Was bedeutet „The Human Element“ in der Photographie?

Unter „The Human Element“ versteht man Aufnahmen, in denen eine menschliche oder manchmal auch von Menschen gemachte Komponente (nicht notwendigerweise) im Zentrum der Bildaussage steht und dem Photo das gewisse „etwas“ verleiht.

Damit sind nicht Portraits gemeint – beim Human Element tritt der Mensch eher zurück. Man kann dies durchaus als „Eye Catcher“ verstehen, wonach die Szenerie ohne dieses Element zwar auch interessant, schön oder sonstwas ist, aber eben dieses Element eine besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht und der Bildkomposition eine weitere Stufe der Harmonie verleiht.

Beispiele:

In diesem Bild ist der Tunnel der U-Bahn ansich ein durchaus interessantes Motiv – das kleine, rennende Mädchen aber gibt der Aufnahme noch einmal eine neue Dynamik, ohne daß der Tunnel in den Hintergrund oder das Mädchen in den Vordergrund rückt.
Subway Playground

Auch bei dieser Aufnahme sind ganz klar der Wald und der Sonnenaufgang die Protagonisten; die beiden Silhouetten im Hintergrund aber geben dem Bild eine zusätzliche Kompenente, etwas, das das Auge auf sich zieht, ins Bild noch einmal hineinführt und der Szenerie eine gewisse Mystik verleiht.
Morgennebel

Fraglos eine schöne Landschaft für sich genommen; das um die Ecke biegende Auto aber gibt der Aufnahme eine besondere Stimmung.
Spots in the Blue

Auch bei dieser Aufnahme ist nur eine Silhouette zu sehen, die aber eine gewisse Düsternis unterstreicht und den Kern der Bildaussage bildet.
Descent

Und noch zwei Beispiele:
Of Dwarfs and Giants

Umbrella Walk

Werbeanzeigen

Für absolute Anfänger: was ist was an der neuen Kamera?

Die Kamera
Ok, übertreiben wir es nicht, ich gehe davon aus, daß jeder, der sich eine Kamera kauft, auch weiß, daß er eine gekauft hat und in etwa weiß, was man damit so macht. 😀
IMG_2521

Das Objektiv
Das Objektiv ist das Auge der Kamera. Es fängt das Licht und bündelt es in mehreren Linsen, die es dann auf den lichtempfindlichen Bildsensor in der Kamera werfen und so das digitale Bild erzeugen, das vom Bildprozessor verarbeitet, im Sucher angezeigt und auf der Speicherkarte gesichert wird. Bei klassischen und digitalen Spiegelreflexkameras nimmt das Licht bzw. das Bild einen Umweg über ein Prisma, um im Sucher ein Bild zu erzeugen.
IMG_1228

Der Sucher
Der Sucher sitzt idR am hinteren oberen Ende der Kamera (das kleine „Fenster“ zun durchgucken). Es gibt elektronische und optische Sucher, und manchmal gar keine, sondern nur das Display auf der Rückseite der Kamera. Durch den Sucher betrachtet man das Bild, das von Objektiv, ggf Spiegel und/oder Sensor erzeugt wird.
IMG_2584

Die Brennweite
Als Brennweite bezeichnet man den Abstand zwischen einer Linse (im Objektiv) und dem Brennpunkt (ganz ähnlich wie bei einer Lupe und einem dem Feuertod geweihten Objekt am Boden). Die Brennweite wird auf dem Objektiv in mm angegben und zeigt einem, ob man ein Objekt nah heranholen kann oder eher von weiter weg photographiert. Kurze Brennweiten (z. B. 17mm, 24mm oder 35mm) bezeichnet man als Weitwinkel, man bekommt also viel auf das Bild. Lange Brennweiten (z. B. 100mm, 200mm oder 500mm) bezeichnet man als Teleobjektiv (wie beim Teleskop, was „fern sehen“ bedeutet); man holt mit einem Tele also Objekte näher heran, bekommt aber weniger auf das Bild (vom gleichen Standort aus). Als Standardbrennweite bezeichnet man die 50mm, denn bei diesem Bildwinkel entspricht die Aufnahme in etwa dem, was das menschliche Auge sieht. Die Brennweitenbezeichnungen gelten i.Ü. hauptsächlich für das sog. „Kleinbild“ bzw. „Vollformat“, also einer Sensorgröße, die in ihren Abmessungen etwa denen des alten 35mm-Films entspricht.

