Sony: A7r III it offiziell + erste Bilder

Heute überschlägt sich ja mal wieder alles. In China wurde die Kamera bereits der Öffentlichkeit präsentiert.

Hier die Schlüsseldaten (via Sonyalpharumors.com bzw. ThePhoblographer), sowie direkt bei Sony:

BSI 42.2 MP full frame sensor same sensor
4K HDR video
ISO 100 to 32000
10fps
14 bit raw for everything including continuous shooting
5 axis stabilization to 5.5 stops
Physical dimensions are identical to the Sony a7r II
All the new stuff is inside with the exception of the Joystick from the Sony a9
15 stops of dynamic range due to the processor of the camera. This is only at low resolution but they’re not sure how high of an ISO that will extend to
Autofocus from a9
Eye AF operates at double the speed
No optical low pass filter
Highest picture quality of any camera they’ve made
Low vibration shutter, completely new shutter
Bionz X processor
Raw compressed buffer at 87 photos and uncompressed is 28
Pixel shift multi shooting to capture more color.
399 phase detection AF points
Contrast AF points: 425
68% of the sensor area covered with AF points
2x faster autofocus than the previous camera
Subject tracking performance has doubled in effectiveness
Touch functions on the screen: AF-on, multi selector and anti-flicker
Fast AF and exposure tracking at 10fps
8fps shooting continuous Live View
Full HD video at 120p
4K video at 24p and 30p
USB 3.1
Dust and moisture resistant
Two card slots
3.69 million dot OLED tru-finder
The A9 battery
PC sync port
You can externally power the camera via USB
No mirror shock no shutter shock and silent shooting
10fps no black out. At 8fps there is momentary blackout
No time lapse mode
$3,199.99 in market at end of November

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Spekulation am Abend: was wird die Sony A7 III wohl zu bieten haben?

Ja, ‚tschuldigung, ich weiß, manchmal nerven die blöden Spekulationen einfach nur – mich auch, aber ich habe. manchmal einfach Bedürfnisse 😀

Also. Ich denke, anhand der letzten Produktzyklen, kann man eigentlich davon ausgehen, daß Sony als nächstes die A7, also das normale Einsteigermodell im Vollformat, einem Upgrade unterziehen wird; ggf auch um zu schauen, ob die angedachte Strategie für die 7er-Reihe funktioniert.
Was nun aber können wir von der neuen Kamera erwarten? Nun, ich denke, was wir definitiv vergessen können, sind 4K-Video und ein Stacked-BSI-Sensor. Warum? Nun, wenn das eingebaut wird, ist es eine A9, und das ergibt nun wirklich keinen Sinn. Ich kann mir vorstellen, daß man der neuen A7 III zwar schon einen BSI-Sensor spendiert und vielleicht sogar, das neue Gehäuse mit 2 SD-Slots usw., aber selbst letzteres halte ich ein wenig für unwahrscheinlich. Ein BSI-Sensor ergibt da schon mehr Sinn, das ist ein sinnvolles Upgrade und entspricht einfach dem Stand von Sonys Technik. Die Kamera wird eine eher niedrige Serienbildrate haben, die sich womöglich nicht von der jetzigen unterscheidet; außerdem wird wieder ein 24 Megapixel-Sensor drin sein (der auch mehr als locker für alle Aufgaben ausreicht), allerdings fände ich es cool, wenn mal der Tiefpassfilter wegfällt, um dann doch die Bildqualität zu erhöhen. Aber um ehrlich zu sein: mit der bin ich bei meiner A7 II mehr als zufrieden. Ob das jetzt alles scharf, megascharf oder supermegaduperscharf ist… wen juckt das?

