Fujifilm: Mittelformatkamera GFX 50S vorgestellt

Da ist nun also, die lange erwartete und langersehnte spiegellose Mittelformatkamera von Fujifilm.

Den Flyer zur Kamera könnt Ihr hier als PDF runterladen.

Die Kamera löst mit ca. 50 MP auf; es wird im Laufe des Jahres 2017 insg. 6 Objektive für das neue G-Bajonett geben:

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Das neue Flaggschiff soll unter 10.000 Dollar kosten. Die Sensorgröße beträgt 43,8 x 32,9 mm und wird im 4:3-Format produziert.

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Kurz-News mit einigen Leaks

Kurz vor den offiziellen Vorstellungen haben einschlägige Gerüchteseiten im Netz schon die neuesten Flaggschiffe von Fuji und Olympus ausgemacht.

Das hier ist ein Bild von Fujirumors.com von der neuen Mittelformatkamera:

Und das hier ist ein Bilder der neuen Olympus E-M1 Mark II bei 43rumors.com:

Offiziell: Fujifilm bringt Mittelformatkamera

Ja, in den vergangenen Monaten haben erst die Spatzen, dann die Adler und zum Schluß die Flugsaurier von den Dächer gepfiffen. Nun ist es also offiziell: Fujifilm stellt am 19.09.2016 um 17 Uhr seine Mittelformatkamera vor – und denke, es wird (selbstredend) eine spiegellose sein.

Mehr Details gab es bislang noch nicht.

Ich persönlich hoffe, sie wird sich vom Design her an der X-T2 orientieren und nicht arg viel größer sein. Und vor allem hoffe ich auf einen echten Kampfpreis. Den wird es wohl nicht geben, da alle einigermaßen „günstigen“ Modelle sich im Rahmen von 7.000 bis 10.000 Euro bewegen, aber… man darf ja noch hoffen. Bei einer Fuji bekomme ich noch mehr feuchte Hände, als bei der Hasselblad X1D. Wird beides wohl absolut unerschwinglich bleiben…

Der König ist tot. Es lebe der König! – Die Hasselblad-Auferstehung

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde gemunkelt, daß Hasselblad bald wieder weiterverkauft, gelöscht, niedergetrampelt oder sonst wie vernichtet würde… das Geschäft und die Marke war schon länger nicht mehr, was es einst war und die Konkurrenz a la Pentax & Co wurde immer angriffslustiger und vor allem: günstiger.
Die legendäre Mittelformat-Marke Hasselblad war schon längst abgeschrieben und nur noch Objekt beißenden Spotts ob des sinnfreien Weiterverkaufs von Sony-Kameras mit aufgeklebtem „H“ für den doppelten Preis.

Und nun…?

Gestern hat der schwedische Kamerahersteller seine neue Wunderwaffe (?) vorgestellt: die X1D.

Hasselblad X1D

Hasselblad X1D

Der Welt erste spiegellose Mittelformatkamera.

Die wichtigsten Eckdaten:
50 MP CMOS Sensor (von Sony, soweit ich weiß)
USB 3.0
WiFi
GPS
ISO 100 bis 25600
neues Bajonett, aber alle H-Linsen passen via Adapter (14 Stk.)
Preis: 9.000 Dollar
Gewicht: ca 730g
2x SD-Karten-Slot

Und nun meine Meinung dazu:
Klingt geil.
Die Kamera ist in etwa so groß wie eine Fujifilm X-Pro2, also bewegt sie sich im Rahmen einer Sony A7 und Leica SL – wohlgemerkt: das steckt ein Mittelformatsensor drin, der DOPPELT so groß ist wie ein Vollformat-/Kleinbildsensor!!
Die 9.000 Dollar (oder Euro?) sind eine klare Ansage an Pentax und den Rest der Konkurrenten. Ab jetzt wird Mittelformat klein, leicht, handlich und im Verhältnis zu früher erschwinglich.
Ich habe aktuell noch keinen Test gesehen oder gelesen, aber wenn das Ding was kann… WILL ICH EINS HABEN!! – Wird wohl nie passieren, denn dafür müßte ich mein gesamtes anderes Equipment verkaufen… aber… na ja, Ihr wißt schon… G.A.S. und so 😀

Bravo Hasselblad!! Gut reagiert.

