Ich hasse „Focus by Wire“

Heute war ich – endlich mal wieder – in Sachen Milchstraße unterwegs. Und natürlich habe ich mein Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 dafür eingepackt (Bild s. nächster Beitrag).
Und ich muß sagen, daß ich von diesem schweineteuren Objektiv an diesem Abend doch ziemlich enttäuscht war.
Mit diesem – ‚tschuldigung – verkackten Focus by Wire ist das manuelle Fokussieren eine absolute Zumutung. Da hat man schon eine spiegellose Kamera und Focus Peaking und dann wird einem die Suppe mit solch einem Scheiß versalzen.
Sobald man auf MF umstellt und den Fokusring betätigt, aktiviert sich automatisch das Fokus-Peaking und die Lupenfunktion. Ansich nicht schlecht, man hat aber keinerlei Gefühl dafür, wo man nun gerade ist, denn alles funktioniert digital. Drehe ich schnell, fokussiere ich schnell; drehe ich langsam, fokussiere ich langsam; aber man sieht es nicht so gut, wie bei einem echten manuellen Fokus. Man spürt ihn nicht. Man sieht ihn nicht wirklich. Es ist einfach nur grauslig.

Ich habe ja inzwischen zwei solcher Objektive – neben dem 16-35mm noch das FE 55mm f/1.8.
Bei dem, was diese Dinger kosten ist eigentlich eine Frechheit, daß keine anständige manuelle Fokussierung möglich ist.

Beim AF sind sie super und die Abbildungsqualität ist klasse – aber daß weder ein Blendenring dabei ist, noch ein echter manueller Fokus, enttäuscht mich sehr.

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4 Allrounder im Vergleich: A99 II, K1, D810 und 5D IV

Anbei eine kleine tabellarische Aufstellung von 4 Allrounder-Kameras mit Vollformat-Sensor (Kleinbild) von Sony, Pentax, Nikon und Canon.

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Man kann, wie ich finde, ganz gut erkennen, daß sich Sonys neue A99II auf dem Papier hervorragend schlägt und mit den abgekündigten Features eigentlich sogar eine Nikon D5 oder eine Canon 1DX II antreten kann.

Canons neuester Wurf kann mit seinen Eigenschaften zwar auch endlich punkten, liegt aber irgendwie deutlich hinter den anderen zurück – vielleicht mit Ausnahme von Nikon, deren D810 bereits ein wenig in die Jahre gekommen ist – hier lohnt ggf ein paralleler Vergleich mit der D750, die aber deutlich niedriger auflöst.
Die Canon 5DIV wirkt als Konzept aber irgendwie halbherzig.

Pentax punktet eindeutig über den Preis – es gibt im Netz allerdings auch bereits etliche Videos, die der Pentax bescheinigen, eine ganz hervorragende Kamera zu sein mit noch vielen (kleinen) netten Eigenschaften, die man bei der Konkurrenz vergeblich sucht. Die knapp 2.000 Euro sind für diese Kamera jedenfalls eine absolute Kampfansage an die anderen großen drei.

Sony positioniert sein neues Flaggschiff ebenfalls weit oben – eben irgendwie zwischen den Allroundern und den High-End-Kameras. Vielleicht ist sie diesen in etlichen Punkten sogar überlegen. Man wird die Tests abwarten müssen. Es scheint aber, als sei Sony mit seiner A99II ein ziemlich großer Wurf gelungen – auch der Rest der Spec-Liste wirkt ziemlich beeindruckend und nicht zuletzt wird der BSI-Sensor wohl punkten.

Korrektur:
Die A99 II hat kein GPS.

Mein Flickr Pro-Account ist abgelaufen – und wird auch nicht erneuert

Seit einigen Tagen bin ich also kein „Pro“ mehr… ja sowas aber auch.