Die übrigen Daten sollten sich nicht großartig ändern; es wird bestimmt das neue Menüsystem geben, aber die Änderungen und Verbesserungen dürften sich auf eine kleine Evolution beschränken und nicht in eine Revolution verfallen. Das wird eher den anderen 7ern zufallen, wenn es mal soweit ist (A7s III und A7r III). Ich glaube immer noch nicht, daß Sony eine A9r und A9s rausbringt, das wäre so scheißdämlich. Damit nimmt man der A9 ihre Sonderstellung als Topprodukt über der 7er-Reihe. Man kann die anderen 7er auch so als Profi-Kamera positionieren, indem man denen die neuen Gehäuse und Features usw. angedeihen läßt.
Schließlich machen das alle anderen Hersteller auch so; Nikon hat zig Kameras im Angebot und auch eine D850 (im übrigen auch nur eine Evolution, aber mit vielen coolen Sachen im Gepäck) an Profis, wohingegen die D5 ganz klar das Flaggschiff ist. Bei Canon ebenso: da gibt es Vollformater wie die 6D II, die 5D IV usw., aber das Flaggschiff ist und bleibt die D1 X II.
Aber leider hat Sony bei Produktbezeichnungen noch nie ein glückliches Händchen gehabt.

Für mich wäre eine A7 III wie oben beschrieben eine feine Sache – das ganze dann noch schön erschwinglich unter 2.000 Euro und wir sind vermutlich im Geschäft, wenn es sein muß… sein will 😉
Meine perfekte Lieblingskamera wäre allerdings immer noch eine A7s III mit 20 MP und BSI-Sensor etc pp – das wäre so geil. Eine mittlere Auflösung, die auch für leicht größere Prints hält, vll noch ohne TP-Filter (oder zuschaltbar, falls möglich) und einfach sensationelle Low Light-Fähigkeit gepaart mit geräuschlosen Aufnahmen – vor allem letzteres fehlt der A7 II, das merke ich beim Street Shooting dann schon.

Tja, ich bin jedenfalls sehr gespannt, wann wir die ersten Daten zur 7 III geliefert bekommen.

Warum die Sony A7r II für die meisten Anwender keinen Sinn ergibt

Tja, ein reißerisches Thema zum Wochenende, wo doch so viele der Meinung sind, daß diese Kamera einfach die „besten Bilder macht“. 😉
Also erstens macht hauptsächlich der Photograph das Bild und nicht die Kamera und zum zweiten ist das schlicht und ergreifend falsch.

Warum?

Eine hochauflösende Kamera ist ein auf einen bestimmten Bereich spezialisiertes Werkzeug bzw. Instrument. Wer seine Bilder idR im Netz veröffentlicht (bei max 72 dpi Bildschirmauflösung, denn mehr stellen Monitore idR nicht dar) oder einfache Photobücher druckt bis DIN A3 oder auch mal ein Poster in DIN A2 oder A1, dem genügen 24 Megapixel locker!! Meistens sogar noch deutlich weniger.

Eine solch hochauflösende Kamera hat im Gegenteil durchaus für die meisten Anwender mehr Nachteile als Vorteile:
– 42 MP verwackeln leichter (ja auch mit SteadyShot)
– 42 MP verbrauchen enorm viel Speicherplatz pro Bild (ca. 80 MB, unkomprimiert RAW)
– 42 MP schaffen die allermeisten Objektive nicht, die Bildqualität leidet ggf eher unter der hohen MP-Zahl (https://www.dxomark.com/best-sony-lenses-under-13000-dollars)

Jetzt mögen einige einwerfen: „Ja, aber dann kann ich besser „croppen“ – dem kann ich eigentlich nur entgegnen: wer seine Bilder dauernd nachträglich beschneiden muß, der kann nicht photographieren. Tschuldigung, aber meistens ist das so. Es gibt freilich Momente, in denen man darauf angewiesen sein kann, das Bild mittels Beschnitt „ranzuzoomen“ oder dergleichen, aber bei den allermeisten wird das nicht der Fall sein. Und kleinere Bildkorrekturen kann man auch bei 12, 16, 20 oder 24 MP machen, ohne daß es gleich undruckbar wird.