Epilog:
Ob Sony jetzt mit der spiegellosen Mittelformat A9 kontert mit 100 MP? 😉

Promo-Video:

Die gestrige Produktvorstellung:

Nachrichten aus der Photowelt

Olympus:
Die alte, neue (oder umgekehrt) PEN-F ist da, richtet sich an Street Photographer, soll begeistern und soll $ 1,200 Dollar kosten.
Sie ist sexy, das muß man ihr lassen. Die Specs gibt es hier.

Laowa:
Ein neues Objektiv kommt (Vollformat, e-Mount) und es hat 135mm. Darüber hinaus hat es einen sog. „apodization filter“, der ein schöneres Bokeh zaubern soll.

Fuji:
Mal wieder: angeblich testet Fuji gerade (Sony?) Mittelformatsensoren…

Canon:
…arbeitet angeblich an einer kompakten Vollformatkamera mit Festbrennweite und außerdem soll eine neue spiegellose kommen, die ganz toll sein wird, und die 1D-X II soll auch im Februar kommen.

Plant Fujifilm eine Mittelformat-Kamera?

Gerüchte über Pläne, eine Mittelformatkamera zu bringen gibt es zyklisch bei fast jedem Hersteller… nun also ist Fujifilm dran.

Dieses Gerücht hat aber wohl nichts mit dem letzten zu tun, daß Fuji eine Kamera mit größerem Sensor plane und die aktuelle Linsen dafür schon bereit seien (vermutet wurde eine Sensorgröße zwischen APS-C und Vollformat – also im Bereich von APS-H).

Nein, nunmehr geht es tatsächlich um eine MIttelformatkamera – in diesem Bereich hatte Pentax zuletzt gezeigt, wie man den Branchengrößen Hasselblad und Miyama eine Kamera entgegensetzen kann, die nicht gleich 20.000 Euro kostet.

Fujirumors.com berichtet, eine bekannte Quelle habe sich gemeldet, die auch vorher schon öfter richtig lag.

Aber… das wäre schon eine deutliche Überraschung. Interessant kann dies für Fuji schon sein, weil der Markt im Mittelformat alles andere als umkämpft und überfüllt gilt. Deshalb wurde auch früher schon geunkt, daß auch Canon, Nikon und Sony sich dieses Feldes annehmen werden, um Schwung reinzubringen. Dies ist aber nie passiert und alle drei Unternehmen werden nicht müde zu bekräftigen, daß man keinerlei Pläne diesbezüglich habe.

Aber 2… Das Gerücht kommt (mehr oder weniger) plötzlich – es bleibt also tatsächlich nur ein zaghaftes Abwarten und Tee trinken, was noch passiert – harren wir also der Dinge, die da kommen.

Kleinbild-äquivalente Brennweiten bei 50mm

In diesem kurzen Beitrag möchte ich aufzeigen, welche Brennweiten bei welchen Sensorgrößen benutzt werden müssen, um die kleinbildäquivalente Brennweite von 50mm zu erreichen (Standardbrennweite bzw. ungefähres Sichtfeld des menschlichen Auges.

Das sogenannte Kleinbildformat ist aus dem 35mm-Film entstanden. Sowohl in der Photographie, als auch im Film/Kino hat sich dieses Format über die Jahre zum meistverwendeten und damit zum Standardformat entwickelt.
Aus diesem Grund werden heute im Grunde sämtliche anderen Formate mit diesem verglichen.

Das Kleinbild-/Filmformat lebt heute in den sog. Vollformatsensoren weiter. Kleinere oder größere Sensoren werden dann mit dem sog. „Crop-Factor“ angegeben, also einem Beschnittfaktor in Relation zum Vollformat.

APS-Sensoren sind bspw. kleiner als Vollformatsensoren; Mittelformatsensoren sind hingegen größer.

