.

Wer sich hingegen Sonys Produktvorstellungen ansieht, bspw. wie bei der A9, der merkt relativ schnell, warum immer mehr Photographen (Amateure, wie Profis) zu Sony wechseln. Und selbst den DSLR-Markt bedient Son nebenbei noch mit der A99 II, die in Sachen Ausstattung und Leistung die drei anderen locker übertrifft.

Canon und Nikon arbeiten angeblich nun endlich ebenfalls an spiegellosen Systemkameras. Im Falle von Canon habe ich Bedenken, daß da was brauchbares dabei rauskommt, die haben mit den ersten Gehversuchen schon bewiesen, daß sie es nicht können. Nikon will laut eigenem Bekunden voll angreifen und eine Herausforderung abliefern – wann das sein soll, weiß aber noch niemand. Man rechnet mit ersten Daten irgendwann in 2018. Nikon ist auf jeden Fall das sympatischere Unternehmen – finde ich jedenfalls – und so ein Urgestein der Photographie zu verlieren, wäre wirklich schade. Auch Canon ist eigentlich DIE Photographie-Instanz, sackt aber immer weiter ab und macht sich immer unbeliebter, vor allem bei den eigenen, bislang noch treuen Kunden.

Während also die einen drei reflexartig Kameras auf den Markt werfen, damit halt wieder welche da sind, überlegen sich die anderen drei immer neue Konzepte, entwickeln die Sensoren konsequent weiter und kümmern sich um die Kunden – sie hören ihnen zu.

Nun heißt es abwarten. Nikons erste echte Gehversuche mit einer Vollformat-DSLM erwarte ich mit großer, aber verhaltener Neugier. Canon is mir inzwischen ziemlich egal, die blamieren sich nur noch am laufenden Band.

Drucktest: Fotoheft von Saal-Digital

Hallo liebe Leser,

einmal mehr habe – nach den vergangenen Drucktests von Fotobuch und Wandbilder – ein Produkt von SaalDigital getestet: Das Fotoheft.

Das zu den anderen beiden Tests gesagte hinsichtlich der Software, gilt hier entsprechend, sodaß hiermit auf die o. g. genannten Artikel verwiesen sei.
Entscheidend war also nur noch die Druckqualität, und diese war – wie immer bis jetzt – einmal mehr überragend. Das Fotoheft wird mit Spiralbindung geliefert, das Cover erhält eine durchsichtige Kunststoffabdeckung. Das Papier (bei mir matt) ist schön dick und griffig und die Farben etc. kommen ganz wunderbar zur Geltung. Ich habe mich für eine quadratische Ausführung entschieden – wollte mal ein anderes Format ausprobieren und wurde nicht enttäuscht. Nach etwas Rumspielerei mit der Software (die sich wirklich wie ein kleines Layoutprogramm bedienen läßt) und dem Versuch, mal etwas kreativer bei der Gestaltung zu sein, bin ich mit dem Gesamtergebnis extrem zufrieden.

Inzwischen wurden auch die Seitenverhältnisse bei der Formatauswahl in der Software hinzugefügt – sehr gut!!
Insgesamt finde ich persönlich das Fotoheft sogar schöner und haptisch angenehmer als das Fotobuch – ist Geschmacksache. Hier werde ich sicher noch einmal noch einmal andere Formate, Größen und Umfänge anfertigen lassen. Wenn man sich die Bücher lieber ins Regal stellt, ist es natürlich besser, den Buchrücken beschriften zu können – solche Heftbindungen eignen sich dagegen besonders gut als „Auslegeware“ und lassen sich leichter blättern. Doppelseiten sehen natürlich nicht so gut aus – so hat jedes Format seine Vor- und Nachteile.

Fazit:
Saal-Digital hat einmal mehr seine überragende Qualität unter Beweis gestellt – und zudem auch noch extrem flott geliefert. Das gute Stück war nach nur einem Tag bei mir. Eins plus mit Stern.