Focal-length“ von HenrikEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Die Blende
Wenn das Objektiv das Auge ist, ist die Blende die Iris. Mit ihr reguliert man den Lichteinfall, also die Menge an Licht, die auf den Sensor treffen soll. Die Blende wird in Zahlen und zusätzlich oft mit dem Buchstaben „f“ angegeben (z. B. f = 2.8 oder f/1.4, manchmal auch in der Form 1:2.8). Eine kleine Blendenzahl (z. B. f/2.8) gibt an, daß die Blende weit geöffnet ist und viel Licht durchläßt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer hohen Lichtstärke. Dementsprechend bezeichnet eine große Blendenzahl (z. B. 22) eine kleine Blendenöffnung. Es kommt also weniger Licht durch. Die Blende sitzt am hinteren Teil des Objektivs und besteht aus sog. Lamellen. Heute üblich ist die Angabe der Blendenreihe in Drittel-Blendenstufen; die ganzen Stufen sind: 1 – 1.4 – 2 – 2.8 – 4 – 5.6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32
Lenses_with_different_apetures
Lenses with different apetures“ von KoeppiKEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

ISO
Das Kürzel steht eigentlich für „International Organization for Standardization“ (Internationale Organisation für Normung). Mit dem Kürzel meint der Photograph die Angabe der Filmempfindlichkeit nach der ISO-Norm 5800. Zu analogen Filmzeiten gab dieser Wert auf einer Filmrolle an, ob bei gleichen Einstellungen kürzer belichtet werden kann. Die Werte für die Lichtempfindlichkeit bei Film wurden bei digitalen Sensoren übernommen; die chemischen und elektronischen Prozesse haben aber nichts miteinander zu tun. Man kann sich folgendes merken: kleine ISO-Zahl = geringe Lichtempfindlichkeit = geringe Bildfehler (sog. „Rauschen“); hohe ISO-Zahl = hohe Lichtempfindlichkeit = viele Bildfehler. Man kann sich auch merken: eine volle ISO-Stufe entspricht einer kompletten Blendenstufe. Bsp.: benötigt man für eine Aufnahme eine Blende größer als f/4, weil man mehr Licht für eine korrekte Belichtung der Aufnahme braucht, kann man (zB) die ISO-Empfindlichkeit von 200 auf 400 erhöhen, was einer Blende von 2.8 entspricht. Dies bedeutet, daß man bei gleicher Lichtmenge und gleicher Blendenöffnung nicht länger belichten muß. Heute übliche ISO-Werte sind: 50, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600, 51200, 102400, 204800, 409600.

Die Belichtungszeit
Neben ISO und Blende entscheidet als drittes Element die Belichtungszeit über das Ergebnis unseres Lichtbildes. Je länger wir belichten, desto mehr Licht wird gesammelt. Auch hier gilt: eine Verdoppelung der Belichtungszeit entspricht einer kompletten Blende bzw einer kompletten ISO-Stufe. 1/30 Sekunde läßt doppelt so viel Licht rein, wie eine 1/60 Sekunde. Die Belichtungszeit gibt also an, wie lange der Kameraverschluß offen bleiben soll.

Bildrauschen
Als Bildrauschen (oder auch Farbrauschen oder nur Rauschen, manchmal auch Körnung oder nur Korn) bezeichnet man eine bestimmte Art von Bildstörung. Sie kann bspw. bei langen Belichtungszeiten oder vor allem auch bei der Wahl von sehr hohen ISO-Werten auftreten.
6400

Der Auslöser
Nun, der Auslöser ist schlicht und ergreifend der kleine Knopf, der beim Drücken das Bild schießt, die Aufnahme also auslöst und damit den Belichtungsvorgang startet.

