Warum die Sony A7r II für die meisten Anwender keinen Sinn ergibt

Tja, ein reißerisches Thema zum Wochenende, wo doch so viele der Meinung sind, daß diese Kamera einfach die „besten Bilder macht“. 😉
Also erstens macht hauptsächlich der Photograph das Bild und nicht die Kamera und zum zweiten ist das schlicht und ergreifend falsch.

Warum?

Eine hochauflösende Kamera ist ein auf einen bestimmten Bereich spezialisiertes Werkzeug bzw. Instrument. Wer seine Bilder idR im Netz veröffentlicht (bei max 72 dpi Bildschirmauflösung, denn mehr stellen Monitore idR nicht dar) oder einfache Photobücher druckt bis DIN A3 oder auch mal ein Poster in DIN A2 oder A1, dem genügen 24 Megapixel locker!! Meistens sogar noch deutlich weniger.

Eine solch hochauflösende Kamera hat im Gegenteil durchaus für die meisten Anwender mehr Nachteile als Vorteile:
– 42 MP verwackeln leichter (ja auch mit SteadyShot)
– 42 MP verbrauchen enorm viel Speicherplatz pro Bild (ca. 80 MB, unkomprimiert RAW)
– 42 MP schaffen die allermeisten Objektive nicht, die Bildqualität leidet ggf eher unter der hohen MP-Zahl (https://www.dxomark.com/best-sony-lenses-under-13000-dollars)

Jetzt mögen einige einwerfen: „Ja, aber dann kann ich besser „croppen“ – dem kann ich eigentlich nur entgegnen: wer seine Bilder dauernd nachträglich beschneiden muß, der kann nicht photographieren. Tschuldigung, aber meistens ist das so. Es gibt freilich Momente, in denen man darauf angewiesen sein kann, das Bild mittels Beschnitt „ranzuzoomen“ oder dergleichen, aber bei den allermeisten wird das nicht der Fall sein. Und kleinere Bildkorrekturen kann man auch bei 12, 16, 20 oder 24 MP machen, ohne daß es gleich undruckbar wird.

Für wen ist dann solch eine Kamera?
Nun, gute Frage. Meistens für Landschaftsphotographen (wobei auch hier die meisten immer noch mit deutlich weniger arbeiten), für Fashion, weil man dort immer mehr will und meist auf dem Stativ arbeitet und riesige Billboards druckt etc pp, für Produktphotographen, Makros usw – eine Sony A7r II ist für die allermeistens Anwender einfach schwachsinnig!!
Aber hey! Ich weiß wie das ist. Man bekommt vom Marketing und allen möglichen anderen Leuten immer wieder vorgekaukelt, daß das einfach die Non-Plus-Ultra-Kamera ist, die wirklich JEDER braucht, weil sie einfach ALLES schlägt.
Nein. Tut sie nicht. Es kommt immer drauf an, was ich damit erreichen möchte.

Wer jetzt meint, er braucht trotzdem „die beste Kamera“, der hat nicht begriffen, worum es geht (sorry). Sony bietet im Vollformat aktuell 4 Kameras an, die speziell für 4 Kundenkreise gedacht sind – es handelt sich um spezialisierte Systeme (so in etwa):
A7s (Journalismus, Low Light, Video, Astro, Hochzeiten etc)
A7r (Landschaft, Fashion, Produkte, Makro usw)
A7 II (Allrounder, kein Sport etc., Low Light nur bedingt)
A9 (Sport, Journalismus, Wild Life, Hochzeiten etc)
A6500 (Sport, Wildlife, Casual)
A99 II (Sport, Portrait, Makro, Landschaft etc.)

Das soll jetzt nicht heißen, daß man nicht auch mit jedem der Modelle alle Anwendungen abdecken kann – das geht durchaus. Ich habe auch mit der A7s schon Makros und Landschaften geschossen und war außerordentlich zufrieden damit. Mittlerweile kommt sie aber nur noch sporadisch zum Einsatz, wenn ich geräuschlos aufnehmen will (kann die A7 II nicht) oder eben wirklich noch die Farbkontraste bei wenig Licht haben will (rauschen tut es trotzdem!!). So spielt sie vor allem bei mir in der Street Photography und bei der Astrophotographie eine Rolle – alles andere mache ich inzwischen eher mit der A7 II und bin sehr zufrieden damit, auch wenn mir hier die RAWs fast auch schon zu groß sind (unkomprimiert).