Ein 50mm-Objektiv bildet also an einem kleineren Sensor einen engeren Bildausschnitt ab. Die Aufnahme wirkt dadurch im Ergebnis größer bzw. „gezoomt“.
Nimmt man den gängigen Vergrößerungsfaktor von APS-C als Basis (Crop-Faktor x1,5), dann ergibt sich aus einer 50mm Festbrennweite, die für Vollformatkameras konzipiert wurde rein rechnerisch eine 75mm Brennweite. Es werden also die Ränder vom Sensor abgeschnitten.

Umgekehrt wäre es, schraubt man eine Kleinbildlinse an eine Mittelformatkamera. Dann beträgt der Umrechnungsfaktor (gerundet) 0,6. Also wird aus den 50mm am Mittelformat ein 30mm-Objektiv, wobei aber nur in der Bildmitte abgebildet wird und am Rand schwarze Ränder zu sehen sind.

Der Massenmarkt wird heute von vielen Sensorgrößen unterhalb des Vollformats dominiert, weil die Sensoren kleiner und damit günstiger in der Herstellung sind. Dennoch muß man noch immer umrechnen, will man Gewißheit haben, ob man z. B. nun tatsächlich den Standardblickwinkel hat.

Zu allem Überfluß gibt es dann auch noch zwei verschiedene APS-C-Größen, denn Canon schert aus und hat seine Sensoren in diesem Format noch kleiner gemacht mit einem Cropfaktor von 1,6.

Unterhalb von APS-C liegt der Micro Four Thirds-Standard oder kurz MFT, der sich des Bildverhältnisses 4:3 bedient (wie alte Röhrenfernseher). Ich persönlich empfinde dieses Bildformat als relativ unharmonisch. Das Vollformat hat ein Seitenverhältnis von 5:3. Am angenehmsten wird oft 16:10 zu empfunden, das – o Wunder – dem Goldenen Schnitt entspricht.
MFT hat einen Crop-Faktor von 2. Ein 50mm-Vollformatobjektiv funktioniert an einer solchen Kamera (bspw. einer OM-D von Olympus) also wie ein 100mm Teleobjektiv.
Möchte man hier ein dem 50er entsprechendes Objektiv einsetzen, muß man zu einer Linse mit 25mm greifen, eine Brennweite, die am Vollformat schon stark weitwinklig wäre.
Bei APS-C muß man 33,3mm wählen – eine solche Brennweite gibt es aber natürlich nicht. Meistens sind es 30mm oder 35mm.

Heutzutage muß man also ziemlich aufpassen beim Objektivkauf und sich mit den unterschiedlichen Bezeichnungen vertraut machen.
Bei Olympus und Fujifilm gibt es bislang fast nur MFT- oder APS-C-Kameras, da kann man bei den Objektiven beinahe ohne nachzudenken zugreifen und muß nur noch umrechnen.
Bei Kameraherstellern, die aber mehrere Formate im Angebot haben, ist das bisweilen schon verwirrend, erst recht, wenn dazu noch unterschiedliche Bajonette kommen (z. B. Sony, Nikon und Canon).
Vollformatlinsen passen idR an die kleineren Sensoren, aber nicht umgekehrt (z. B. Canon EF und EF-S).
Bei Sony gibt es dann noch zwei Bajonette und jeweils zwei Sensorgrößen. Viel Raum für Fehlkäufe (A-Bajonett, E-Bajonett, FE-Linsen, DT-Objektive…)

Die derzeitigen iPhones entsprechen übrigens einer Brennweite von kleinbildäquivalenten 35mm bei einem Crop-Faktor von 7,6 oder sowas. Es handelt sich also um einen geradzu winzigen Chip.

Zu beachten ist: bereits APS-S-Sensoren gelten heute als „groß“, sind aber nur halb so groß wie Vollformatsensoren. Das bedeutet, sie haben oft ein schlechteres Rauschverhalten, einen geringeren Dynamikumfang, haben geringeres Freistellungspotenzial usw.
Dagegen sind Vollformatsensoren nur halb so groß wie Mittelformatsensoren. Letztere sind aber in der Tat schweineteuer und zwar nach wie vor ein Standard, aber bei weitem nicht so verbreitet, wie die anderen.
MFT ist wiederum deutlich kleiner als APS-C… usw…
Jede Kamera und jeder Formfaktor hat seine Einsatzgebiete, sowie Vor- und Nachteile.