Für wen ist dann solch eine Kamera?
Nun, gute Frage. Meistens für Landschaftsphotographen (wobei auch hier die meisten immer noch mit deutlich weniger arbeiten), für Fashion, weil man dort immer mehr will und meist auf dem Stativ arbeitet und riesige Billboards druckt etc pp, für Produktphotographen, Makros usw – eine Sony A7r II ist für die allermeistens Anwender einfach schwachsinnig!!
Aber hey! Ich weiß wie das ist. Man bekommt vom Marketing und allen möglichen anderen Leuten immer wieder vorgekaukelt, daß das einfach die Non-Plus-Ultra-Kamera ist, die wirklich JEDER braucht, weil sie einfach ALLES schlägt.
Nein. Tut sie nicht. Es kommt immer drauf an, was ich damit erreichen möchte.

Wer jetzt meint, er braucht trotzdem „die beste Kamera“, der hat nicht begriffen, worum es geht (sorry). Sony bietet im Vollformat aktuell 4 Kameras an, die speziell für 4 Kundenkreise gedacht sind – es handelt sich um spezialisierte Systeme (so in etwa):
A7s (Journalismus, Low Light, Video, Astro, Hochzeiten etc)
A7r (Landschaft, Fashion, Produkte, Makro usw)
A7 II (Allrounder, kein Sport etc., Low Light nur bedingt)
A9 (Sport, Journalismus, Wild Life, Hochzeiten etc)
A6500 (Sport, Wildlife, Casual)
A99 II (Sport, Portrait, Makro, Landschaft etc.)

Das soll jetzt nicht heißen, daß man nicht auch mit jedem der Modelle alle Anwendungen abdecken kann – das geht durchaus. Ich habe auch mit der A7s schon Makros und Landschaften geschossen und war außerordentlich zufrieden damit. Mittlerweile kommt sie aber nur noch sporadisch zum Einsatz, wenn ich geräuschlos aufnehmen will (kann die A7 II nicht) oder eben wirklich noch die Farbkontraste bei wenig Licht haben will (rauschen tut es trotzdem!!). So spielt sie vor allem bei mir in der Street Photography und bei der Astrophotographie eine Rolle – alles andere mache ich inzwischen eher mit der A7 II und bin sehr zufrieden damit, auch wenn mir hier die RAWs fast auch schon zu groß sind (unkomprimiert).

Daher noch einmal mein dringender Appell: bitte fallt nicht drauf rein, was andere behaupten, machen, wollen, wünschen etc. Überlegt Euch lieber genau, was Ihr wirklich wollt und dann auch tatsächlich braucht. 😉
Und natürlich gilt das oben gesagte auch für andere Kameras mit entsprechenden Leistungsdaten.

Update vom 22.05.2017:
Hier habe ich bei YouTube ein gutes Video von Krolop&Gerst gefunden, welches diesen Artikel ganz gut ergänzt:

Meine Wunschliste für die A7 III, A7s III und die A7r III

Nun, da allerorten die Preise für die aktuellen 7er-Modelle drastisch gesenkt werden, dürfte es nur eine Frage der (kurzen) Zeit sein, bis die o. g. Nachfolger kommen werden.
Statt wie üblich (nur) zu spekulieren, welche Ausstattungsmerkmale die drei Kameras evtl. haben werden, stelle ich lieber meine persönliche Wunschliste zusammen in der Hoffnung, daß diese vielleicht sogar plausibel ist. Daß es cor allem bei der A7s III bestimmt mehr zu sagen oder zu wünschen gibt, ist klar. Nur habe ich von all dem Videogedöns schlicht und ergreifend keine Ahnung kann nichts dazu sagen. Man sehe mir das bitte nach 😉

A7 Mark III:

  • Neues Gehäuse der A9 (wird wohl ausbleiben, da es eher ein Amateurmodell ist).
  • 24 MP Sensor (da es das Einsteigermodell ist, wir man wohlmauf einen BSI-Sensor verzichten. Leider.)
  • Kein 4K, das ist den Profi-Modellen und der A6x00-Reihe vorbehalten.
  • Replatzierung des Videobuttons, der nervt
  • Besseres Menü
  • Touchscreen
  • Joystick für die Wahl des Fokusfeldes
  • Mehr Fokuspunke
  • Wetterbeständigkeit
  • Schnellere Startzeit
  • Anständige Türen bei den Anschlüssen wie bei der ersten 7er-Reihe
  • Preis: max. 1.800 Euro

