Nikon zeigt ungewohnte Arroganz – oder doch nicht?

Gerade erst habe ich in einem anderen Artikel Nikon als eigentlich sympathisches Unternehmen gewürdigt, da wird auf der chinesischen Weibo-Seite ein Interview mit Goto Teng von Nikon veröffentlicht, in dem dieser eine durchaus arrogante Äußerung macht. zunächst bestätigt er, daß die sich in Entwicklung befindende spiegellose Systemkamera eine Vollformatkamera sein wird. Anschließend gibt er an, er möge das Design der Sony-kameras nicht und daß echte professionelle Photographen keine Kameras von Sony, Fujifilm und Olympus nutzen würden.

Na hoppla. Was ist denn da los?
Ist das der peinliche Versuch, aggressiv Werbung zu betreiben? Solche saublöden und unqualifizierten Aussagen würde man von den anderen drei Herstellern wohl eher nicht vernehmen. Steht Nikon vielleicht wirklich schon so nah am Abgrund, daß sie aus reiner Verzweiflung zu solchen Mitteln greifen?

Es könnte allerdings auch sein, daß die einzelnen Seiten, die über diesen „Vorfall“ berichten, einer sog. „Fake News“ aufgesessen sind. Bspw wird in den Kommentaren auf mirrorlessrumors.com heftigst diskutiert, weil der Artikel der Seite keine rechte Übersetzung aufweist und auch sonst angeblich in dem Interview diese fragwürdigen Sätze niemals gefallen sein – und Teng gar nicht mehr bei Nikon arbeite und sich wesentlich zurückhaltender geäußert habe, nämlich daß FALLS Nikon eine spiegellose Systemkamera entwickle, diese dann höchstwahrscheinlich eine Vollformatkamera sein wird. Allerdings sind auch die Kommentare größtenteils extrem schwachsinnig. Wie das eben im Netz so ist.

Auch Sonyalpharumors.com hat hier nicht weiter recherchiert, sondern einfach kopiert.

Und dann wäre da noch die renommierte Seite dpreview.com, welche das Interview durch den Google-Übersetzer gejagt hat. Dort heißt der Mann auch Tetsuro Goto und arbeitet noch bei Nikon.
Solange niemand Japanisch kann und man irgendwo tatsächlich hören kann, wer was wie gesagt hat, dürften berechtigte Zweifel angebracht sein, daß an diesem ganzen Hokuspokus was dran ist.
So gibt es im Netz nun wieder allerorten einen Riesenbohei, obwohl absolut niemand bestätigen oder dementieren kann, ob dieses Interview so tatsächlich stattgefunden hat, die Aussagen so getroffen worden sind, etc etc etc. Nur der Herr Goto kann das eigentlich aufklären, hat er aber meines Wissens bislang nicht. Ist ihm wahrscheinlich auch zu blöd. Oder es ist doch wahr und er schämt sich berechtigterweise. Wer weiß…?

Aber solche Meldungen sind einmal mehr der Beweis dafür, daß man besonders im Netz unheimlich aufpassen muß, was man glauben will und was nicht. Fundierte Fakten liefern meistens nur echte professionell journalistisch organisierte Seiten und nicht irgendwelche Blogs und Hobbyseiten, die im Grunde nichts anderes tun, als den Dödelkram anderer zu kopieren und nachzuplappern.

In diesem Sinne: bleibt kritisch. 🙂

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Meine Wunschliste für die A7 III, A7s III und die A7r III

Nun, da allerorten die Preise für die aktuellen 7er-Modelle drastisch gesenkt werden, dürfte es nur eine Frage der (kurzen) Zeit sein, bis die o. g. Nachfolger kommen werden.
Statt wie üblich (nur) zu spekulieren, welche Ausstattungsmerkmale die drei Kameras evtl. haben werden, stelle ich lieber meine persönliche Wunschliste zusammen in der Hoffnung, daß diese vielleicht sogar plausibel ist. Daß es cor allem bei der A7s III bestimmt mehr zu sagen oder zu wünschen gibt, ist klar. Nur habe ich von all dem Videogedöns schlicht und ergreifend keine Ahnung kann nichts dazu sagen. Man sehe mir das bitte nach 😉

A7 Mark III:

  • Neues Gehäuse der A9 (wird wohl ausbleiben, da es eher ein Amateurmodell ist).
  • 24 MP Sensor (da es das Einsteigermodell ist, wir man wohlmauf einen BSI-Sensor verzichten. Leider.)
  • Kein 4K, das ist den Profi-Modellen und der A6x00-Reihe vorbehalten.
  • Replatzierung des Videobuttons, der nervt
  • Besseres Menü
  • Touchscreen
  • Joystick für die Wahl des Fokusfeldes
  • Mehr Fokuspunke
  • Wetterbeständigkeit
  • Schnellere Startzeit
  • Anständige Türen bei den Anschlüssen wie bei der ersten 7er-Reihe
  • Preis: max. 1.800 Euro

A7s Mark III:

  • Neues Gehäuse der A9 samt allen Vorteilen
  • 18-20 MP BSI Sensor mit 6K Full Sensor Read-out
  • Keine Überhitzung bei 4K
  • Besserer AF
  • Wetterbeständigkeit
  • Schnellere Startzeit
  • Preis: max. 3.000 Euro

A7r Mark III:

  • Gehäuse der A9
  • Stacked Sensor (vll eher unwahrscheinlich, aber mit dem neuen LSI und BIONZ X sollte hier noch was gehen, wobei man sich sicher keine Konkurrenz im eigenen Haus schaffen wird (A9); die A99 II is schon schnell genug, deshalb wird man die A7r III dem wohl nur anpassen.
  • Sonst… Sind eigenlich keine größeren Änderungen notwendig, aber wahrscheinlich wird man die MP auch wieder ehöhen auf 50 oder sowas.

Meine Traumkamera wäre eine wie oben beschriebene A7s III. Also alle Funktionen, die sie jetzt schon hat, plus dem o. g. Neuen.

Und bitte Sony… Keine A9s/r, das wäre irgendwie albern. Danke im voraus 😁

Sony: die A9 ist da

Heute hat Sony in New York seine neue spiegellose High-End-Kamera der Öffentlichkeit präsentiert. Das neue, alle anderen Modelle des Herstellers überragende Flaggschiff glänzt mit folgenden Daten:

  • Der weltweit erste „full-frame stacked CMOS sensor“ mit 24,2 MP Auflösung. Ein neu entwickelter BIONZ X-Chip, sowie der LSI-Chip sind in den Sensor integriert, wodurch 20x höhere Datenverarbeitungsraten erzielt werden können, als in herkömmlichen Sensoren.
  • Blackout-Free Continuous Shooting bis zu 20 Bilder/s; 241 in RAW und 362 in JPEG und zwar ohne, daß sich der Sucher zwischen den Aufnahmen verdunkelt.
  • Geräuschlose und vibrationslose Aufnahmen bis 1/32.000 sek., verzerrungsfrei
  • 693 Phasen-AF-Punkte auf dem Sensor mit 60 AF/AE Tracking-Kalkulationen pro Sekunde. 93% Sensorabdeckung.
  • Ethernet-Port für die Datenübertragung
  • Dual SD card slots
  • Erheblich größerer Akku
  • 5-Achsen-Bildstabilisierung 
  • AF-ON-Button
  • Benutzerdefinierte Menüs
  • BSI-Sensor mit Empfindlichkeiten von ISO 100 bis 51.200 (50-204.800 erweitert)
  • 4K Video
  • Erhältlich ab Juni 2017
  • Preis: ca. $ 4.500,-


Daneben hat Sony noch das erste FE-Telezoom vorgestellt: FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS, Preis: ca. 2.500 Dollar

Der König ist tot. Es lebe der König! – Die Hasselblad-Auferstehung

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde gemunkelt, daß Hasselblad bald wieder weiterverkauft, gelöscht, niedergetrampelt oder sonst wie vernichtet würde… das Geschäft und die Marke war schon länger nicht mehr, was es einst war und die Konkurrenz a la Pentax & Co wurde immer angriffslustiger und vor allem: günstiger.
Die legendäre Mittelformat-Marke Hasselblad war schon längst abgeschrieben und nur noch Objekt beißenden Spotts ob des sinnfreien Weiterverkaufs von Sony-Kameras mit aufgeklebtem „H“ für den doppelten Preis.

Und nun…?

Gestern hat der schwedische Kamerahersteller seine neue Wunderwaffe (?) vorgestellt: die X1D.