Der Verschluß/-vorhang
Man kann sich das ganze wie ein Theaterstück vorstellen. Zuerst ist der Vorhang offen und die Bühne leer. Das Skript sagt, was passieren und wie das Bühenbild aussehen soll. Man zieht an den Seilen… der Vorhang fällt, die Bühne wird mit Personen befüllt, der Vorhang hebt sich, alles erstrahlt im Licht, der Vorhang fällt wieder. Das Bild ist im Kopf. So ähnlich funktioniert auch der Kameraberschluß: man wählt einen Bildausschnitt, legt ISO, Blende und Belichtungszeit fest und drückt den Auslöser. Der Verschluß gibt den Sensor frei, Licht fällt, der Verschluß schließt sich, das Bild ist gemacht.
Interessant dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlitzverschluss

Das Bajonett
Das Bajonett ist die Verbindung zwischen Objektiv und Kamera, also quasi das Schraubgewinde (Mutter und Schraube – wobei die Kamera die Mutter und das Objektiv die Schraube ist… oder so) – jeder Hersteller hat hier sein eigenes Bajonett (oder gleich mehrere pro Hersteller), was ziemlich schade ist. Eine Normierung wäre hier gar nicht mal blöd – würde aber vielleicht auch der einen oder anderen Entwicklung im Wege stehen. Auf jeden Fall hat das Kochen der eigenen Süppchen zur Folge, daß man vor allem beim Kauf von Objektiven eines Dritthersteller ganz besonders aufpassen muß, auch dasjenige mit dem korrekten Anschluß zu kaufen – also bspw. ein Tamron mit einem Anschluß für Canon, Nikon oder Sony etc.; Bekannte Bajonette (oder auch enlg.: Mounts) sind bspw.: Canon EF & EF-S, Nikon F, Sony A & E, Fujifilm X, Leica M

Das Zoomobjektiv
Ein Zoom-Objektiv zoomt… überrascht nicht wirklich, eh? Man kann mit einem Zoomobjektiv also mehrere Brennweiten auf einmal abdecken (bspw. 24mm bis 70mm oder 70mm bis 200mm).

Das Teleobjektiv
Ein Teleobjektiv ist ein Objektiv mit einer festen Brennweite, die dazu da ist, weiter entfernt Objekte näher abzubilden. Man spricht hier von kleinen, mittleren und großen Telebrennweiten, als z. B. 70mm, 135mm und 300mm.

Die Festbrennweite
Die Festbrennweite ist, wie der Name schon sagt, ein Objektiv mit einer festgelegten Brennweite – man kann also nicht zoomen. Übliche Festbrennweiten sind z.B.: 24mm, 35mm, 50mm, 70mm, 100mm, 135mm, 200mm, 300mm, 400mm, 500mm

Das Weitwinkelobjektiv
Das Weitwinkelobjektiv ist ebenfalls wie das Teleobjektiv eine Festbrennweite, bildet aber einen weiteren Bereich ab, man bekommt also mehr auf das Bild. Man benutzt diese Objektive üblicherweise in der Landschafts- und Architekturphotographie. Klassische Weitwinkelbrennweiten sind demnach z.B. 24mm, 28mm, 35mm

Das Ultraweitwinkelobjektiv
Ein Ultraweitwinkel bildet noch weiter ab und ist manchmal auch als Fisheye erhältlich.

Das Makroobjektiv
Makroobjektive sind für Nahaufnahmen gedacht und sind idR in Brennweiten um die 100mm erhältlich – es gibt auch welche mit 50mm und 180mm etc.

Das Normalobjektiv
Das Normalobjektiv bzw die Standardbrennweite bildet in etwa das Sichtfeld des menschlichen Auges ab und hat ca. 50mm.

Kombinationen
Aus den o. g. Beispielen lassen sich z.B. Kombinationen bilden:
Weitwinkel-Zoom (z.B. 16-24mm), Standard-Zoom (24-70mm), Tele-Zoom (70-200mm)

Die Schärfentiefe
Die Schärfentiefe beschreibt, von wo bis wo ein Objekt auf dem Bild scharf abgebildet wird. Nimmt man bspw. ein Portrait auf (also z.B. den Kopf eines Modells), dann möchte man idR, daß der Kopf scharf, der Hintergrund aber unscharf abgebildet wird. Dieses Verhältnis von Schärfe und Unschärfe bezeichnet man als Schärfentiefe, also von wo bis wo beim Blick in die Tiefe des Bildes scharf abgebildet wird – wenn sich das Objekt vom Hintergrund durch seine Schärfe abhebt, spricht vom „Freistellen“ des Objekts und einer geringen Schärfentiefe. Soll dagegen möglichst alles auf einem Bild scharf sein, also Vorder- und Hintergrund (so, wie man es üblicherweise bei Landschaften haben möchte), spricht man von einer großen Schärfentiefe. Der oftmals ebenfalls verwendete Begriff „Tiefenschärfe“ meint das gleiche, ist aber falsch.
Bild 1 zeigt eine geringe Schärfentiefe, Bild 2 eine große Schärfentiefe:
Gras

Schöne Aussicht III

Bild 1 wurde aufgenommen mit einer 100mm Festbrennweite (einem Makro-Objektiv); Bild 2 wurde aufgenommen mit einem Weitwinkel-Zoom-Objektiv (17-35mm).