Flickr hatte ja vor einem Jahr die Pro-Accounts wieder eingeführt und sie dabei gleich mal doppelt so teuer gemacht.
Die Grafik unten zeigt, was man als Pro-Nutzer an Vorteilen genießt:

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Für 50 Öcken im Jahr bekommt man also:

– Advanced Stats on Photos
Nun, das habe ich ausprobiert, und um ehrlich zu sein: es ist voll für den Arsch. Ja, ich habe alle paar Wochen mal reingesehen, um zu sehen, wie viele Klicks ich bekommen habe, aber mehr geht mit diesem Mist auch nicht wirklich. Was man da geliefert bekommt, erhält man bei allen anderen Anbietern wie 500px oder YouPic schon in der kostenlosen Variante: viele Klicks insgesamt, pro Bild, waren Google-Klicks dabei… bla bla bla… relativ unnütz. Und bescheiden programmiert war es auch.

– Ad Free Browsing and Sharing
Hä? Ich hab auf meinen Seiten auch vorher nie Werbung gesehen… und wenn: wen juckt’s?

– Desktop Auto Uploader
Ein Programm für den Rechner, das schlechter funktioniert, als das Web-Interface. Prall.

– Save bla bla Flickr merchandise…
Hab ich nie gebraucht.

– 20% Rabatt für Adobe CC im ersten Jahr
Hab ich eh schon das Abo und nach einem Jahr ist auch teurer… bringt also null auf Dauer.

Bei solchen Sachen wundert es mich nicht, wenn sich tatsächlich einige (oder immer mehr) Leute von Flickr abwenden, denn das ist einfach Volksverarschung. Flickr ist – allen Querelen zum Trotz – zwar noch immer der beste Photo-Sharing-Dienst, aber das Abo-Modell ist voll für die Füße. Auch wenn ich das Gefühl hatte, daß man als Pro-Member öfter „in Explore“ gelandet ist, aber mal ehrlich… das ist mir keine 50 Euro wert, vor allem, weil man dafür nix weiter bekommt… keine Facebook-Posts, keine Aufmerksamkeit im Flickr-Blog, nix Instagram… Warum also soll ich für ein paar blöde, uninteressante Klick-Stats 50 Euro hinlegen?
Nein. Gefällt mir nicht.

Wenn der Platz ausgeht: Lowepro Nova 200 AW

Seit einiger Zeit stand ich vor einem kleinen Problem: ich hatte einen herausragend guten Photo-Rucksack und eine herausragend gute Photo-Tasche. Beide von Lowepro (Lowepro Nova 180 AW & Lowepro Flipside 400 AW). Aber: wenn ich den Rucksack nicht mitnehmen wollte, weil er mir zu unflexibel war, konnte ich auch meine Tasche nicht benutzen, weil sie zu klein war.

In den Rucksack passen zwei Kameras mit Objektiv (je nachdem, wie man ihn aufteilt) + weiteres (Objektiv-)Zubehör.
In die Tasche passen max. 2 Kameras mit Objektiv und dann nur noch begrenzt Zubehör.

Mein Luxusproblem: Ich wollte drei Kameras mit Objektiv unterbringen, um schnell wechseln zu können und so noch immer sehr mobil und flexibel sein.
Die Lösung: Lowepro Nova 200 AW


(Bildquelle: Amazon.de)

Irritiert mußte ich eben feststellen, daß es diese (sorry) saugeile Tasche nur noch für einen begrenzten Zeitraum zu geben scheint, denn auf der Lowepro-Homepage ist nur noch die 180er zu finden.

Der Größenunterschied ist enorm, obwohl zwischen den beiden Taschen (180 & 200) nur wenige Zentimeter liegen.

In der 200er haben nun Platz:
1x Sony A7II mit Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
1x Sony A7II mit Minolta AF 80-200mm f/2.8
1x Sony A7s mit Sony/Zeiss FE 55mm f/1.8
1x Samyang 85mm f/1.4

Daneben sind noch einige Reflektoren drin, Filter, ein Blasebalg, ein Linsenreinigungsset von Zeiss, eine kleine Taschenlampe, Speicherkarten, Selbauslöser, Ladegerät… und und und…

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Die Tasche ist, wie auch die anderen Produkte von Lowepro, die ich habe, hervorragend verarbeitet, besitzt ein wirklich wetterbeständiges Material und einen integrierten Regenschutz, den man bei Bedarf über die ganze Tasche stülpen kann, ohne dabei den raschen Zugriff auf das Innenleben zu verlieren.
Der Boden ist verstärkt und mit Gummistreben versehen, sodaß die Tasche sicher steht, ohne ggf den Inhalt zu beschädigen.

