DPI & PPI, DIN-Formate und Druckgrößen

Es ist soweit, es gibt einen weiteren kleinen Artikel zum Thema Photos drucken. 🙂

Viele sind sicherlich das eine oder andere Mal verwirrt, wenn es um die sog. „DPI“ geht und können damit nicht wirklich etwas anfangen. Druckereien und viele andere (selbsternannte) Experten kommen, wenn es darum geht, ein Poster zu drucken idR mit dem Satz daher: „Bitte liefere mir eine druckfähige Datei mit 300 DPI.“

Hä?

Genau.

Also: „DPI“ bedeutet „Dots per Inch“ oder auf Deutsch „Punkte pro Zoll“ und beschreibt nichts anderes als eben die gedruckten Farbpunkte pro Zoll auf einem Blatt Papier. Je mehr Punkte pro Zoll, desto hochauflösender ist der Druck, desto weniger sieht man vom Druckraster.
Ähnlich sieht es dann bei den sog. „PPI“ aus – das sind die „Pixel per Inch“ oder eben die „Pixel pro Zoll“. Auch hier gilt: je mehr Pixel, desto höher die Auflösung.

Der Unterschied liegt darin: Pixel sind es auf dem Monitor/in der Kamera, und Punkte auf dem Drucker/dem Blatt Papier.


(Bildquelle: Wikipedia.de)

1:1 umrechnen kann man das eigentlich nicht, der Unterschied ist aber für hier uns heute marginal und soll uns nicht weiter verwirren. Wir nehmen jetzt einfach mal an, daß DPI und PPI im Grunde dasselbe sind.

Die Anzahl an DPI/PPI läßt keine dezidierten Rückschlüsse auf irgendeine Qualität zu, wir können damit lediglich bestimmen, wie groß wir drucken können, respektive wie weit wir vom Bild entfernt sein müssen, um das Pixel- oder Druckraster nicht mehr erkennen zu können.

Wikipixel
(Bildquelle: Wikipedia.de)

Man kann auch niedriger aufgelöste Motive größer drucken mittels sog. Skalierung, wobei dann eine Interpolation stattfindet. Will ich ein Bild vergrößern, muß ich die Anzahl der Punkte evtl. ebenfalls erhöhen – Programme wie Photoshop können hier benachbarte Pixel klonen. Das funktioniert ggf im kleinen Rahmen ganz gut, stößt aber echt schnell an seine Grenzen.
Beim skalieren/vergrößern verringert sich die Anzahl der DPI/PPI!!
Soll heißen: vergrößere ich ein Bild das bei A4 300 PPI hat auf A1 kommen am Ende vll. 120 PPI raus. Umgekehrt verkleinert sich das Bild, wenn ich aus 300 DPI 400 DPI mache, weil mehr Pixel auf einem Zoll untergebracht werden müssen.

Dpi_ppi
(Bildquelle: Wikipedia.de)

Wenn wir ein Photo aufgenommen haben und bearbeiten es anschließend zB in Lightroom oder Capture One, dann wollen wir es irgendwann exportieren. Druckereien sagen zwar oft, sie wollen PDFs oder TIFFs, eine JPEG genügt aber idR völlig. Ich drucke alle meine Bilder als hochauflösende JPEG und habe keinerlei Probleme damit.

Hochauflösend? Ja, da sind wir wieder beim Thema: beim Export stelle ich in Lightroom & Co. dann ein, mit viel DPI/PPI das Bild gespeichert werden soll. Wie groß das Bild dann letztlich ist (also von der cm-Abmessung her), wird durch die Anzahl der Pixel des Bildes bestimmt (Megapixel).

Interessant ist hierbei, sich einmal zu vergegenwärtigen, welche Blattformate es gibt.
Hier einmal die gängigen DIN-Formate bei einem Bildverhältnis von 4:3

Dabei ist DIN A0 das größte – die Fläche eines solchen Posters beträgt ca. 1 Quadratmeter oder 9933 x 14043 Pixel bei 300 DPI/PPI.
Daraus folgt: wenn Ihr ein Photo in der Größe von ca. A0 bei 300 DPI ausdrucken wollt, braucht Ihr eine Kamera mit einem Sensor, der 139.489.119 Pixel liefert oder eben knapp 140 Megapixel.

Bei der Berechnung braucht Ihr also nur die Kantenlängen und die PPI. Bitte dabei nicht vergessen, daß es weitere Bildformate gibt, wie:
3:2
16:9
usw.

Olympus und andere Hersteller nutzen das sog. mFT-Format (Micro Four Thirds); hier ist das Bildformat im Namen schon enthalten: 4:3. Vollformatkameras und solche mit APS-C-Sensor haben idR ein Bildformat von 3:2.
16:9 ist bspw. ein Breitbild-TV.
Natürlich kann man im Bildbearbeitungsprogramm oder RAW-Konverter seine Aufnahmen auf jedes beliebige Format zuschneiden (croppen).

Ausgehen von den o. g. Beispiel mit 140 Megapixel schauen wir jetzt mal, was heutige Kameras so alles an Auflösung liefern. Die 140 Megapixel sind derzeit eigentlich nur im Mittelformat anzutreffen, weil die extrem großen Sensoren eine solche Pixelanzahl eher zulassen, als kleinere Sensoren. Denn je größer die Pixeldichte wird, desto eher muß man mit Verlusten bei der Bildqualität rechnen (Bildrauschen etc.) – die Kameras und Sensoren werden aber diesbezüglich immer besser.