A7s Mark III:

  • Neues Gehäuse der A9 samt allen Vorteilen
  • 18-20 MP BSI Sensor mit 6K Full Sensor Read-out
  • Keine Überhitzung bei 4K
  • Besserer AF
  • Wetterbeständigkeit
  • Schnellere Startzeit
  • Preis: max. 3.000 Euro

A7r Mark III:

  • Gehäuse der A9
  • Stacked Sensor (vll eher unwahrscheinlich, aber mit dem neuen LSI und BIONZ X sollte hier noch was gehen, wobei man sich sicher keine Konkurrenz im eigenen Haus schaffen wird (A9); die A99 II is schon schnell genug, deshalb wird man die A7r III dem wohl nur anpassen.
  • Sonst… Sind eigenlich keine größeren Änderungen notwendig, aber wahrscheinlich wird man die MP auch wieder ehöhen auf 50 oder sowas.

Meine Traumkamera wäre eine wie oben beschriebene A7s III. Also alle Funktionen, die sie jetzt schon hat, plus dem o. g. Neuen.

Und bitte Sony… Keine A9s/r, das wäre irgendwie albern. Danke im voraus 😁

Sony A9 – ein Kommentar 

Nun, da ist sie also, die Sony A9, das seit langem heißeste Gerücht und Gegenstand der wildesten Spekulationen. Man konnte eigentlich fast alles über diese Kamera lesen, von irrsinnigen Megapixelzahlen jenseits der 70 MP, über Mittelformatsensoren uvm. Jetzt, da die sagenumwobene Kamera vorgestellt worden ist, fragt sich vielleicht der eine oder andere gleich: „Mist! Wie soll ich so viel Kohle zusammenbringen?“ Daher sollte man sich eventuell erst einmal darüber im Klaren werden, an welche Käufergruppe sich diese Kamera wendet.

Die Sony A9 steht mit ihren Eckdaten in direkter Konkurrenz zu Canons und Nikons Topmodellen: EOS 1D X Mark II und D5. Die drei Kameras stellen jeweils die Flaggschiffe der Hersteller dar und sind vor allem auf Geschwindigkeit und den professionellen Einsatz in den Bereichen Sport, Natur/Wildlife, Journalismus ausgerichtet. Alle drei sind jeweils auch die teuersten Modelle im Line-up.

Was bedeutet das nun? Es ist klar, daß sich auch viele Enthusiasten nach diesem Arbeitstier die Finger lecken, mich eingeschlossen. Man sollte sich aber vielleicht, neben all der Euphorie, tatsächlich die Frage stellen: Brauche ich das denn?

Das soll nicht heißen, daß man sich als Nicht-Profi diese Kamera nicht kaufen soll, im Gegenteil!! Wer Spaß dran hat und das nötige Kleingeld besitzt, der schlage zu und erfreue sich an einer extrem guten Kamera, die eigentlich fast alles kann. Es wäre nur schade, wenn deren Hauptfunktionen (Sport, Wildlife etc.) dann nicht genutz würden. Irgendwie. Denn alle anderen Disziplinen beherrschen Sonys weitere Modelle zumindest in Teilen genauso gut. Portrait, Landschaft, Low Light, Sport sind alles Gebiete, die man einer A6500, A7, A7s II oder A7r II gut bedienen kann. Ich selbst habe ja eine A7 II, mit der ich eigentlich sehr gut zurecht komme. Klar, sie kann keine geräuschlosen Aufnahmen machen und ist evtl. im Low Light schneller an der Grenze angekommen, als meine A7s. Letztere wiederum hat „nur“ 12 MP Auflösung, die je nach Motiv und Einsatzgebiet nicht ausreichen können. Eine A7r II möchte ich gar nicht, weil mir die RAW-Dateien einfach viel, viel, viel zu groß sind und ich diese Auflösung niemals brauchen werde. Die meisten meiner Photos gibt es nur digital bei Flickr zu sehen, für große Drucke in A1 und A0 (wobei ich A0 noch nie gedruckt habe, denn wo soll ich sowas hinhängen?!) reichen die 24 MP der A7 II LOCKER aus. Im Genteil wäre mir eine A7s III mit 20 MP die allerliebste Kamera. Sport und wilde Tiere sind nicht mein Metier und Journalist bin ich auch keiner. Trotzdem hätte ich die A9 gerne, solange nix passenderes verfügbar ist. Die kann halt einfach alles. Und deswegen kostet sie auch eine Menge Geld. Leisten kann ich mir das leider nicht.

