Adobe: ab sofort gibt es auch Lightroom nur noch im Abo

Tja, vor einiger Zeit habe ich noch drüber geschrieben, daß ich Adobes Abomodell „CC“ gekündigt habe und bezüglich Photoshop zu Affinity Photo gewechselt bin. Bereits damals habe ich vermutet, daß es bald auch keine Stand-Alone-Version von Lightroom mehr geben wird (das ich mir direkt noch einmal gekauft habe).

Heute nun gab Adobe bekannt, daß diese frei verkäufliche Version Nr. 6 die letzte war und man künftig auch bei Lightroom auf das Abo-Modell setzen werde.

Liebes Adobe… FUCK YOU!!

Nunmehr werde ich die Version 6 von LR nutzen, bis nix mehr geht- oder auf Affinity umsteigen, sobald die ein brauchbares Gegenstück rausbringen.
Oder ich muß eben doch Capture One oder irgendsowas nutzen…
Es ist einfach schade, denn Apple bietet nichts mehr in diesem Bereich (Aperture is schon lange Geschichte) und der Rest kann Lightroom einfach nicht das Wasser reichen, was die Funktionalität und vor allem die intuitive Bedienung anbelangt.
Das ganze ist wahrhaft ärgerlich und ich hoffe, daß Adobe dieses Mal endlich damit auf die Nase fällt und die Konkurrenz ein ebenbürtiges Produkt bringt.

In diesem Sinne noch einmal: FICK DICH, Adobe!!

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Damhirsch

Damhirsch

Aufgenommen mit der Sony A7 II und dem Sigma 150-600mm Contemporary im Käfertaler Wald in Mannheim.

Auf meiner Facebookseite finden sich noch weitere Aufnahmen.

 

Seerose

Seerose

Aufgenommen mit meinem neuen Sigma 150-600mm C im Luisenpark Mannheim.
Ein Bericht zum neuen Objektiv folgt noch, sobald ich es ausführlich habe nutzen können. Ich kann aber schon jetzt sagen, daß die Linse von der Bildqualität her sehr gut ist, aber auch sehr schwer in der Handhabung; und der AF (Canon-Version via MC-11-Adapter an der Sony A7 II) war heute eine Katastrophe, ich mußte eigentlich fast alles manuell machen. Aber mal abwarten. War heute der erste Einsatz, und ich muß noch lernen, mit diesem Riesenbrocken umzugehen.

Nikon zeigt ungewohnte Arroganz – oder doch nicht?

Gerade erst habe ich in einem anderen Artikel Nikon als eigentlich sympathisches Unternehmen gewürdigt, da wird auf der chinesischen Weibo-Seite ein Interview mit Goto Teng von Nikon veröffentlicht, in dem dieser eine durchaus arrogante Äußerung macht. zunächst bestätigt er, daß die sich in Entwicklung befindende spiegellose Systemkamera eine Vollformatkamera sein wird. Anschließend gibt er an, er möge das Design der Sony-kameras nicht und daß echte professionelle Photographen keine Kameras von Sony, Fujifilm und Olympus nutzen würden.

Na hoppla. Was ist denn da los?
Ist das der peinliche Versuch, aggressiv Werbung zu betreiben? Solche saublöden und unqualifizierten Aussagen würde man von den anderen drei Herstellern wohl eher nicht vernehmen. Steht Nikon vielleicht wirklich schon so nah am Abgrund, daß sie aus reiner Verzweiflung zu solchen Mitteln greifen?

Es könnte allerdings auch sein, daß die einzelnen Seiten, die über diesen „Vorfall“ berichten, einer sog. „Fake News“ aufgesessen sind. Bspw wird in den Kommentaren auf mirrorlessrumors.com heftigst diskutiert, weil der Artikel der Seite keine rechte Übersetzung aufweist und auch sonst angeblich in dem Interview diese fragwürdigen Sätze niemals gefallen sein – und Teng gar nicht mehr bei Nikon arbeite und sich wesentlich zurückhaltender geäußert habe, nämlich daß FALLS Nikon eine spiegellose Systemkamera entwickle, diese dann höchstwahrscheinlich eine Vollformatkamera sein wird. Allerdings sind auch die Kommentare größtenteils extrem schwachsinnig. Wie das eben im Netz so ist.

Auch Sonyalpharumors.com hat hier nicht weiter recherchiert, sondern einfach kopiert.

Und dann wäre da noch die renommierte Seite dpreview.com, welche das Interview durch den Google-Übersetzer gejagt hat. Dort heißt der Mann auch Tetsuro Goto und arbeitet noch bei Nikon.
Solange niemand Japanisch kann und man irgendwo tatsächlich hören kann, wer was wie gesagt hat, dürften berechtigte Zweifel angebracht sein, daß an diesem ganzen Hokuspokus was dran ist.
So gibt es im Netz nun wieder allerorten einen Riesenbohei, obwohl absolut niemand bestätigen oder dementieren kann, ob dieses Interview so tatsächlich stattgefunden hat, die Aussagen so getroffen worden sind, etc etc etc. Nur der Herr Goto kann das eigentlich aufklären, hat er aber meines Wissens bislang nicht. Ist ihm wahrscheinlich auch zu blöd. Oder es ist doch wahr und er schämt sich berechtigterweise. Wer weiß…?

Aber solche Meldungen sind einmal mehr der Beweis dafür, daß man besonders im Netz unheimlich aufpassen muß, was man glauben will und was nicht. Fundierte Fakten liefern meistens nur echte professionell journalistisch organisierte Seiten und nicht irgendwelche Blogs und Hobbyseiten, die im Grunde nichts anderes tun, als den Dödelkram anderer zu kopieren und nachzuplappern.

In diesem Sinne: bleibt kritisch. 🙂

Fundstück: Auf dem Gipfel der Dummheit

Heute morgen wurde mir von einem Freund ein Artikel bei Telepolis von heise-Verlag übermittelt, der einmal mehr beweist, wie schnell man sich lächerlich machen kann, wenn man sich mit einer bestimmten Materie nicht auskennt, sich aber – aus welchen Motiven auch immer – bemüßigt fühlt, sein Maul aufzureißen. Dumm gschwätzt is schnell, gell?

Daher, ohne weitere Umschweife, hier der sehr lesenswerte Artikel. Anfangs dachte ich, das sei Satire. Ist es aber leider nicht.

Ist Fotografie grundsätzlich rassistisch?