Eine Canon EOS 5Ds(r) hat 50 Megapixel. Die Bildgröße beträgt 8.688 Pixel x 5.792 Pixel.
Bei 300 DPI wäre DIN A1 7016 x 9933 und DIN A2 4961 x 7016. Die Canon mit ihren 50 Megapixel liegt also irgendwo dazwischen.
DIN A1 entspricht von der Größe her übrigens einem Standard-Großformat-Poster (meistens mit einer Kantenlänge von 90×60 cm).

Eine Sony A7r II löst mit 42 Megapixeln auf. Das sind 7.952 × 5.304 Pixel. Das liegt zwischen A2+ und A3 bei 300 DPI (4961 x 7016 bzw. 3508 x 4961).

Eine Kamera mit 24 Megapixeln produziert Dateien mit 6000 x 4000 Pixeln. Geht immer noch für A3+.

Eine Kamera mit 12,2 Megapixeln (Sony A7s) hat 4240 x 2832 Pixel. Bei 300 DPI ist das ca. DIN A4.

Kommen wir nun wieder zur spannenden Frage: muß ich dann eine Kamera haben, die 50 Megapixel hat, um DIN A1 drucken können?
NEIN!!
Es ist so: je mehr Pixel auf dem Sensor sitzen und je besser das Objektiv ist, das auf der Kamera sitzt, desto besser und hochauflösender sind die Dateien, desto weiter kann ich skalieren und interpolieren ohne Verluste und desto detailreicher ist das Motiv (nicht notwendigerweise besser). Dabei sollte der Sensor möglichst groß sein. Also erst einmal nicht die Auflösung, sondern tatsächlich die physikalische Größe. Aus einem winzigen 1“-Sensor mit 50 Megapixel (nur ein Bsp., ich glaube, das geht gar nicht) kommt mit ziemlicher Sicherheit nur Matsch raus.

Wie ich an anderer Stelle schon einmal beschrieben habe, habe ich auch schon 12 Megapixel bei 300 DPI auf ca. A1 gedruckt und das Ergebnis sieht super aus. Eben weil man vor einem solch großen Bild nicht mit der Nase dranpappt und Pixel zählt – man will das Motiv auf sich wirken lassen und dazu braucht man Abstand. Es gibt freilich Motive und Photos auf denen es ggf bestimmte Dinge zu entdecken gibt, da ist es durchaus hilfreich, wenn man viele MP hat, weil man dann nah ans Bild ran möchte. Das ist aber sehr selten der Fall.

Wer über typische Photos für ein Album oder Photobücher bis A3 nicht hinauskommt, der braucht so etwas überhaupt nicht, weil man die feinen Details selbst bei minimalem Betrachtungsabstand von nur einigen cm gar nicht erkennen kann. Egal, ob nun mit 1.000 Megapixeln oder mit 3 Megapixeln aufgenommen (übertrieben dargestellt).

Wer sich normale Photoabzüge macht, dem reichen in der Tat wenige Megapixel. Und selbst A4-Photobücher verlangen nach wenig mehr als 10 MP. Wer also meint, er braucht unbedingt eine Kamera mit 40, 50 oder noch mehr Pixeln, der braucht das evtl. zum croppen, weil das Motiv es verlangt (oder er kann nicht photographieren und versaut immer wieder den Bildausschnitt), oder eben, weil er montrös groß drucken will, nämlich jenseits von A1 und A0.
Bedenket: selbst sog. Billboards an Häuserwänden haben oft nicht mehr als ein paar MP bzw. nur 72 DPI. Weil es auf die Entfernung einfach scheißegal ist. Wer sich 50 MP kauft, um die Photos im Netz zu posten oder um die Bilder in kleine Alben zu pappen, hat Geld verschwendet. Und zwar nicht zu knapp.

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12 Megapixel im Großformat drucken – der Test: das Bild ist da

Hallo alle zusammen,

wie zuvor bereits angekündigt habe ich mir eines meiner Photos, das ich mit der Sony A7s geschossen habe, auf ca. A1 (90×60 cm im Bildformat 3:2) ausdrucken lassen.

Es geht um dieses Photo hier:
The Wanderer

Den Druck habe ich via myposter.de realisiert. Das Poster kam in einem Holzrahmen – die notwendige Aufhängung war leider nicht vormontiert – das mußte ich selbst erledigen. Es lagen lediglich die Klammern und die Schrauben dabei. Ich habe diesbezüglich den (sehr freundlichen) Service von myposter angerufen, der mir erklärte, man wolle es dem Kunden überlassen, wie viele der Klammern an welche Stellen montiert werden. Ich finde das grundsätzlich ok, aber auch etwas unglücklich. Es dürfte klar sein, daß man bei einem derart großen Bild quer zwei Montageklammern benötigt und hochkant nur eine. Sei es drum – das Bild hängt jetzt.

IMG_3682

IMG_3683

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Zum eigentlichen Thema:
Genügen 12 Megapixel für einen Druck dieser Größe?

Meine Datei habe ich in Adobe Lightroom entwickelt und als JPEG mit 300 DPI exportiert. Die 12 Megapixel ergeben im Falle der Sony A7s eine Auflösung von 4240 x 2832 Pixeln. Bei 300 DPI ergibt das eine Druckgröße von ca. 36 x 24 cm.
DIN A4 (Seitenverhältnis 4:3) hat ca. 30 x 21 cm); DIN A3 kommt auf ca. 42 x 30 cm – wir bewegen uns mit den 12 MP der Sony A7s also ziemlich genau in der Mitte von DIN A4 und DIN A3, wenn eben 300 DPI verwendet werden.
Möchte man größer drucken, muß man die DPI – oder PPI verringern (Pixel Per Inch). Die Auflösung bleibt dabei gleich, es sind nach wie vor 12 Megapixel.

