Ostermontagmorgen in Mannheim

Nach einem Trip in den Luisenpark (o wie ich ihn liebe!!) am Karsamstag und einem Tag rumgammeln hat es mich heute früh wieder gepackt. Ich wollte nach Monnem und da es der Ostermontag ist, war ich mir relativ sicher, daß sich um 8 Uhr morgens noch nicht viele Leute dort tummeln würden. Und so war es auch – es war beinahe nur die Stadtreinigung unterwegs. Ich hatte heute keine Lust auf wilde Menschenmassen und ein Street Photography Training – ich wollte meine Ruhe; und die hatte ich 🙂

Ich bin vor allem hin, weil ich zwei Ziele im Auge hatte: die Planken und die Unterführung Richtung Schloßgarten an der Uni bzw. am Bahnhof (nein, nicht den Lindenhoftunnel 😉 ). Die Planken wollten ich endlich mal mit einer langen Brennweite (bzw. einen engen Bildkreis) ablichten; hat funktioniert, hat ein bissl gedauert, war aber recht entspannend.

So. Hier nun erstmal einige Eindrücke aus dem Luisenpark vom Samstag:

Gondoletta

Ostergans

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Und hier nun die Eindrücke von heute morgen:

Ein Blick zurück ins Jahr 1975:
Es war einmal... 1975

Auf dem Rückweg habe ich mir auch gleich mal das neue Q6/Q7-Quartier angesehen – es gewinnt keinen Schönheitspreis, ist aber immer noch besser, als die häßlichen Kotzbunker, die da vorher standen. Ich fürchte nur, daß das, was man jetzt hingebaut hat, in 10 Jahren auch nicht besser aussehen wird…

Q6 Q7

Und auf dem Weg in die Planken, fand ich ein Plakat und habe mich tierisch über die Dummheit der Designer scheppgelacht… heute mittag habe ich dann erfahren, daß das so sein muß, weil die Tante auf der Flasche wohl „Birgit“ heißt und das ein Wortspiel sein soll… haha. Nun ja. Muß ma als Monnemer net wisse. Do gibt’s bloß Eischbaum, hea. 😀
Egal, wieder was gelernt… gut finde ich das Plakat immer noch nicht.

IMG_3628

Am Paradeplatz habe ich mich dann ein wenig ausgetobt:

Tram-Catcher

Planken

Anschließend bin ich Richtung Schloß gelaufen – wenn es so ruhig ist, fallen einem die Mannheimer Bausünden noch mehr auf, als sonst… auch der Schloßhof war früher viel schöner und begrünt – aber wer braucht das schon, die ganzen Studenten müssen schließlich Platz haben und die Lkw, die anliefern usw usw usw…. links und rechts vom Eingang zum Schloßhof liegen kleine Überbleibsel des vorderen Schloßparks (Carl-Friedrich und Carl-Theodor zu Ehren) – davor lagen einst die Wachhäuschen, die man abgerissen hat, damit die Straßenbahn Platz hat… gut gemacht, Ihr Arschlöcher.
Mea culpa. Aber wenn ich an meine Stadt denke und die Bausünden bzw Fehlentscheidungen, die seit dem Krieg bis heute stattfinden, bekomme ich regelmäßig Schnappatmung und Bluthochdruck.

Schloß Mannheim

Nun, Richtung Schloß kam ich auch an ein paar sehr schönen Bauten aus Barock und Jugendstil vorbei (auf dem Rückweg auch), die mir einmal mehr einen Eindruck vermittelt haben, was für eine unglaublich prachtvolle Stadt Mannheim einmal gewesen sein muß. Ich darf nicht lange drüber nachdenken, sonst kommen mir wieder die Tränen.
Also, bei L5 geht es über die Straße und etwas versteckt am Bahnhof zu einer Unterführung, die in den Schloßgarten führt. Ach ja: den Schloßpark hat man übrigens weitgehend den Autobahnzubringern Richtung Ludwigshafen geopfert… noch so ein Thema…

Die Unterführung selbst hat ihren Reiz. Klar: häßlich, dreckig, vollgepißt und voller Graffiti – aber, ich gebe es zu, bisweilen faszinieren mich solche Orte.

Unterführung

Underpass

Undercrossing

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Am Ende hat es mir gut getan – ich liebe mein Mannheim, auch wenn es zusehends vor die Hunde geht… wenigstens werden 2016 endlich die Straßen gemacht, allerdings auch die Brücken abgerissen; die kommenden Jahre werden turbulent. Mannheim bietet dem geübten Auge viele Aspekte für eine Stadterkundung: photographisch, geschichtlich… man muß es freilich nicht mögen und ein Einheimischer sieht seine Heimatstadt immer anders und verklärter als der Rest – aber Monnem ist Monnem. Jedenfalls noch…

Und ich muß es dieses Jahr endlich wieder sonntags zu Dämmerung an den Friedrichsplatz schaffen… die Wasserspiele will ich endlich mal wieder sehen.

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Begleitet haben mich dieses Mal:

Sony A7s
Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4
Minolta AF 80-200mm f/2.8 APO G HS
Minolta MD 45mm f/2

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Ein abendlicher Streifzug durch Mannheim

Ja, die Monnemer Innenstadt war mal wieder dran – dort gibt es einfach öfter mal was zu entdecken. Und eigentlich bin ich viel zu selten dort…

So richtig wollte der Funke gestern aber nicht überspringen. Mir war zu heiß – bzw war ich zu dick angezogen für die absolut unüblichen 15 bis 16 Grad… (aber wir haben ja kein Wetterproblem…).

Jedenfalls bin ich etwas durch die Quadrate geschlendert in der Hoffnung, vielleicht das eine oder andere Street-Photo zu machen; aber auch hier war gestern irgendwie nicht viel zu holen (oder ich habe mich nur zu doof angestellt, kann ja auch sein 😀 )
Insgesamt war es aber schon frappierend… man hat mittlerweile das Gefühl, die Leute gehen nur auf die Straße, um zu überprüfen, ob jemand eine Kamera auf sie richtet…

Zum Schluß bin ich dann nochmal zum Wasserturm und habe drauf gewartet, daß am Friedrichsplatz die Lichter angehen – Wasserspiele gibt es ja leider ab Oktober keine mehr.
Mein Stativ hätte ich auch im Auto lassen können – seit ich die A7s habe, sind mir Sachen wie ISO 12800 irgendwie egal 😀

So, genug der Worte; hier nun einige Bilder aus meinem Flickr-Album:

Planken

Friedrich und Augusta

Wasserturmturtelei

Zum Einsatz kamen dieses Mal wieder die A7s und das FE 16-35mm, sowie das Minolta MD 45mm f/2.