Macphun bringt Lightroom-Ersatz

Wie gestern gerade berichtet, stellt Adobe nun auch bei Lightroom vollständig auf CC um.
Es scheint, als würden die kleineren Anbieter begreifen, daß nun die große Chance gekommen ist.

Nachdem schon bezüglich Affinity seit längerem die Spatzen ein fröhlich Lied über einen Lightroom-Ersatz mit Bildverwaltung von den Dächern trällern, teaserte heute Macphun, daß 2018 eine Lightroom-Alternative für Luminar erscheinen soll.

Wer so lange nicht warten will, kann auch jetzt schon auf PhaseOne Capture One oder DXO Optics Pro umsteigen, bwz. auf Serif Affinty Photo und deren RAW-Entwickler.

Die Alternativen sind da – Ihr müßt nur den Mut haben, sie zu nutzen. Dann lernt Adobe vielleicht, daß man mit seinen Kunden nicht alles machen kann.

#fuckadobe

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DxO setzt die Sony A7r II auf den Thron

DxO hat kürzlich seinen Test der neuen – und ziemlich gehypten – Sony A7r II abgeschlossen und das Ergebnis ist: das derzeit beste jemals erzielte bei DxO in deren eigenen DxOMark.

Bildschirmfoto 2015-08-29 um 17.34.44

Nun muß man das ganze aber auch etwas kritisch sehen. Zum einen ist das ein DxO-eigener Test, zum anderen gibt es weitere Berichte im Netz die das ganze etwas anders sehen – auch nicht-technische, teils im Studio, teils in freier Wildbahn.

Und viele Nutzer klagen noch über die eine oder andere Unpäßlichkeit bei der neuen Wunderkamera; so sind die RAW-Dateien bspw. nicht in vollem 14bit verfügbar, sondern nur in 12bit, was gelegentlich, wenn wohl auch selten, zu Bildfehlern bei gewissen Ansichten führen kann. Dann soll es bei nachts Langzeitbelichtungen zu Hot Spots auf dem Sensors kommen. Im 4K-Modus soll die Kamera recht schnell überhitzen usw.
Der Dynamikumfang soll – trotz Sensoren aus dem gleichen Hause – bei Nikon besser sein – auch insgesamt soll – je nach Test – Nikons Prozessor aus den Bildern, die die Sony-Sensoren liefern, mehr herausholen können.

Sei es drum. Das neue Wunderdings von Sony ist in manchen Dingen wohl auch eines. Und der überwiegende Teil der Nutzer will das Teil nie mehr hergeben.

DxO Mark: Sony A7s vs. Nikon Df

DxO läßt die neue Sony A7s gegen die Nikon Df antreten. Zwar erringt die Nikon insgesamt mehr Punkte und ist damit Gesamtsieger, die Low-Light-Fähigkeiten der Sony sprechen aber eine deutliche Sprache und machen sie punktuell für entsprechende Photographen interessant.

Link zum Test

Ich habe mir gestern im Blödmarkt die Df einmal angesehen; daneben stand eine A7 (ohne s) – die Df ist ein ganz schöner Brocken, aber durchaus hübsch. Sie wirkt in der Tat sehr retro und klobig und will damit eigentlich nicht so sehr ins Konzept einer spiegellosen Systemkamera passen. Die A7 wirk deutlich eleganter. Ist aber natürlich alles Geschmackssache.

Bild

Welchen RAW-Converter soll ich benutzen?

Ha! Eine Gretchenfrage…

Aber: was ist denn eigentlich RAW-Converter?
Nun, bei modernen Kameras kann man idR in zwei verschiedenen Modi seine Bilder aufnehmen: JPEG und RAW.
Wie der Name schon sagt, ist ein RAW eine Rohdatei, die sämtliche Informationen unkomprimiert enthält und damit den größten Spielraum bei der elektronischen Bildverarbeitung („Filmentwicklung am PC“) bietet. Wer also im Nachhinein seine Bilder tunen will, sollte in RAW photographieren.