Und das ganze für „schlappe“ 80 Euro.
Für solch eine Qualität und Größe verlangen andere deutlich mehr und leisten deutlich weniger.

Ich bin schon von den beiden anderen „alten“ Produkten total begeistert gewesen, da die Verarbeitung und das System der Produkte einfach überragend sind. Vor allem der Rücksack mit seinem Hauptfach auf der Innenseite (plus „Bauchladen“) ist ein geniales Konzept.

Die Taschen sind für sich genommen extrem leicht und dennoch sehr robust; perfekt, um die o. g. Ausrüstung mitzunehmen und immer noch einigermaßen leicht unterwegs zu sein. Natürlich wiegen drei spiegellose Systemkameras plus Objektive schon einiges – vor allem wiegt das Minolta eine gefühlte halbe Tonne. Aber wenn schon, dann so.

——–

Amazon-Shopping-Links zu den o.g. Produkten:

Lowepro Nova 200 (bzw. 180)
Lowepro Flipside 400

Drucktest: Nachtrag zu myposter und PosterXXL

In den vergangenen Wochen habe ich mir noch einmal zwei Photos bei myposter.de und PosterXXL drucken lassen.

Beide Dateien wieder von Sony A7s (12 Megapixel) – es geht um diese beiden Aufnahmen:

Im Land der Bäume

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Das eine hat Abmessungen von 60×90 cm (obere – 3:2), das andere 80×45 cm (untere – 16:9).

Die Druckqualität ist bei beiden gut, die Holzrahmen auch; bei myposter mußte ich wieder eine Hängevorrichtung an den Rahmen schrauben, was mich wieder ziemlich genervt hat. Viel schlimmer aber war, daß das Bild nicht richtig eingefaßt ist. Es wellt sich sehr deutlich hinter dem Glas, was man jedesmal sieht, wenn das Licht drauf fällt, und die Spanplatte auf der Rückseite war nicht richtig befestigt – hier mußte ich einige der Klemmen selbst umknicken. Und das bei einer Lieferzeit von über 1 Woche.

Daher revidiere ich nun die Bewertung aus den vergangenen Tests und kann myposter.de nicht mehr uneingeschränkt empfehlen.

Das Bild von PosterXXL ist sehr gut. Die Lieferzeit betrug nur einige wenige Tage, die Befestigungen auf der Rückseite des Bildes sind bereits vormontiert, der Rahmen ist dicker, das Glas besser und nichts wellt sich.

Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS („Weißer Riese“) – Erfahrungsbericht

Dieser Erfahrungsbericht kommt spät – ist aber deshalb hoffentlich einigermaßen fundiert. Das Minolta AF 80-200mm war (seit ich damals meine A99 gekauft hatte) schon länger ein kleiner Traum und vor nicht ganz 2 Jahren habe ich es mir dann zu einem Gebrauchtpreis von EUR 750,- gegönnt – leisten konnte ich es mir nicht direkt… aber was soll’s…
Neue Objektive vergleichbarer Qualität kosten gut und gerne zwischen 2.500 und 3.000 Euro.

70200G

Das Objektiv wurde ab 1993 gebaut und war eines der ersten echten AF-Profi-Zooms von Minolta, wenn ich mich nicht irre. Der Vor-Vorgänger war das AF 70-210mm f/4 (das so- „Ofenrohr“), der direkte Nachfolger war das 70-200mm f/2.8, das im Grunde bis heute von Sony so gebaut wird (heute ist es das SSM II).
Das 70-210mm war ein gutes Objektiv, allerdings hatte es kein besonders schönes Bokeh und hatte ziemlich mit chromatischen Aberrationen zu kämpfen – in kontrollierten Situationen aber war es herausragend.
Das weiße 80-200mm hatte einen direkten Vorgänger von 1987 in schwarzer Farbe mit langsameren Fokus. Das „HS“ beim weißen Riesen steht für „High Speed“, und der Fokus ist in der Tat extrem schnell und hämmert durch den Stangenantrieb rein wie Anker bei Vollgas.
An der Seite des Objektivs hilft ein „Focus Hold Button“ beim fokussieren und komponieren.