Ich kann in diesem Zusammenhang ein Video von kranzkreativ aka Andreas Kranz empfehlen, der sehr anschaulich darlegt, was man wie groß drucken kann und wie man dabei vorgeht; er hat dies mit einer 24MP-Datei gemacht:

Ferner kann ich die Webseite http://www.din-formate.de empfehlen mit einem entsprechenden Artikel und einer sehr aufwendig erstellten Liste zu Druckformaten und Auflösungen.

Gemäß dieser Liste wurde mein Bild höchstwahrscheinlich mit etwa 120 DPI gedruckt. O je, so wenig??!! 😉
Das reicht locker!!

Mein Poster hängt über mir, respektive über meinem Schreibtisch. Es sieht hammergeil aus. Ich kann alle Details erkennen, die Farben sind satt und strahlend, alles ist wie ich es auch am Bildschirm sehe.

Und jetzt kommt der Knackpunkt: aus welcher Entfernung?
Nun, der Betrachtungsabstand beträgt ca. 1 Meter. Wenn ich direkt vor dem Tisch stehe auch mal 50 cm. Selbst bei 30 cm sieht alles noch extrem gut aus; erst wenn ich ganz nah rangehe und bestimmte Bereiche betrachte und ausleuchte, dann kann ich erkennen, daß in den schärfsten Bereichen ggf leichte Unschärfen vorhanden sind – das ganze ist aber sehr sehr gut gemacht.
Und wer bitte schaut sich auf diese Art Bilder an…?! Niemand. Jedenfalls keiner, der noch einigermaßen bei Sinnen ist.

Also, um die Gretchenfrage wieder aufzuwerfen: Genügen 12 Megapixel für einen großformatigen Druck? Absolut!!

In meinen kleinen Räumen (eine 2ZKB-Wohnung, wobei dieser Raum, in dem das Bild hängt vll 12 qm hat) wirkt ein solches Bild geradezu monströs und wird ggf das einzige in dieser Größe bleiben. Die anderen Drucktests mit A2 haben bereits gezeigt, daß das völlig problemlos möglich ist.

Ich wollte vor allem auch für mich selbst eine Rechtfertigung haben, mir keine Sony A7r II kaufen zu müssen. Hätte ich jedoch beinahe trotzdem getan, was völlig überdimensioniert gewesen wäre.
Ich habe mich schon auf meine zweite Sony A7s gefreut, habe mich am Ende aber doch noch einmal umentschieden und mir heute eine A7 II bestellt (ohne „r“).
Warum jetzt das?! Ganz einfach:
Mit der A7s bin ich in meinem natürlichen Lebensraum (Low Light-Photographie) sehr glücklich. Eine A7s kostet aber immer noch knapp 2.000 Euro. Eine A7 II „nur“ ca. 1.500 Euro. Die gesparte Kohle habe ich anderweitig investiert und bin damit sehr zufrieden – zudem bietet der Bildstabilisator meinem alten Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS nochmals einen zusätzlichen Benefit. Ich weiß schon von meiner A99, daß die Bildbearbeitung wieder deutlich länger dauern wird, denn unkomprimiert wiegen die RAWs der A7 II gut 40 MB. Eine A7s II hätte deutlich über 3.000 Euro gekostet – no way. Das ist sie mir nicht wert, nur weil die einen Internen IBIS hat und 4K kann, was mich ohnehin nicht interessiert.

Hätte ich gerne eine A7r II? Ja klar, wer hätte die nicht gerne… aber die Datengrößen von 80+ MB pro RAW, die immense Dauer der Bildbearbeitung auf meinem etwas altersschwachen Rechner und die Anschaffungskosten ansich, lassen mich am Ende doch eine Vernunftentscheidung treffen.
Und ob nun A7s, A7 II oder sonstwas ist ein echtes Luxusproblem.

Es bestätigt mich in dem, was ich bereits vorher schon einige Male geschrieben habe: 36 Megapixel und mehr nutzen vor allem denen, die auf das croppen angewiesen sind und die, aus welche Gründen auch immer, wirklich groß drucken müssen, ohne Details zu verlieren. Wobei dann der Betrachtungsabstand aber dafür sorgt, daß man keinen Unterschied mehr erkennen sollte, ob das Bild mit einer 12, einer 24 oder einer 42 MP-Kamera gemacht geworden ist – je nachdem… es kommt immer drauf an. Aber für die normalen Drucke, für Photo-Bücher etc pp ist das Megapixel-Rennen schlicht und ergreifen sinnlos, für eine Veröffentlichung im Web erst recht (Stichwort: 72 DPI). 24 Megapixel sind mehr als genug. Aber solange die Hersteller sich immer wieder überbieten (ggf statt an der Bildqualität zu arbeiten), solange werden Photo-Nerds wie ich auch einer bin immer wieder drauf anspringen, obwohl sie es besser wissen sollten.