Daher noch einmal mein dringender Appell: bitte fallt nicht drauf rein, was andere behaupten, machen, wollen, wünschen etc. Überlegt Euch lieber genau, was Ihr wirklich wollt und dann auch tatsächlich braucht. 😉
Und natürlich gilt das oben gesagte auch für andere Kameras mit entsprechenden Leistungsdaten.

Update vom 22.05.2017:
Hier habe ich bei YouTube ein gutes Video von Krolop&Gerst gefunden, welches diesen Artikel ganz gut ergänzt:

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Sony a9 vs. Canon 1DX II vs. Nikon D5

Heute geht es mal um den Versuch, die drei Flaggschiffe von Sony, Nikon und Canon von den reinen Zahlen her miteinander zu vergleichen. Über die Handhabung der drei Kameras kann ich freilich nichts berichten, da ich keine der drei besitze oder je benutzt habe.

Es kann sein, daß ich einige für manche vielleicht wichtige Punkte in der tabellarischen Gegenüberstellung vergessen habe, aber das kann man dann kommentarisch hinzufügen.


Bei den Preisen bin ich auf ziemlich viele unterschiedliche Zahlen gestoßen bei der Recherche. Zu Sonys neuer Kamera gibt es noch keinen, nur eine UVP von evtl. 5.300 Euro inkl.MwSt, die 4.500 Dollar, die bei der Präsentation gestern in New York genannt wurden, sind glaube ich immer ohne VAT (Value Added Tax = MwSt.). Bei Canon haben sich die Preise offenbar irgendwo zwischen 6.300 und 6.600 eingependelt, wohingegen es bei Nikon irgendwie extreme Preisspannen von knapp 6.x00 bis knapp 7.000 Euro gibt. Je nach Modell.

Nicht vergessen darf man auch, daß Nikon und Canon den Batteriegriff schon integriert haben, der bei Sony jedoch optional ist und somit das Gewicht und die Größe dann natürlich erheblich verändert. Fakt ist aber auch, daß die Optionalitä von den anderen beiden erst gar nicht angeboten wird. Der Kunde hat keine Wahl.

Aus der Aufstellung gehen Alleinstellungsmerkmale wie Sonys Blackout-freier Sucher und anderer Dinge nicht hervor, wie bpsw., daß es Sony gelungen ist, den „Rolling Shutter“ zu eliminieren.

Nachfolgend noch einige Bilder, gefunden auf sonyrumors.co, die die Größenunterschiede der a9 zu anderen Kameras sehr schön darstellen:

Bei camerasize.com kann man die a9 mit nahezu jeder anderen Kamera vergleichen, auch von oben. Was im Vergleich zur aktuellen A7 II-Serie auffällt ist, daß sich das Gehäuse nur minimal vergrößert hat. Die A9 ist zB genauso breit, genauso hoch und noch nicht einmal 3mm dicker.

Ich bin SEHR gespannt auf die Nachfolger der A7-Serie, ob es diese überhaupt geben wird, oder Sony nicht einfach ne A9s und eine A9r bringen wird und daneben eventuell nur die A7 in einer Mark III weiterlaufen läßt. Ich würde es so machen 😄 Obwohl, die A9 sollte eigentlich das Flaggschiff bleiben, die A7-Reihe, aber das neue Gehäuse bekommen. Wir werden sehen.

4 Allrounder im Vergleich: A99 II, K1, D810 und 5D IV

Anbei eine kleine tabellarische Aufstellung von 4 Allrounder-Kameras mit Vollformat-Sensor (Kleinbild) von Sony, Pentax, Nikon und Canon.