Grundsätzlich erzielt man eine geringe Schärfentiefe mit offener Blende (also kleiner Blendenzahl) und/oder einer geringen Entfernung zum Objekt. Eine höhere Schärfentiefe wird idR erreicht durch ein (schrittweises) schließen der Blende (z.B. „abblenden“ auf f/8, f/11 oder f/16). Lesenswert hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/Schärfentiefe

Und wie hängt das alles nun zusammen?
Tja, das ist der Gag bei der Sache 😀
Und das würde jetzt auch ausarten… aber kurz soviel:
Wer schnelle Objekte einfangen und deren Bewegung einfrieren möchte, der braucht sehr kurze Belichtungszeiten (zB 1/4000 Sekunde). Um solche Belichtungszeiten zu ermöglichen, muß man idR die Blende öffnen, damit genug Licht einfällt. Und hier kommen wir zu einem der wichtigsten Dinge in der Photographie: dem Belichtungsdreieck.

Diese drei Dinge hängen bei der korrekten Belichtung eines Bildes zusammen:
ISO
Brennweite
Belichtungszeit

Beispiele:
Schließe ich die Blende, verlängert sich die Belichtungszeit – ich muß dann den ISO-Wert erhöhen.
Verkürze ich die Belichtungszeit, muß ich ggf die Blende öffnen oder den ISO erhöhen.
Öffne ich die Blende, kann ich die Belichtungszeit verkürzen oder den ISO-Wert verringern.
usw.

——–

So. Ich hoffe, der Beitrag hilft einigen, die zum ersten Mal die Kamera in die Hand nehmen. Wichtig ist, daß man sich intensiv mit dem Handbuch seiner Kamera beschäftigt und natürlich diesen Blog liest 😀
Wenn irgendwo Fehler im Text sind: einfach einen Kommentar abgeben – nobody’s perfect 😉

10 Dinge, die Anfänger oft falsch machen

1) Anfänger denken meistens: mehr Megapixel = bessere Kamera. Das Gegenteil ist oft der Fall.

2) Der Automatikmodus einer Kamera ist eher ein Notfallmodus und nicht dazu gedacht, automatisch die besten Ergebnisse zu erzielen.

3) Man photographiert nicht nur im JPEG-Modus, wenn die Kamera RAW kann.

4) UV- und Skylightfilter sind nutzlos. Und sie als Objektivschutz zu benutzen ist Unsinn.

5) Die Streulichtblende ist der effektivste Objektivschutz und gehört nicht verkehrt herum auf das Objektiv; schon gar nicht im Sonnenlicht.

6) exzessive HDR-Bildbearbeitung ist NICHT schön.

7) je teurer die Kamera, desto bessere Bilder macht sie… NEIN!! Die Kamera macht nur das, was der Benutzer auch kann.

8) Das Handbuch einer Kamera ist dazu da, sich mit dem guten Stück vertraut zu machen und nicht, um es in ungelesen in die Schublade zu stecken.

9) Es ist NICHT besser, billiges Glas auf eine teure Kamera zu schrauben. Es ist sinnvoller, eine günstige Kamera zu kaufen und das verbleibende Geld in gute Objektive zu investieren.

10) Man muß nicht bei jeder Gelegenheit blitzen…

Ein paar Tipps für Anfänger

Nachfolgend ein paar Tipps für Anfänger, die sich neu oder mehr mit der Photographie beschäftigen möchten:

1)
Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Photograph.
Soll heißen: wenn man nicht weiß, was man mit der Ausrüstung anfangen kann, kann man sich Know How nicht kaufen. Eine bessere oder teurere Kamera macht nur dann bessere Bilder, wenn der Photograph dazulernt.
Davon abgesehen spricht nichts dagegen, sich gutes und teures Equipment zu kaufen, um damit zu lernen; man darf aber nicht entäuscht sein, wenn die ersten Ergebnisse nicht gleich so aussehen wie die vom Profi.