Aber die Zukunft hat nunmal begonnen. Es kommen neue Linsen, die diese Auflösungen darstellen können und neue Kameras, die immer höher auflösen; rein rechnerisch werden wir die 80 und vll 100 Megapixel am Vollformat in relativ naher Zukunft vielleicht sogar noch erleben, bevor die Physik dem Ingenieur die natürlich Grenzen aufweisen wird. Und bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein runter… und werden immer wieder neue Produkte auf den Markt kommen, die man vorerst einmal nicht braucht – aber natürlich haben will. Mal sehen… ich hoffe, ich komme mit beiden A7-Kameras jetzt erst einmal eine Weile aus 😉

Nachtrag zu hochauflösenden Sensoren und Druckgrößen

Beim Durchlesen meines letzten Artikels zu diesem Thema (was bringen 36, 42 und 50 Megapixel) ist mir aufgefallen, daß eine kleine Quintessenz fehlt. Zur Vereinfachung und Verdeutlichung möchte ich hier also noch einmal festhalten…

Was beeinflußt die Druckqualität nachhaltig:
– Qualität des Objektivs
– Auslösung des Objektivs
– Qualität des Sensors
– Auflösung des Sensors
– Druckausgabe
– Betrachungsabstand
– uvm

Es gibt Objektive, die absolut überragend auflösen, wie bspw. das Zeiss Otus. Das 55er Otus ist wahrscheinlich das schärfste, am Markt erhältliche Objektiv und löst an einer Nikon D810 (36 Megapixel-Sensor) mit satten 35 Megapixeln auf.

Sony hat jüngst eine neue Produktlinie präsentiert (G Master-Serie), die eigens auf die neuen (auch noch kommenden) hochauflösenden Kamersensoren zugeschnitten ist. Denn: gute Objektive, auch sehr gute – aber vielleicht ältere – können oft die Auflösung eines neuen Sensors gar nicht mitgehen. Ein Otus wird wahrscheinlich auch an einer Canon 5Dsr noch einmal deutlicher auflösen, aber eben nicht mehr über 40 Megapixel (sowie ich mich erinnere).

Auch hängt die Schärfe nicht nur vom Objektiv oder dem Sensor ab… mehr Auflösung wirkt erst einmal schärfer, ja. Aber auch geniale Linsen sorgen für ein scharfes und detailreiches Bild.

Ich empfehle hierzu ein sehr gutes Video von Tony Northrup, das aber leider nur auf Englisch verfügbar ist und bei welchem bei den Druckgrößen auch nur auf Inch und nicht auf Zentimeter eingegangen wird:

Ergänzend zu diesem Video vll hier einmal kurz eine Inch-cm-Umrechnung anhand eine 80×60-Drucks:
80×60 cm entsprechen 31,5 x 23,62 inch
Das wäre wohl laut Video die „native“ Größe für einen Druck bei 300 dpi aus einer 50 Megapixel-Datei.

Man sagt, mehr als 300 oder 400 dpi kann ein menschliches Auge gar nicht sehen (der eine mehr, der andere weniger); dpi = dots per inch (Punkte pro Inch).

Die Auflösung einer A7s (12 MP) bringt demgemäß rechnerisch bei 300 dpi ein 14“-Bild (Kantenlänge), das sind 35,56 cm, also etwas größer als A4 an der langen Seite. Die 80×60 sind ungefähr A1. Dabei gilt es auch zu bedenken, daß es verschiedene Formate wie 4:3 und 3:2 usw. gibt, wie bei der Glotze früher (4:3 und 16:9).
Wer es hier etwas genauer wissen will, dem empfehle ich die Seite myposter.de – dort kann man alle gängigen Formate drucken lassen und vorher einsehen/auswählen. Ich selbst lasse dort meine Photos für zuhause (inkl. Rahmen!) drucken – kann ich bis jetzt sehr empfehlen.

Bildschirmfoto 2016-02-05 um 13.47.19

Übrigens habe ich mal irgendwo gelesen, daß die 300dpi-Geschichte aus grauer Druckvorzeit stammt und heute kaum noch relevant ist… dazu kenne ich mich aber zu wenig aus, als daß ich das irgendwie kommentieren, bestätigen oder widerlegen könnte…

Gerade bin ich an meinem Arbeitsplatz noch einmal im Büro umhergeschlendert. Dort hängen einige meiner Photos in A1 an der Wand. Die einen sind mit einer Canon 400D (10 Megapixel APS-C) aufgenommen, der Rest mit einer Sony A99 (24 Megapixel Vollformat).
Bei denen mit der Canon habe ich nur die Kitlinse und ein billiges Tamron-Zoom zur Verfügung gehabt – die anderen an der Sony wurden u.a. mit dem Tamron SP 24-70mm f/2.8 Di, dem Minolta AF 100mm f/2.8 Macro, dem Minolta AF 70-210mm f/4 aufgenommen. Die Qualität der letztgenannten Sony + Objektive ist nebst Sensor um Welten besser als die Kombination der alten Canon + Schrottlinsen. Manche Aufnahmen mit der Canon sind dennoch sehr scharf und sehr detailreich. Im direkten Vergleich mit den Aufnahmen, die mit der Sony antsanden sind, sehen sie aber (nicht alle!!) eher kläglich aus. Es hängt eben auch viel mit damit zusammen, mit welchen Einstellungen die Aufnahmen entstanden sind und wie die Nachbearbeitung erfolgte.