Kann die neue Wunderwaffe nun endlich an Canons Vormachtstellung kratzen? Ich glaube schon. Canon und Nikon sind viel zu behäbig und arrogant geworden. Sie bringen zwar ständig neue Kameras; diese sind aber immer nur kleine Updates ohne wirkliche Innovationen, oder sogar sinnlose Produkte, die kaum einer braucht oder will. Natürlich sind die Kameras der beiden hervorragende Arbeitsgeräte, das waren sie immer. Aber die beiden verschlafen momentan irgendwie jeden Trend oder setzen Trends nur halbherzig um. Sony hingegen hört seinen Kunden zu und setzt deren Wünsche um. Dabei wird sehr hohe Qualität abgeliefert gepaart mit innovativen Produkten, die leichter sind, kompakter und sich einfach der digitalen Realität stellen. Sony macht dabei auch immer wieder Fehler, aber nur wer wagt, gewinnt am Ende auch. Mich beeindruckt Sony. Und ich denke, die A9 hat großes Potenzial, das Interesse vieler Profis und Amateure zu wecken und sie zum Wechsel zu verleiten, und damit letzlich die Sturheit zu durchbrechen. 

Tja, wie geht es denn nun weiter? Viele spekulieren, ob Sony nun eine neue A9-Reihe über der A7-Serie startet, also z.B. eine A9s und eine A9r bringt. Möglich wäre das. Viele Anwender wünschen sich eine hochauflösende Kamera wie die A7r II mit einem Gehäuse der A9 (zwei Karten-Slots, Joystick, größerer Akku, mehr Wahlräder etc pp). Bringt Sony das nicht, dürfte das wieder für grümpfte Nasen sorgen. Die Frage ist, ob Sony die A7-Reihe mit dem neuen Gehäuse aufwertet und die A9 namentlich und preislich über allem thronen läßt, oder tatsächlich eine neue Reihe startet, was ich irgendwie komisch fände. Ich vermute, daß wir noch in diesem Jahr die Antwort darauf erhalten, denn die A7 II ist bislang am längsten auf dem Markt und steht eigentlich als erstes für ein Update an. Kann natürlich auch sein, daß Sony gleich zeigen will, daß sie an ihre Kunden denken und gleich die s- und r-Variante pimpen. Wobei ich mir vorstellen kann, daß das zeitlich gar nicht so einfach ist; und ob da dann auch „Stacked Sensoren“ drin sind, muß auch nicht sicher sein. 

Auf jeden Fall ist Sony mit der A9 in meinen Augen ein ganz großer Wurf gelungen, der das Potenzial hat, den Markt endlich spürbar und nachhaltig durchzurütteln.

Sony a9 vs. Canon 1DX II vs. Nikon D5

Heute geht es mal um den Versuch, die drei Flaggschiffe von Sony, Nikon und Canon von den reinen Zahlen her miteinander zu vergleichen. Über die Handhabung der drei Kameras kann ich freilich nichts berichten, da ich keine der drei besitze oder je benutzt habe.

Es kann sein, daß ich einige für manche vielleicht wichtige Punkte in der tabellarischen Gegenüberstellung vergessen habe, aber das kann man dann kommentarisch hinzufügen.