Hasselblad X1D

Hasselblad X1D

Der Welt erste spiegellose Mittelformatkamera.

Die wichtigsten Eckdaten:
50 MP CMOS Sensor (von Sony, soweit ich weiß)
USB 3.0
WiFi
GPS
ISO 100 bis 25600
neues Bajonett, aber alle H-Linsen passen via Adapter (14 Stk.)
Preis: 9.000 Dollar
Gewicht: ca 730g
2x SD-Karten-Slot

Und nun meine Meinung dazu:
Klingt geil.
Die Kamera ist in etwa so groß wie eine Fujifilm X-Pro2, also bewegt sie sich im Rahmen einer Sony A7 und Leica SL – wohlgemerkt: das steckt ein Mittelformatsensor drin, der DOPPELT so groß ist wie ein Vollformat-/Kleinbildsensor!!
Die 9.000 Dollar (oder Euro?) sind eine klare Ansage an Pentax und den Rest der Konkurrenten. Ab jetzt wird Mittelformat klein, leicht, handlich und im Verhältnis zu früher erschwinglich.
Ich habe aktuell noch keinen Test gesehen oder gelesen, aber wenn das Ding was kann… WILL ICH EINS HABEN!! – Wird wohl nie passieren, denn dafür müßte ich mein gesamtes anderes Equipment verkaufen… aber… na ja, Ihr wißt schon… G.A.S. und so 😀

Bravo Hasselblad!! Gut reagiert.

Epilog:
Ob Sony jetzt mit der spiegellosen Mittelformat A9 kontert mit 100 MP? 😉

Promo-Video:

Die gestrige Produktvorstellung:

Sony A7s vs. Sony A7 II: ein Vergleich der Auflösung

Einige meiner Leser wissen ja vielleicht inzwischen, daß ich von dem allgemein vorherrschenden Megapixelwahn nicht viel halte.
Auch aus diesem Grund habe ich mich kürzlich bewußt für eine A7 II als Zweitkamera statt für eine A7r II entschieden.

Heute habe ich einen kleinen Vergleichs-„Test“ für Euch. Ich habe das selbe Motiv mit beiden Kameras abgelichtet. Bei beiden Kameras kam das Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 zum Einsatz. Belichtet wurde mit einer 1/60s bei f/8. ISO wurde auf Auto gestellt – denn es war frühmorgens und die Lichtverhältnisse wechselten schnell – so wurde das eine Bild mit ISO100 und das andere mit ISO125 aufgenommen – ein absolut vernachlässigbarer Unterschied.

Die ersten beiden Aufnahmen sind direkt und ohne jede weitere Bearbeitung aus der RAW-Datei entwickelt worden; die anderen beiden wurden mit folgenden Werten „aufgehübscht“, um mehr Bilddetails erkennen zu können:
Lichter: -100
Tiefen: +68
Klarheit: +22

Mehr ist es nicht.

Zur Erinnerung: die Sony A7s löst mit 12 Megapixeln auf, die Sony A7 II mit 24 Megapixeln.

Hier nun die beiden JPEGs in unbearbeiteter Form:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Und hier nun die leicht bearbeiteten Versionen:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Nun beginnt der zum Teil rein subjektive Teil der Betrachtung:
meiner Ansicht nach ist die Bildqualität – trotz lossy RAW – der A7s wirklich überragend. In diesen zu heutigen Zeiten relativ kleinen Dateien lassen irrwitzig viele Details einfangen. Ich finde, daß die vermeintlich deutlich höhere Auflösung der A7 II hier keinen wirklichen Benefit bringt. Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt keinen allzu großen.
Eine gute Kamera (heutzutage ist eig jede Kamera gut) und ein sehr gutes Objektiv (es gibt heutzutage eig kaum noch schlechte Objektive) können auch mit niedrigen Auflösungen herausragende Ergebnisse liefern, die 99% all unserer Ansprüche genügen sollten.