Was nun kann man von z.B. einer Sony A7r II erwarten?
Nun, zunächst einmal entwickeln sich natürlich auch Sensoren immer weiter – und das Ende der Pixeldichte auf einem Kleinbildsensor ist hier sicherlich noch lange nicht erreicht. Hätte man vor 10 Jahren 42 Mepgapixel auf solch einen Sensor gepackt, hätte man wahrscheinlich noch mit ISO100 brauchbare Aufnahmen bekommen, ab ISO400 aber evtl. schon Rauschen ohne Ende gehabt.
Mehr Megapixel bedeuten erst einmal größere Dateien und – ja auch das bisweilen – mehr Details.
Aber: wenn ich mit einer Sony A7s entsprechende Aufnahmen mache, dann kann ich diese vielleicht nicht x-beliebig skalieren oder interpolieren – diese Aufnahmen können aber (das richtige Objektiv etc vorausgesetzt) durchaus genauso scharf und detailreich sein, wie höher auflösende Aufnahmen. Die Qualität von Sensor, Pixeln und dem Objektiv spielen hier eine enorm wichtige Rolle.
Die 24MP-Bilder bei mir im Büro sehen – so empfinde ich das (immer subjektiv, sowas) – extrem detailreich aus. Eine Teleaufnahme der Heidelberger Altstadt vom Schloß aus mit dem Ofenrohr ist dermaßen gut geworden, daß man auf dem Markplatz fast meint, Gesichter erkennen zu können. Das Ding hängt in A1 hier und man steht mit der Nase direkt davor – also nur wenige cm als Bestrachtungsabstand – und die Bilder sind alles andere als pixelig. Entwickelt wurden diese auch einer hochauflösenden TIFF von einer Druckerei.

Heiliggeistkirche Heidelberg

Ich habe ja groß getönt (in einem anderen Blogbeitrag), daß ich mir nie eine A7r II kaufen werde und mir die A7s locker reicht… nun ja, dumm gschwätzt is schnell… so eine formidable Kamera geht an einem technikbegeisterten Photographie-Nerd wie mir nicht spurlos vorbei. Und natürlich denke ich nach wie vor darüber nach, mir dieses edle Teil zu gönnen, wenn es denn irgendwann mal irgendwie möglich sein sollte. Dies auch, weil sie eben deutliche Ressourcen liefert beim großformatigen Druck. Das tun solche Kameras, wie die D810, die A7r II und die 5Dsr absolut. Da helfen auch die eigenen Beteuerungen nichts. Ja, 12 Megapixel reichen für sehr viel. Das defintiv. Aber wenn man z.B. auch in einem eigenen Shop Bilder zum Kauf/Druck anbietet, sollten auch da Reserven vorhanden sein.

Und wieder ein Aber:
Je nachdem, wie solche Phots beschaffen sind, kann man diese auch locker mit weniger DPI oder PPI sehr groß drucken. Sie sehen auch aus der Nähe immer noch detailreich aus – es macht außerdem niemand ein Vergleichsphoto mit einer „besseren“ Kamera und hängt es daneben. Und am Ende ist die Bildwirkung entscheidender, als die Auflösung – die mit zunehmendem Betrachtungsabstand immer irrelevanter wird. Ein 6 MP-Billboard wirkt aus 20 Metern Entfernung eben auch scharf und detailreich.

Auch muß man sich darüber im Klaren sein, daß sich solche hochauflösenden Sensoren etwas schwieriger handhaben lassen. Das Risiko einer Verwacklung ist größer, als bei „Fat Pixeln“, bauartbedingt, aus technischen, physikalischen Gründen. Dabei hilft eine 5-Achsen-Bildstabiliserung natürlich auch (oder eben ein Bildstabi im Objektiv).

Noch ein großes Aber:
Wer wirklich nicht/nie oder extrem selten tatsächlich Drucke über A3 oder A2 machen will… der braucht in der tat solch eine hochauflösende Kamera nicht. Definitiv nicht. Wer sie trotzdem haben will, dem sei sie gegönnt! Jedem das seine, solange man Spaß daran hat!
A2 habe ich mit meiner A7s auch schon gedruckt – und kann nicht sagen, daß das schlecht aussieht. Im Gegenteil.
Aber Ihr wißt sicher wie das ist… man ist empfänglich für die Werbeaussagen der Hersteller… und man will immer das beste, schönste etc haben – vll nicht immer, aber oft. Nicht jedem geht das so – ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung – ja ich bin schwach… was das angeht.
Es sollte aber auch klar sein, daß solch ein Gerät ggf enorme Folgekosten mit sich bringt: schnelle, große Speicherkarten, große, schnelle Festplatte, ggf ein neuer Rechner, weil Lightroom & Co ewig brauchen, die Bilder zu bearbeiten usw usw usw.
Die Bildbearbeitung mit einer A7s und einem Macbook Late 2008 mit 8 GB RAM ist deutlich entspannter als mit einer 40 MB-Datei einer A7r II. Wer will, kann das gerne mal testen, denn bei dpreview.com gibt es RAWs und JPEGs von allen möglichen Kameras zum Download – man kann hier auch die Bildqualität gut vergleichen.

Auch hier zeigen sich dann Unterschiede. Eine A7s rauscht auch. Und wie! Ich habe hier Wunderdinge erwartet und wurde enttäuscht. Erst später habe ich eingesehen, daß bestimmte Dinge halt nicht gehen und die Physik ihre Grenzen hat. Sie rauscht weniger, bei geringerer Auflösung, größeren Pixeln – sie behält bei höheren ISOs mehr Details und mehr Farbtreue etc – aber rauschen tut das Bild auch, und zwar auch schon ab ISO 6400 und darunter. Wie stark das einem vorkommt, hängt vom persönlichen Toleranzlevel ab. War eine Lernkurve für mich – dennoch liebe ich diese Kamera, schon alleine vom Handling her – ja, ich gehöre zu denen, die den kleinen Griff mögen und das glatte Äußere – aber ich schweife ab.