2)
Eine Kamera mit Wechselobjektiv kaufen.
Nun gut, will man nur ab und zu auf Feten Erinnerungen im Suff knipsen, reicht eine billige Kompaktkamera oder das Handy.
Hat man aber ein ernsthaftes Interesse an der Photographie, dann muß eine Kamera mit Bajonett her, um möglichst vielseitig zu bleiben.

3)
Ein 50mm Objektiv kaufen.
Meistens ist bei einer Kamera mit Bajonett (DSLR, SLT oder spiegellose Systemkamera) ein Kitobjekt dabei, daß den Standardzoom-Bereich von (ggf umgerechnet) 24-70mm abdeckt. Damit kann man erst einmal loslegen.
Die Brennweite von 50mm entspricht ca. dem menschlichen Blickfeld und ist damit natürlich auch abgedeckt, man gerät aber dennoch in Versuchung, für das eine bestimmte Bild nicht seine Füße zu benutzen, sondern zu zoomen. Richtig komponieren lernt man vor allem mit der 50mm Festbrennweite und seinen Füßen.

4)
Eine Fototasche kaufen. Nichts ist ärgerlicher, als sein Equipment einfach in eine normale Tasche oder einen normalen Rucksack zu packen, wo sie drin rumfliegt und Schaden nimmt.
Es gibt eigens Fototaschen und Rucksäcke, die durchaus erschwinglich und dem teuren Equipment angemessen sind.
Und kauft lieber eine, die etwas größer ist. Beim Spaß am Hobby kommen schnell mehrere Objektive, Kabel, Auslöser, Handgriffe, Putzzeug und anderes hinzu, was verstaut werden will.
Achtet dabei auf Taschen und Rucksäcke, die ggf wetterfest und diebstahlsicher sind.

5)
„Lieber Geld für Linsen, als für Kameras ausgeben.“
So sagen viele. Stimmt auch. Aber nicht jedes günstiges Objektiv muß gleich schlecht sein. Schließlich gibt bei den meisten ein Budget, das nicht gesprengt werden kann.
Und oft will man eben erst einmal die Kamera XY haben und sich später um Zubehör kümmern.
Wer bspw. unbedingt eine Vollformatkamera haben will, wird nicht gleich die teuersten Linsen dazu kaufen. Es hat aber auch wenig Sinn, auf eine Vollformatkamera eine Schrottlinse zu schrauben. Da ist es dann in der Tat sinnvoller, eine günstige Kamera zu kaufen und dazu vielleicht bessere Objektive. Man muß aber den Cropfaktor im Auge behalten.

6)
Photographiert im RAW-Modus.
Erstens kann man nur da Fehler gut korrigieren und so auch was über sich lernen. Zweitens kann man nur im RAW-Format hochwertig exportieren, damit man halbwegs druckfähige Dateien erhält.

7)
Laßt Euch Zeit.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Gut Ding will Weile haben. Usw usw usw.
Photographiert soviel es geht. Workshops besuchen hilf auch. Lest Euch ein im Netz, schaut Tutorials usw. Mit etwas Glück findet Ihr Gleichgesinnte und könnt Wissen und Erfahrungen austauschen und voneinander lernen.
Und lernt vor allem Eure Kamera kennen. Dazu lest das Handbuch und testet alle Funktionen. Sinnvollerweise ladet Euch das Handbuch vom Netz auf’s Mobiltelefon, so habt Ihr es immer dabei. Entweder direkt auf dem Handy oder auch in einer Cloud wie zB Evernote oder Dropbox.

8)
Nur gutes Zubehör kaufen, vor allem bei Speicherkarten. Nichts ist ärgerlicher, als daß man auf Billigschrott setzt und dann über Verluste klagt.
Speicherkarten sollten von Sandisk oder ähnlich guten Herstellern sein. Wer billig kauft, kauft zweimal oder noch öfter.
Das gilt für alles, auch für Stative und…:

9)
Kein Witz: nur die besten Schuhe und Jacken sind sinnvoll. Photographieren heißt: laufen. Für Landschaften kann auch mal ein Hocker sinnvoll sein.

10)
Bevor Ihr kauft: gehet hin und begrabbelt. Das Internet ist bequem und die Tests können noch toll ausfallen. Ihr müßt die Kamera und das Equipment außenrum live sehen und fühlen und ausprobieren.