Sony A7r II: Ein Kommentar

Da ist sie also, Sonys neue Wunderwaffe, die Canikon das Fürchten lehren soll. Und bin überzeugt: das wird klappen. Canikon können sich warm anziehen, denn:
– 42 MP
– beleuchteter Sensor
– 399 PDAF, der auch mit (angeblich) mit Altglas und Fremdobjektiven funktioniert
– kein Tiefpassfilter
– ISO im A7s-Bereich
– 4K-Recording intern (kann nichtmal die A7s)
– uvm
Das ist eine Kampfansage, die es in sich hat – und die auch ein stolzes Sümmchen kostet… irgendwo habe ich schon 3.500 Euro gelesen – das ist natürlich happig, aber diese Kamera ist es (im Gegensatz zu einer 5Dsr) auch wert. Auch eine 5Dsr hat natürlich ihre Daseinsberechtigung (das soll hier kein sinnloses Bashing wrden), aber die A7r II ist dieser Kamera in so vielen Dingen überlegen, und zwar massiv, daß es den Canon-Kunden inzwischen Bauchschmerzen bereiten dürfte, wenn sie eine 5Dsr-Vorbestellung getätigt haben, die vll nicht mehr storniert werden kann.

Wer sich einen Überblick über die Neuerungen per Video verschaffen möchte, dem empfehle ich das (englischsprachige) Video von Tony Northrup:

Auch Leica wurde deutlich die Show gestohlen – diese haben zeitgleich ihre neue „Q“ vorgestellt… von der irgendwie niemand mehr was wissen will. Denn monochrom geht auch mit der A7r II, in höhrer Auflösung, mit Leica-Linsen… und womöglich auch mit PDAF?

Auf Sonys Camera-Youtube-Channel gibt es einige tolle Videos zu den drei neuen Kameras.
Die Videos zur A7r II sind diese hier:

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Und hier noch drei Beispielbilder von Sony:

A7rII_x1

A7rIIx2

A7rIIx3

——–

Es ist erstaunlich, was Sony leistet, das muß man – wie ich finde – einfach anerkennen. Auch ich war ja früher Canon-User und Canon war mein Ein und Alles – und das obwohl ich in den 80ern auch Minolta genutzt hatte. Man die Fanboybrille einfach von der Nase nehmen und neidlos anerkennen, daß dieses sonst oft so gebeutelte Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit auf vielen Feldern vieles richtig gemacht.
Die A7-Reihe (die erste) war der Betatest – und was für einer!! Selbst da sind schon viele gewechselt und haben all ihre wertvolle Canikon-Habe verscheuert, um eine A7, A7r oder A7s zu kaufen. Sony hat auf die Kritiken zu den Kameras gehört und bei den Mark II alles richtig gemacht.
Die Videoenthusiasten warten jetzt natürlich händeringend auf die A7s II – ich nehme an, daß auch diese gegen Ende des Jahres vorgestellt werden wird.

Ich selbst nutze ja eine A99V und eine A7s – ich bin ernsthaft am überlegen, die beiden nicht zu verkaufen, um mir eine A7r II leisten zu können. Ich bin gespannt auf die ersten echten und ernst zu nehmenden Tests in freier Wildbahn. Es kann nicht lange dauern, bis die A7r II gegen die A7s und die A7 II antritt.

Besonders wertvoll finde ich Sonys humoristischen Beitrag hinsichtlich der Veröffentlichungs-Strategie: Canon legt vor und muß ein Erscheinungsdatum nennen: Mitte Juni 2015 – denn Canon hat (wenn nicht Angst), so aber sicher doch Respekt vor den kleinen, genialen Systemkameras, die eigentlich alles können, nur besser (ok, das war jetzt dick aufgetragen…) – tja und Sony… stellt die neue Kamera jetzt vor. Canon wollte vermeiden, daß noch mehr DSLR-user abspringen und wollte zeigen: schaut her, wir können auch 50 MP-Kameras bauen… so richtig gebockt hat das aber niemand… man hat schön brav abgewartet, was Sony so bringen wird. Und PADAUTZ!! Da ist sie!! Und dann war da ja noch Leica… Die haben so eine Schwarz-Weiß-Kamera für zuviel Geld vorgestellt… hmm…

Sony: das war cool 😉

DSLR oder spiegellose Kamera? – Was ergibt heutzutage mehr Sinn?

Tja, das ist eine der Gretchenfragen heutzutage, wenn man davor steht, sich eine neue Kamera zu kaufen.