Beim Druck kommt es wiederum darauf an, wie man das Rauschen wahrnimmt – hier gibt es Grenzen, ab wann man es deutlich sieht und wann nicht. Eine hochauflösende Kamera kann ggf durch die enorme Pixeldichte wiederum etwas kaschieren, was eine kleine 12 MP-Datei beim interpolieren vielleicht nicht mehr kann.

Ihr seht, alles hängt irgendwie zusammen und es gibt keine einzig wahre Empfehlung. Nicht immer ist „viel hilft viel“ das richtige, nicht immer ist „weniger ist mehr“ die korrekte Erwiderung, nicht immer ist „gut auch gut genug“.
Für die meisten wird eine A7s/II mit einem sehr guten Objektiv ausreichen – oder eine Fuji X-T1 oder eine Nikon Df usw…
Viele möchten kostenbewußt Reserven haben – da kommen die 24 MP-Kameras ins Spiel mit guten Sensoren und guten Objektiven. Wer wirklich groß drucken will und vor allem croppen muß (aus welchen Gründen auch immer), der braucht dann ggf tatsächlich eine hochauflösende Kamera ab 36 Megapixeln.

Was man braucht und was man will… das sind allerdings oft Dinge, die man nur mit sich selbst ausmachen kann 😉

Der Megapixel-Wahn: wozu 36, 42 oder 50 Megapixel am Vollformat?

Schönen Sonntag zusammen 🙂

Gerade habe ich im Netz in Schrift und Bild einmal mehr diverse Beträge verfolgt, die sich mit diesem ziemlich kontroversen Thema befassen. Wer sich hier „schlau“ machen will, wird spätestens nach einer halben Stunde Lektüre (oder Videobetrachtung) feststellen, daß er hinterher noch verwirrter ist als vorher.

In so ziemlich jedem Forum, Blog oder sonstwas wird wild mit Begriffen wie Auflösung, Druckqualität, Cropping usw. um sich geworfen, ohne daß man wirklich falsches und richtiges voneinander trennen kann.

Um hier einmal eines vorweg klarzustellen: auch ich bin kein Experte, verstehe aber ein wenig etwas von Werbung und Marketing (habe ich gelernt), sowie von Drucktechnik (rudimentär), Photographie (Autodidakt) und Bildbearbeitung (ebenso).

Wer sich eine neue Kamera kauft, der möchte diese auch eine Weile benutzen. Sei es nun, um erste Erfahrungen zu sammeln, die Photos nur für ein kleines Album auszudrucken, die Bilder auf A1 drucken zu lassen, im Web zu posten oder diese einfach nur auf dem TV-Schirm zu betrachten. Meistens kauft der Ahnungslose, weil Anfänger, dabei eine möglichst günstige Kamera mit einem Sensor, der relativ hoch auflöst, bspw. eine Kompaktknipse mit Minisensor, aber 20 Megapixel Auflösung. Weil: viel hilft viel, ne? Falsch.

Wer meinen Blog verfolgt, der findet zum Thema Sensor und Auflösung hinreichende Dokumente zum suchen 😉
Hier soll nur kurz wiederholt werden: Mehr Pixel brauchen mehr Platz auf dem Sensor, womit idR die Bildqualität proportional zur verwendeten Fläche sinkt.
Manche kriegen das besser, manche schlechter in Griff und am Ende entscheidet auch und vor allem der in der Kamera verbaute Bildsensor über die ausgegebene Qualität, sowie das vorne an der Kamera angebrachte Objektiv. Qualität ist dabei ein objektiver Begriff, wenn man von rein technischer Seite das Auflösungsvermögen der Hardware betrachtet – viele Megapixel und eine gute optische Verarbeiten ergeben nicht automatisch ein gutes Photo. Das macht noch immer der Photograph.

Nun ist es so, daß bislang „herkömmliche“ (also gute und teure Objektive) maximal bis zu 24 oder auch mal 29 Megapixel aufgelöst haben. Das Objektiv (optische Qualität) entscheidet also letztlich darüber, ob die Megapixel überhaupt in der digital erzeugten Datei ankommen.
Löst das Objektiv nur 24 Megapixel auf, bringen einem ein 36 Megapixel-Sensor einer Sony A7r oder einer Nikon D810 überhaupt nichts. Es wird im Grunde nur die Datei größer, einerseits in Sachen Abmessung, andererseits als Dateigröße auf der Festplatte.
Ein Zeiss Otus bspw. schafft (lt. DXO) z.B. 35 Megapixel, also noch immer 1 MP weniger, als der Sensor der beiden o. g. Kamera. Das Objektiv kostet aber auch 4.000 Euro. Das bezahlt so gut wie niemand.

Ein solches Objektiv an einer Sony A7r II anzubringen, hat also nicht notwendigerweise eine höhere Qualität zur Folge.
Es ist aber so, daß ein solches Objektiv natürlich besser abbildet, als z. B. eine Kitlinse. Sie ist einfach hochwertiger produziert, besser vergütet usw.
Auflösung, Qualität, Detail und Bildschärfe hängen zwar immer zusammen, sind aber keine absoluten Werte.
Es kann unter Umständen sogar passieren, daß ein Objektiv, das nur 24 Megapixel abbilden kann, an einem 42 Megapixel-Sensor schlechter aussieht.

Generell kann man sagen: je größer der Sensor, desto größer die Pixel, desto besser die potenzielle Qualität, sofern entsprechend dafür gerechnete Objektive verwendet werden.