11)
Ganz wichtig: macht Eure eigenen Erfahrungen!!
Fernab von allen Tipps, Tricks und Ratschlägen müßt Ihr Euch mit Eurer Ausrüstung auseinandersetzen. Habt keine Angst vor dem manuellen Modus und hört vor allem nicht zu sehr auf das Gesabbel von allen möglichen selbsternannten Profis in allen möglichen Foren. Ihr kennt die Leute nicht und könnt im schlimmsten Fall am Anfang wirklich nicht beurteilen, ob die Euch nun Käse erzählen oder nicht – und wenn Ihr vielleicht dem (noch nicht einmal gut gemeinten, sondern nur schlecht geblökten) Rat folgt, macht Ihr am Ende mehr falsch als vorher. Geht lieber zu Workshops und unterhaltet Euch mit echten Berufsphotographen, wie z.B. Martin Krolop, Alexander Heinrichs, Michael Müller oder vielen anderen.
Ich selbst habe in den einschlägigen Communities ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht. Nur wenige verstehen wirklich etwas von ihrem Hobby und können sinnvolle Tipps geben und dabei noch freundlich bleiben. IdR sind es tatsächlich die freundlichsten und Geduldigsten, die einen Plan haben – der Rest will sich nur wichtig machen.

Auch ich bin nur als ambitionierter und enthusiastischer Amateur unterwegs – ich lerne jeden Tag etwas dazu und so kann es sein, daß auch hier ältere Beiträge vielleicht grobe Schnitzer enthalten, die noch auszubügeln sind 😉 – ich hoffe nicht…, aber wer weiß…?

2wielicht Photoguide @ Flickr

Seit gestern gibt es – passend zu diesem Blog – eine Flickr-Gruppe, die sich mit Tipps & Tricks für Anfänger und Amateure beschäftigt.

Die Gruppe richtet sich freilich nicht nur an Leser des Blogs – alle Hobby- und Profifotografen sind herzlich eingeladen, Ihre Werke und Weisheiten mit anderen zu teilen.

Die Gruppe hat aus dem Stand heraus 26 Mitglieder erreicht, was mit sehr freut 🙂

Hier geht es zur Gruppe:
https://www.flickr.com/groups/2710030@N24/

Weisheit des Tages: keine digitalen Rahmen, bitte

Ich weiß, ich weiß… es sieht sooo schön aus, wenn man seiner digitalen Aufnahme noch einen weißen oder schwarzen oder superschönen komplizierten Rahmen verpaßt – und am Ende am besten noch ein Wasserzeichen, gelle? 😉

Nope, tut es nicht.

Der Bildaufbau spricht für sich selbst mit einem eigenen „Framing“. Nebendran bildet idR die Internetplattform noch einmal einen Rahmen ab – und der Bildschirm wieder einen. Warum also sollte ein Photo dann auch noch einmal haben…? Eben.

Wenn man sich seine Bilder an die Wand hängt, ist freilich gegen einen Rahmen nichts einzuwenden – oder gegen einen Passepartout. Aber bitte nicht im Internet. Das sieht einfach… doof aus.

Weisheit des Tages: keine Wasserzeichen bitte!!

Ich stöbere jeden Tag auf Flickr in verschiedenen Gruppen und Alben diverser Mitglieder, weil ich mir – natürlich – gerne Photos ansehe.

Was mich dabei immer am meisten stört, sind irgendwelche blöden Logos, Unterschriften, Wasserzeichen oder ähnliches, mit denen etliche Mitglieder ihre Bilder verunstalten.

TUT DAS NICHT!!

Warum tun sie das denn überhaupt? Nun – egal wie gut oder bescheiden die Bilder oft sein mögen: viele haben Angst, daß man ihre Aufnahmen anderweitig zweckentfremdet und vielleicht dabei das Copyright mißachtet.

Nun… dann postet sie nicht online!!

Bei Flickr kann man zudem einstellen, daß man die Bilder nur in einer bestimmten Größe angezeigt bekommt bzw diese nicht runterladen kann. Auf diese verhindert man wirksamer eine Zweckentfremdung, auch durch Screenshots.

Nichts ist schlimmer als diese dämlichen Wasserzeichen, die jedes Mal vom eigentlichen Motiv ablenken oder sonstwie das Bild verschandeln.