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Man kann, wie ich finde, ganz gut erkennen, daß sich Sonys neue A99II auf dem Papier hervorragend schlägt und mit den abgekündigten Features eigentlich sogar eine Nikon D5 oder eine Canon 1DX II antreten kann.

Canons neuester Wurf kann mit seinen Eigenschaften zwar auch endlich punkten, liegt aber irgendwie deutlich hinter den anderen zurück – vielleicht mit Ausnahme von Nikon, deren D810 bereits ein wenig in die Jahre gekommen ist – hier lohnt ggf ein paralleler Vergleich mit der D750, die aber deutlich niedriger auflöst.
Die Canon 5DIV wirkt als Konzept aber irgendwie halbherzig.

Pentax punktet eindeutig über den Preis – es gibt im Netz allerdings auch bereits etliche Videos, die der Pentax bescheinigen, eine ganz hervorragende Kamera zu sein mit noch vielen (kleinen) netten Eigenschaften, die man bei der Konkurrenz vergeblich sucht. Die knapp 2.000 Euro sind für diese Kamera jedenfalls eine absolute Kampfansage an die anderen großen drei.

Sony positioniert sein neues Flaggschiff ebenfalls weit oben – eben irgendwie zwischen den Allroundern und den High-End-Kameras. Vielleicht ist sie diesen in etlichen Punkten sogar überlegen. Man wird die Tests abwarten müssen. Es scheint aber, als sei Sony mit seiner A99II ein ziemlich großer Wurf gelungen – auch der Rest der Spec-Liste wirkt ziemlich beeindruckend und nicht zuletzt wird der BSI-Sensor wohl punkten.

Korrektur:
Die A99 II hat kein GPS.

Sony A7s vs. Sony A7 II: ein Vergleich der Auflösung

Einige meiner Leser wissen ja vielleicht inzwischen, daß ich von dem allgemein vorherrschenden Megapixelwahn nicht viel halte.
Auch aus diesem Grund habe ich mich kürzlich bewußt für eine A7 II als Zweitkamera statt für eine A7r II entschieden.

Heute habe ich einen kleinen Vergleichs-„Test“ für Euch. Ich habe das selbe Motiv mit beiden Kameras abgelichtet. Bei beiden Kameras kam das Sony/Zeiss FE 16-35mm f/4 zum Einsatz. Belichtet wurde mit einer 1/60s bei f/8. ISO wurde auf Auto gestellt – denn es war frühmorgens und die Lichtverhältnisse wechselten schnell – so wurde das eine Bild mit ISO100 und das andere mit ISO125 aufgenommen – ein absolut vernachlässigbarer Unterschied.

Die ersten beiden Aufnahmen sind direkt und ohne jede weitere Bearbeitung aus der RAW-Datei entwickelt worden; die anderen beiden wurden mit folgenden Werten „aufgehübscht“, um mehr Bilddetails erkennen zu können:
Lichter: -100
Tiefen: +68
Klarheit: +22

Mehr ist es nicht.

Zur Erinnerung: die Sony A7s löst mit 12 Megapixeln auf, die Sony A7 II mit 24 Megapixeln.

Hier nun die beiden JPEGs in unbearbeiteter Form:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Und hier nun die leicht bearbeiteten Versionen:

Sony A7 II

Sony A7 II

Sony A7s

Sony A7s

Nun beginnt der zum Teil rein subjektive Teil der Betrachtung:
meiner Ansicht nach ist die Bildqualität – trotz lossy RAW – der A7s wirklich überragend. In diesen zu heutigen Zeiten relativ kleinen Dateien lassen irrwitzig viele Details einfangen. Ich finde, daß die vermeintlich deutlich höhere Auflösung der A7 II hier keinen wirklichen Benefit bringt. Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt keinen allzu großen.
Eine gute Kamera (heutzutage ist eig jede Kamera gut) und ein sehr gutes Objektiv (es gibt heutzutage eig kaum noch schlechte Objektive) können auch mit niedrigen Auflösungen herausragende Ergebnisse liefern, die 99% all unserer Ansprüche genügen sollten.