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Um die wenigen Nachteile gleich vorweg zu nehmen:
– es ist laut
– das Front-Element dreht sich beim fokussieren
– minimale Fokusdistanz: 1,8 Meter
– nicht spritzwassergeschützt
– schwer
– die Streulichtblende

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Es können Filter mit 72mm angebracht werden – der Polfilter ist durch das sich drehende vordere Glaselement leider irgendwie nutzlos…
Das Objektiv ist gebaut wie ein Panzer und auch genauso schwer; ich glaube, es wiegt irgendwas um die 1,3 kg.

Die Bildqualität ist, was die Schärfe anbelangt, absolut überragend – vor allem bei der sehr wichtigen Offenblende von f/2.8.
In puncto Farbwiedergabe und Kontrast ist es allerdings heutigen Top-Linsen deutlich unterlegen – mit einer RAW-Aufnahme bekommt man aber sehr viel aus den geschossenen Photos raus.

Betonkalypse

Walking in the Woods

Ich betreibe das Objektiv (da die A99 nicht mehr da ist) inzwischen mittels LA-EA4-Adapter hauptsächlich an der Sony A7 II, da mir dort der (stromfressende) Bildstabilisator zu Nutzen kommt, denn das Objektiv selbst ist natürlich aufgrund seines Alters intern nicht stabilisiert.

An der A99 war es irgendwann kaum noch auszuhalten, diese Kombi lange zu tragen – und auch an der A7 II merke ich es irgendwann deutlich. Das massive Gewicht ist sicher auch ein gewisser Nachteil, aber ich empfinde es als gerade noch akzeptabel in Anbetracht der Qualität dieser Linse.

Das Objektiv hat freilich eine eigene Stativschelle und auch einen frei beweglichen Ring, um das Objektiv samt Kamera zu drehen. Der Ring/die Schelle läßt sich allerdings nicht abnehmen. Einen Wetterschutz gibt es auch nicht – dessen Fehlen sich bei mir aber auch noch nie negativ bemerkbar gemacht hat. Bis jetzt.
Beim zoomen dreht sich der ggf angebrachte Filter übrigens nicht – das Objektiv ist nicht wirklich innenfokussiert, es fährt leicht aus. Beim zoomen ändert sich die Größe aber nicht.

Die Streulichtblende ist leider – obwohl aus Metall und innen schön matt schwarz beschichtet – eine Katastrophe. Nicht genug damit, daß es keine Markierungen zum Anbringen des fummeligen Dings gibt, nein, das fummelige Dings löst sich auch gerne mal einfach ab. Es kann seine Zeit dauern, bis man das Teil auf das Objektiv bekommt – steckt man die Kamera samt Linse dann in eine Tasche, kann es schonmal passieren, daß sie ohne Blende wieder rauskommt. Sie rastet also nicht ein.

Twin Walk

Frida & Timo

Das Bokeh des Objektivs empfinde ich persönlich als wunderschön und butterweich.

Mooslandschaft

Bei der einen Hochzeit, die ich bislang photographiert habe und bei den Aufnahmen in der Stadtbibliothek ist mir der laute Fokus sehr unangenehm aufgefallen. An besonders ruhigen Orten kommt man um das manuelle fokussieren nicht herum. Der Zoomring (liegt hinten) ist angenehm groß und betätigt sich auch angenehm schwer; der Fokusring sitzt vorne und ist ebenfalls schwergängig, aber leicht genug, allerdings vielleicht für Filmer nicht geeignet, da die Drehung doch recht knapp ist. Das kann ich aber nicht wirklich beurteilen, weil ich nie filme…