Bei den Preisen bin ich auf ziemlich viele unterschiedliche Zahlen gestoßen bei der Recherche. Zu Sonys neuer Kamera gibt es noch keinen, nur eine UVP von evtl. 5.300 Euro inkl.MwSt, die 4.500 Dollar, die bei der Präsentation gestern in New York genannt wurden, sind glaube ich immer ohne VAT (Value Added Tax = MwSt.). Bei Canon haben sich die Preise offenbar irgendwo zwischen 6.300 und 6.600 eingependelt, wohingegen es bei Nikon irgendwie extreme Preisspannen von knapp 6.x00 bis knapp 7.000 Euro gibt. Je nach Modell.

Nicht vergessen darf man auch, daß Nikon und Canon den Batteriegriff schon integriert haben, der bei Sony jedoch optional ist und somit das Gewicht und die Größe dann natürlich erheblich verändert. Fakt ist aber auch, daß die Optionalitä von den anderen beiden erst gar nicht angeboten wird. Der Kunde hat keine Wahl.

Aus der Aufstellung gehen Alleinstellungsmerkmale wie Sonys Blackout-freier Sucher und anderer Dinge nicht hervor, wie bpsw., daß es Sony gelungen ist, den „Rolling Shutter“ zu eliminieren.

Nachfolgend noch einige Bilder, gefunden auf sonyrumors.co, die die Größenunterschiede der a9 zu anderen Kameras sehr schön darstellen:

Bei camerasize.com kann man die a9 mit nahezu jeder anderen Kamera vergleichen, auch von oben. Was im Vergleich zur aktuellen A7 II-Serie auffällt ist, daß sich das Gehäuse nur minimal vergrößert hat. Die A9 ist zB genauso breit, genauso hoch und noch nicht einmal 3mm dicker.

Ich bin SEHR gespannt auf die Nachfolger der A7-Serie, ob es diese überhaupt geben wird, oder Sony nicht einfach ne A9s und eine A9r bringen wird und daneben eventuell nur die A7 in einer Mark III weiterlaufen läßt. Ich würde es so machen 😄 Obwohl, die A9 sollte eigentlich das Flaggschiff bleiben, die A7-Reihe, aber das neue Gehäuse bekommen. Wir werden sehen.

Sony: die A9 ist da

Heute hat Sony in New York seine neue spiegellose High-End-Kamera der Öffentlichkeit präsentiert. Das neue, alle anderen Modelle des Herstellers überragende Flaggschiff glänzt mit folgenden Daten:

  • Der weltweit erste „full-frame stacked CMOS sensor“ mit 24,2 MP Auflösung. Ein neu entwickelter BIONZ X-Chip, sowie der LSI-Chip sind in den Sensor integriert, wodurch 20x höhere Datenverarbeitungsraten erzielt werden können, als in herkömmlichen Sensoren.
  • Blackout-Free Continuous Shooting bis zu 20 Bilder/s; 241 in RAW und 362 in JPEG und zwar ohne, daß sich der Sucher zwischen den Aufnahmen verdunkelt.
  • Geräuschlose und vibrationslose Aufnahmen bis 1/32.000 sek., verzerrungsfrei
  • 693 Phasen-AF-Punkte auf dem Sensor mit 60 AF/AE Tracking-Kalkulationen pro Sekunde. 93% Sensorabdeckung.
  • Ethernet-Port für die Datenübertragung
  • Dual SD card slots
  • Erheblich größerer Akku
  • 5-Achsen-Bildstabilisierung 
  • AF-ON-Button
  • Benutzerdefinierte Menüs
  • BSI-Sensor mit Empfindlichkeiten von ISO 100 bis 51.200 (50-204.800 erweitert)
  • 4K Video
  • Erhältlich ab Juni 2017
  • Preis: ca. $ 4.500,-


Daneben hat Sony noch das erste FE-Telezoom vorgestellt: FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS, Preis: ca. 2.500 Dollar