Weil wir eine Kamera eher einmal ersetzen können, behalten wir idR unsere Objektive über einen deutlich längeren Zeitraum. Eine Kamera veraltet, geht kaputt, die Reparatur wird unwirtschaftlich etc etc etc… ein Objektiv hält unter normalen Umständen auch einmal 30 Jahre oder länger, ohne dabei an Qualität und Auflösung zu verlieren.
Wenn man also einen neuen Megapixelwahn aus marketingtechnischen Gründen ausruft, müssen auch neue Objektive her – manch einer mag das für sich selbst rechtfertigen, weil 10.000 Euro immer noch günstiger sind, als Mittelformatkameras + Zubehör.

Mit großen Dateien kann man natürlich einiges anstellen. Man kann von weiter hinten Photos aufnehmen, diese dann bequem bescheiden (croppen) und hat am Ende vielleicht noch immer ein gut aufgelöstes 24 MP-Bild.

Und ja: bei mehr MP sieht man durchaus auch manchmal mehr Details.

Nun zur Gretchenfrage: wie groß kann ich drucken?
Das ist das Thema, das allüberall Erregung auslöst.
Zunächst: wer von uns druckt den ganzen Tag großformatige Poster oder Plakate? Damit meine ich A1, A0 und größer? Ich wette, das macht unter Hobby-/Amateurphotographen so gut wie niemand. Und selbst wenn… reichen dann die 12 Megapixel einer Sony A7s oder die 16 Megapixel einer Nikon D4s oder einer Fujifilm X-T1?
Ja, das tun sie. Aber warum?
Erstens geht es darum, wie man das Bild (vorausgesetzt man kümmert sich um RAW-Dateien) verarbeitet. In Lightroom und/oder Photoshop oder anderen Programmen kann man (je nachdem) die Datei so abspeichern, daß problemlos größere Drucke möglich sind. Im Druckverfahren werden die DPI/PPI nämlich gesampelt und an die erforderliche Druckgröße angepaßt.
Dann ist auch ganz erheblich entscheidend: der Betrachtungsabstand!!
Kein Mensch stellt sich vor ein A0-Poster in einem Abstand von nur wenigen Zentimetern, um die Pixel zu zählen.

Meine alte Canon 400D hatte „nur“ 10 Megapixel (was schon deutlich mehr sind, als ältere Digitalkameras der Profiklasse) und damit konnte ich ganz leicht A1-Poster drucken, die wunderbar aussehen – wohlgemerkt auch aus JPEGs.
Meine letzte Druckerei wollte hochaufgelöste TIFFs – kein Problem, denn beim Export in z. B. Lightroom kann man das ganz leicht einstellen.
Will man selbst drucken, kann man auch in Photoshop die Dateien größer ziehen und die notwendigen DPI etc angeben.

Vor den A1-Prints meiner (verkauften) Sony A99V stand ich teilweise idR nur wenige Zentimeter entfernt (die hängen größtenteils in einem engen Flur) – hier helfen die Megapixel sicher etwas, die Details besser abzubilden – aber daneben hängen die 10MP-Bilder auch in A1 und keine Sau regt sich drüber auf – man sieht es nämlich kaum, bzw. wenn man es nicht weiß, interessiert es keine Sau und niemand merkt etwas von wegen Details. Es geht um die Bildwirkung und nicht um das Pixelzählen.

Normalerweise steht man vor entsprechend großen Bildern einige Meter weg, um deren Wirkung einfangen zu können. Je kleiner die Bilder, desto größer die Auflösung, desto näher der Betrachtungsabstand.

Wenn Ihr also, wie ich, normalerweise im Web veröffentlicht und ab und zu mal ein Photobuch in A4 oder A3 – oder auch mal ein Poster ein A2 oder A1 druckt… dann reichen 12 bis 24 Megapixel locker aus, selbst wenn man auch mal ein klein wenig beschneiden muß.

So, das soll es für heute mal gewesen sein 🙂
Wem noch etwas zum Thema einfällt – Ergänzungen oder Korrekturen: rein damit in die Kommentare 🙂

50 Megapixel: wozu ist das gut?

„Viel hilft viel.“
„Je mehr, desto besser.“
„Die Kamera A hat mehr Megapixel, als Kamera B, also muß sie besser sein.“

Richtig?
Keineswegs.

Zunächst einmal zur Fragestellung: wozu sind viele Megapixel gut?
Nun, zunächst einmal ist die Ausgabedatei höher aufglöst. Sie muß deswegen nicht besser aufgelöst sein, sie einfach nur größer und damit rein nominell z. B. für größere Drucke geeignet.
Dabei spielt die Sensorgröße überhaupt keine Rolle.

Als Beispiel:
Eine Sony A99V (Vollformat) hat einen 24 MP-Sensor.
Eine Sony A77 II (APS-C) hat ebenfalls einen 24 MP-Sensor.
Der Sensor der A99V ist mehr als doppelt so groß wie der, der A77 II, hat aber genau so viele MP. Die Maße eines Bildes haben also 6000×4000 Pixel. Bei beiden Kameras.

Entscheidend sind für die Bildqualität:
– Pixeldichte
– Sensorgröße

Daraus resultierend:
– Schärfe
– Kontrastumfang
– Dynamikumfang
– Rauschverhalten

Je mehr Pixel ich auf dieselbe Fläche quetschen möchte, desto problematischer wird das Bildrauschen und die anderen Eigenschaften, die es u. a. durch den Bildprozessor zu kontrollieren gilt.