Es gibt viele, die wollen unbedingt „etwas in der Hand“ haben und ziehen es vor, sich eine Spiegelreflex zu kaufen. Ein weiterer Vorteil ist, daß der Autofokus momentan noch schneller ist, als bei spiegellosen System – das aber auch nur manchmal und auch nur noch marginal. Kameras wie Fujifilms X-T1 oder Sonys A6000 stellen beinahe alles in den Schatten, wenn es um reine AF-Speed geht.

Auch ich wollte unbedingt eine große, schwere Kamera besitzen. Ich habe mir vor etwa eineinhalb Jahren noch eingebildet, man kann nur was sein, wenn man was zeigt… OK, ich hatte damals auch die A7 ins Auge gefaßt, aber: nur 1 Card-Slot und letztlich die Größe hatten mich tatsächlich abgeschreckt. Die Kamera war mir zu klein für meine Pranken.

Nach nun etwas über einem Jahr Nutzung meiner Sony A99V mitsamt den ganzen Objektiven muß ich sagen: das Ding wird mir zu schwer. Manchmal. Ich will nicht auf große, lichtstarke Objektive verzichten – ein weiterer Punkt, den viele noch anführen, wenn es um spiegellose geht, daß es da einfach zu wenig gibt, und wenn doch, dann sind die Dinger genauso riesig, wie bei einer DSLR und somit der Größen- und Gewichtsvorteil dahin – tja, aber man hat die Wahl!! Es gibt einigermaßen lichtstarke Objektive, die klein sind (bspw. mit f/1.8 oder f/2.8) – zugegeben, eine Festbrennweite mit 2.8 ist schon nicht so dolle, wenn es nicht gerade ein Makro ist. Aber: man hat die Wahl. Und mal ehrlich… meistens muß man eh abblenden.

Inzwischen überlege ich jeden Tag angestrengt, meine A99 zu verkaufen und mit einer A7s und/oder eine A7r zu kaufen (bzw. eine A7r II, wenn sie dann mal kommt und bezahlbar ist). Die Dinger sind leicht, können mit Batteriegriff vergrößert werden und haben im Grunde das mir ohne bekannte Format alter SLRs wie bspw. meiner Minolta X-700 – die Sonys sehen sogar fast genauso aus.

Wenn ich es möchte und brauche, kann ich große, lichtstarke Objektive kaufen, ich kann Fremdlinsen adaptieren, ich kann auch meine alten Linsen per Adapter dranpappen…

Meiner Ansicht nach, hat es inzwischen nur noch wenig Sinn, sich eine DSLR zu kaufen, denn die spiegellosen werden – vielleicht auf lange Sicht, aber sie werden – den markt übernehmen. Die beiden Systeme werden schon noch eine ganze Weile nebeneinander existieren, schon alleine deshalb, weil Nikon und Canon den Markt einfach verpennt haben und sich jetzt fast lächerlich machen, wenn sie mit spiegellosen angreifen und sich die Altkunden vergraulen – aber allzu lange warten sollten sie nicht mehr.

Wer das Geld in die Hand nimmt und in die Photographie mit Wechseloptik einsteigen will… der sollte wirklich keine DSLR mehr holen… Der sollte sich überlegen, was er machen will, denn da muß man aufpassen. Freilich kann man auch eine dicke Canon kaufen + Linsen und die Objekve später weiter verwenden, wenn Canon mal begriffen hat, wohin sich der Markt orientiert.
Aber ich würde momentan tatsächlich auf Sony setzen… Investiert man hier in Linsen höchster Güte (Sony und Zeiss und/oder auch Sigma und Tamron), dann ist man mit dem E-Bajonett auf der sicheren Seite und kann zudem noch allerlei anderes adaptieren: Canon, Leica, Minolta usw usw usw.

Auch Fuji ist extrem interessant: die gehen ja scheinbar bald auf APS-X und man kann wohl die neueren Objektive dafür verwenden.
Olympus ist so eine Sache – wer hier heimisch wird, ist auf Teufel komm raus an MFT gebunden.

Lange Rede… ich bin der Ansicht, daß den spiegellosen die Zukunft gehört – sie sind kleiner, leichter, könne – wenn man das will – auch groß und schwer sein; ein mechanisches Teil fällt weg (Spiegel), man ist flexibler und schaut nicht allzu bange in die zeitliche Ferne. Die Entwicklung zeigt deutlich in Richtung innovativen Unternehmen namens Sony, Fujifilm, Olympus, Panasonic & Co. – viele Profis wechseln schon…