The Reader

Graffiti-Mädchen I

Alles in allem – auch wenn mich vor allem die geringe Fokusdistanz und der Geräuschpegel stören – bin ich in diesen weißen Klotz richtig verliebt. Ich habe zwar schon das eine oder andere Mal darüber nachgedacht, das Objektiv zu verkaufen und das Geld in ein FE 70-200mm f/4 zu investieren, kann mich aber von diesem „kleinen“ Prachtstück nicht trennen. Solange die neuen und modernen Objektive so abartig teuer sind (vor allem auch das neue G Master – das ja auch über 3.000 Euro kosten soll) und Sigma/Tamron & Co sich nicht trauen, endlich FE-Objektive zu bauen, bleibt dieses Baby in meiner Tasche und liefert schön scharfe Aufnahmen.
Auch das 70-210mm werde ich – vor allem als Backup – behalten. Es ist in keiner Hinsicht auch nur annähernd so gut wie das 80-200mm, besitzt aber auch seine Qualitäten.

Maison Kammerzell & Staßburger Münster

Wer also auf der Suche nach einer „preisgünstigen“ Alternative zu den neuen teuren Modellen ist, dem kann ich dieses Teil nur wärmstens empfehlen, solange man nicht auf absolute Stille angewiesen ist. Bei eBay sollte man allerdings erst gar nicht anfangen zu suchen – dort bieten nur fadenscheinige Händler und Preistreiber ihre Ware an; dieses Objektiv kauft man sich am besten über Kontakte in Online-Foren. Die Preise dürften, je nach Zustand, zwischen 600 und 1.000 variieren, wobei 1.000 Euro in meinen Augen schon zuviel sind.

Zum Abschluß noch einige Aufnahmen meiner beiden Telezooms.

——–

Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS:

Banana Waves

Schwarzwald

Planken

Mann & Ente

Rapsodie in Gelb

Burg Windeck im Nebel

Burg Hohenzollern

Fasan

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Minolta AF 70-210mm f/4:

Brückenrad

Martin

Spooky Wanderer

Eichhörnchen

abstellen und anschließen

Roofwalker

Wildschwein

Lotus Elan S2

Kläranlage

Spiel-Platz

Heiliggeistkirche Heidelberg

Sony A7s vs. Sony A7 II: ein Vergleich der Auflösung

Einige meiner Leser wissen ja vielleicht inzwischen, daß ich von dem allgemein vorherrschenden Megapixelwahn nicht viel halte.
Auch aus diesem Grund habe ich mich kürzlich bewußt für eine A7 II als Zweitkamera statt für eine A7r II entschieden.

Heute habe ich einen kleinen Vergleichs-„Test“ für Euch. Ich habe das selbe Motiv mit beiden Kameras abgelichtet. Bei beiden Kameras kam das Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 zum Einsatz. Belichtet wurde mit einer 1/60s bei f/8. ISO wurde auf Auto gestellt – denn es war frühmorgens und die Lichtverhältnisse wechselten schnell – so wurde das eine Bild mit ISO100 und das andere mit ISO125 aufgenommen – ein absolut vernachlässigbarer Unterschied.

Die ersten beiden Aufnahmen sind direkt und ohne jede weitere Bearbeitung aus der RAW-Datei entwickelt worden; die anderen beiden wurden mit folgenden Werten „aufgehübscht“, um mehr Bilddetails erkennen zu können:
Lichter: -100
Tiefen: +68
Klarheit: +22

Mehr ist es nicht.

Zur Erinnerung: die Sony A7s löst mit 12 Megapixeln auf, die Sony A7 II mit 24 Megapixeln.

Hier nun die beiden JPEGs in unbearbeiteter Form:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Und hier nun die leicht bearbeiteten Versionen:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Nun beginnt der zum Teil rein subjektive Teil der Betrachtung:
meiner Ansicht nach ist die Bildqualität – trotz lossy RAW – der A7s wirklich überragend. In diesen zu heutigen Zeiten relativ kleinen Dateien lassen irrwitzig viele Details einfangen. Ich finde, daß die vermeintlich deutlich höhere Auflösung der A7 II hier keinen wirklichen Benefit bringt. Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt keinen allzu großen.
Eine gute Kamera (heutzutage ist eig jede Kamera gut) und ein sehr gutes Objektiv (es gibt heutzutage eig kaum noch schlechte Objektive) können auch mit niedrigen Auflösungen herausragende Ergebnisse liefern, die 99% all unserer Ansprüche genügen sollten.