Ein 50 Megapixel großes Bild hat vor allem für Photographen Vorteile, die z. B. im Fashion-/Modebereich arbeiten. Dort muß man oft erst das Modell im ganzen ablichten, dann noch einmal Details von irgendeiner Kette oder die Schuhe etc.
Je größer die Bilddatei ist, desto eher lassen sich aus einer einzelnen Aufnahme Detailausschnitte fertigen, die dann noch immer hoch genug auflösen, um sie bspw. in Katalogen abdrucken zu können. Bei kleinen Bilddateien, wären solche „Crops“ schnell pixelig und nicht mehr schön anzuschauen.

Daher ist die Modephotographie lange Zeit eine Paradedisziplin der Mittelformatkameras gewesen, deren Sensoren noch einmal doppelt so groß sind wie das Vollformat (Kleinbild). Mittelformatkameras haben idR einen höheren Dynamik- und Kontrastumfang. Es gibt hier bereits Modelle mit 80 Megapixeln für sündhafte Preise jenseits der 20.000 Euro.

Eine 50 Megapixelkamera im Vollformat für knapp 4.000 Euro ist da ein echtes „Schnäppchen“. Selbst eine Pentax 645Z mit 51 MP (Mittelformat) kostet noch 8.000 Euro.

Der Ottonormalphotograph braucht derlei Auflösung in den seltensten Fällen. Die meisten machen Ihre Aufnahmen mittlerweile für das Internet, um diese dann auf den TV zu streamen. Dafür reichen sogar 72 dpi und 10 Megapixel locker aus.
Selbst für den Druck auf Normalabzügen (zB 10×15) reichen 3 Megapixel und ISO 3200.
Mehr Megapixel = bessere Kamera ist eine Werbeaussage und völliger Bullshit.
Aber: ich habe schon A0-Ausdrucke machen lassen von Bilder, die ich mit einer Canon Powershot SX50 HS gemacht habe. Klar waren die etwas pixelig, aber von weiter weg hat das keine Sau gesehen, und die Kamera nimmt gerade einmal 12 Megapixel schwere Bilder auf mit einem mickrigen 1″-Sensor.

Wer natürlich bestimmte Dinge will und das nötige Kleingeld hat, dem bieten sich mit Vollformat und hoher Auflösung entsprechende Vorteile. Hohe Megapixelzahlen sind aber auch wieder anders zu handhaben und man braucht mehr Verständnis von der Materie. Denn alles, was größer und mehr ist, wirkt sich in verschiedenen Bereichen aus, fast so wie auch längere Brennweiten nach kürzeren Belichtungszeiten und/oder Stativen verlangen.

Für größerformatige Drucke reicht meine A99V dicke. Wenn ich aus einer 24 MP-Datei eine 300 dpi JPEG rauslasse, dann kann ich mir locker A1-Poster drucken, ohne daß man da irgendwelche Fehler findet.

Klar ist: je größer das Poster sein soll, desto besser muß es aufgelöst sein.
Einen sehr nützlichen Artikel dazu gibt es bei myposter.de

Generell muß man aber wirklich aufpassen, was man mit seiner Kamera machen will.
Will man vor allem Low Light und geringes Rauschverhalten, dann muß man zu Kameras wie der Sony A7s greifen. Diese hat wenig Megapixel, dafür aber eine überragende Bildqualität, vor allem bei widrigen Lichtverhältnissen.
Will man besonders viele Details, dann greift man zu Megapixelmonstern wie der Canon 5Ds R (eine 5Ds ist schwachsinnig in meinen Augen), einer Sony A7r oder einer Nikon D810. Canon hat 50, die anderen beiden 36 Megapixel, wobei Sony und Nikon wohl im März/April ebenfalls 50 MP-Modelle vorstellen werden.
Die großen Dinger können eher keinen Sport und sind für’s Studio, Landschaften und Architektur gedacht, wenn auch und vor allem mit Stativ gearbeitet wird.
Will man Allrounder, dann greift man zu 20-24 MP-Modellen. Diese bieten oft schnelle Bildwiederholraten für Sport und sind auch sonst ein goldener Mittelweg.

Shop-Links:
High-Megapixel-Modelle:
Sony Alpha 7R Systemkamera (36,4 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) schwenkbares Display, BIONZ X, 2,3 Megapixel OLED Sucher, 35mm Vollformat Exmor CMOS Sensor, NFC) schwarz

Nikon D810 FX-format Digital SLR Camera Body

Allrounder:
Sony Alpha 7 II Digitalkamera (24,3 Megapixel, 7,62 cm (3 Zoll) LC-Display, Full HD Videofunktion (XAVC S, AVCHD), Vollformat Exmor CMOS Sensor) schwarz

Sony ILCA Alpha 77 II SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel EXMOR APS-C CMOS-Sensor, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, XGA, 79-Phasen AF-Messfelder, 12 Bilder/Sek, Full HD, WiFi / NFC, HDMI) mit OLED-Sucher und Autofokus

Sony SLT-A99V SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Nikon D750 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, HDMI, USB 2.0) Kit inkl. AF-S Nikkor 24-120 mm 1:4G ED VR Objektiv schwarz

Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, AF-System mit 39 Messfeldern) Kit inkl. AF-S 24-85mm 1:3,5-4,5G ED VR schwarz

Canon EOS 7D Mark II – Digitalkamera, 9128B040

Canon EOS 5D Mark III SLR-Digitalkamera (22 Megapixel, CMOS-Sensor, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, DIGIC 5+ Prozessor) Gehäuse schwarz

Low-Light in Perfektion:
Sony Alpha 7s Digitalkamera (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und spritzwassergeschützt)