Ich kenne bislang vor allem drei für Photographen relevante Bildbearbeitungs-/Katalogisierungsprogramme:

– Adobe Photoshop Lightroom
– DxO Optics Pro/Elite
– Apple Aperture

Eine Frage, die sich viele stellen, ist: „brauche ich auch das richtige Photoshop?“
Die Antwort ist: jein
Es gibt einige Funktionen, die man als Photograph nutzen kann, die aber letztlich den horrenden Preis nicht rechtfertigen. Man kann hier viel mit externen Drittprogrammen und Filtern für Lightroom erreichen.
OK, also eigentlich ist die Antwort dann jEIN. Winziges Ja, riesiges NEIN.
Ich nutze mein uraltes Photoshop CS3 eig nur noch, um JPEG-Panoramas zu machen, und selbst das immer seltener.
Hinzu kommt, daß Adobe bei seinen Programmen (außer bei Lightroom) auf ein Abomodell umgestellt hat; man kann deren Software also nicht mehr kaufen, sondern muß sie monatlich mieten.
Und dazu kann ich nur sagen: FUCK YOU ADOBE!!
Daher ist meine Empfehlung zu Photoshop Pro für (Amateur-) Photographen: in die Tonne damit.

Von Adobe gibt es, davon abgesehen, eine abgespeckte Versione namens Photoshop Elements, die viele Dinge kann, die auch in der professionellen Version enthalten sind.
Der größte Unterschied ist der Preis:
Elements: EUR 70,-
Photoshop: über EUR 1.000,-
Lightroom: ca. EUR 100,-

Wie man sieht: Elements und Photoshop CC (so der Name der Pro-Version) ergeben für den Normalphotographen absolut keinen Sinn.
Klare Empfehlung: Lightroom

Aperture von Apple gibt es nur für Mac OS für ca. EUR 70,- und auch nur als Download via MacAppStore. Zudem ist Aperture seit langem in der Version 3 verfügbar und es scheint seitens Apple keine Plände zu geben, bald die Version zu bringen.
Als Lightversion kann man noch Apples iPhoto nennen.

Ach so, ja, von Google gibt es noch Picasa, das aber, trotz des geringen Preises von 0 Euro wegen der AGB und der selbst eingeräumten Nutzungsrechte in der Kritik steht. Kann ich nicht empfehlen.

DxO Optics Pro/Elite ist die einsteigerfreundlichste Variante (evtl.), aber mitt 200 bzw 300 Euro nicht gerade günstig. Die Ergebnisse sind schnell erreicht vor allem wegen einer gigantischen Anzahlt von Profilkorrekturen für Kamera-Objektivkombinationen.

RAW-Converter ansich gibt es idR von jedem Kamerahersteller kostenlos entweder auf CD zur Kamera dazu oder als Download (Canon EOS Utility oder Sony Image Data Converter).

Es gibt nich das Programm Capture NX, das ich aber leider nicht kenne und nie benutzt habe.

Ich habe einige Jahre mit Aperture gearbeitet, bis ich doch auf Lightroom umgestiegen bin. Die Bildverwaltung ist einfacher und irgendwie weniger restriktiv. Aperture ist dennoch ein sehr gutes Programm, das sich vor allem in das Look-and-Feel von MacOS sehr gut mit seinem Workflow integriert. Mir haben am Ende aber einige Funktionen gefehlt, die Lightroom detaillierter bietet, wie bspw. bei der Farbverwaltung-/bearbeitung.
Auch die Bearbeitung in Schwarz-Weiß ist in Lightroom besser gelungen, bzw. die Handhabung des Kontrastumfangs etc pp.
Aperture war anfangs übersichtlicher, aber hat man sich mit Lightroom vertraut gemacht, kann man schnell umsteigen. Ich finde LR inzwischen leichter und intuitiver zu bedienen als Aperture.

Neben der Bildbearbeitung ist vor allem die Bildverwaltung das große Plus der RAW-Converter. Denn mit diesen Programmen kann man sich endlich von der mühsamen Suche in Ordnern verabschieden und kann seine Bilder mit Schlagworten versehen, sortieren, filtern uvm.

Meine Kaufempfehlung geht daher klar an Adobe Photoshop Lightroom, trotz der für andere Programme aus deren Portfolio fragwürdig eingeführten Abopolitik, weil Umfang, Zugang und Handhabung zu diesem Preis einfach das beste Gesamtpaket bilden.
Wer Anfänger ist und das nötige Kleingeld hat, sollte zu DxO Optics Elite greifen.
Wer sich nicht in weitere Kosten stürzen möchte, nachdem die Kamera bereits das Budget aufgefressen hat, sollte zur Bearbeitung den herstellereigenen RAW-Converter nutzen und die Bildverwaltung eigenhändig übernehmen oder über Drittprogramme realisieren, wie bspw. iPhoto oder ggf ACDSee oder ähnliches; hier dürfte man im Netz rasch fündig werden.