Drucktest – Whitewall vs. myposter.de: im Detail – mit einer Prise PosterXXL

Nach einigen kleineren Vorberichten, kommt nun heute der ausführlichere Bericht über die beiden Druckdienste Whitewall und myposter.de – man sehe es mir bitte nach, daß ich nicht auch noch andere mit einbezogen habe, wie bspw. PosterXXL, denn schließlich drucken diese Unternehmen für mich nicht kostenlos, nur weil ich im Netz über sie schreibe. Ich habe aber vor, auch PosterXXL (zu denen inzwischen Posterjack dazugehört) einmal auszuprobieren und werde dann ggf hier schreiben, wie es sich im Vergleich zu den anderen zwei verhält. Bezüglich der allgemeinen Dinge werde ich PosterXXL mal mit einbeziehen. (–> während des Schreibens habe ich mich dazu entschlossen, PosterXXL testen – s.u. 😀 )

Bislang hatte ich vor allem bei myposter.de drucken lassen, da mich deren Formatvielfalt überzeugte.
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Hier ziehen andere inzwischen nach – wichtig zu wissen ist vor allem, daß es besonders bedeutsam ist, ob diese ganzen Druckformate auch gerahmt bestellt werden können, und das scheint bei den beiden Testkandidaten – jedenfalls zum Teil – der Fall zu sein.

Die Homepage von myposter gewinnt keinen Schönheitspreis, man kann aber auch in Eleganz sterben; die Seite erfüllt ihren Zweck und zeigt dem Kunden auf Anhieb alles, was er an Informationen benötigt. So muß das sein und so ist es gut.
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Die Homepage von Whitewall wirkt aufgeräumter und hübscher. Nicht alle Formate sind für alle angebotenen Rahmen verfügbar.
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Die Preise sind stramm bis OK und bei beiden idR vergleichbar.
myposter erkennt beim Hochladen, ob das Photo hochkant oder quer vorliegt; bei Whitewall muß man das gesondert angeben. Ansonsten funktioniert der Bestellvorgang sehr ähnlich und komfortabel, bei myposter jedoch besser.

PosterXXL schreit einen mit der Homepage irgendwie an, finde ich. Die Seite wirkt aber gleichsam aufgeräumt.

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Auch dort gibt es AluDibonds, gerahmte Bilder, Posterdruck etc pp, man kann das Format aber nicht vorab wählen, man lädt erst das Bild hoch. Auf der Startseite gibt es lediglich Beispielpreise, näheres erfährt man während des Bestellvorgangs. Es wird ein Passepartout standardmäßig ausgewählt (macht myposter auch so); erst wenn ich auf „Bild bearbeiten“ klicke, kann ich mein Bildformat ändern. Das ist umständlich. Habe ich das getan, ist der Passepartout nicht mehr ausgewählt, dieses muß ich mir wieder extra anwählen.

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Preisvergleich:
Gerahmtes Photos mit Holzrahmen, Passepartout in weiß im Format 45x30cm
Bei Whitewall finde ich hier nur „Artbox aus Massivholz“ – ein Holzrahmen; den Passepartout kann man als „Rand“ selbst wählen inkl. Größe (finde ich ok und kundenfreundlich, aber auch irgendwie seltsam, wahrscheinlich, weil es ungewohnt ist).

myposter.de: EUR 42,49
Whitewall: EUR 57,95
PosterXXL: EUR 43,99

PosterXXL habe ich jetzt (während des Schreibens) direkt mal getestet und eine Bestellung aufgegeben. Während des Bestellvorgangs kann man noch Schrauben und Dübel bestellen (riecht mal wieder nach Selbstmontage der Aufhängung), Handschuhe, Reiniger, Mikrofasertuch…
Voraussichtliche Lieferung: 22.04.2016 bis 26.04.2016 – also das ist mal krass… da liegen die anderen Welten vornedran; die Bilder bei myposter und Whitewall bekomme ich binnen einiger Tage. Verpackung und Standardversand kosten 10 Euro, wie beim Rest auch. Ich liege mit meiner Bestellung nun bei 54 Euro. Das ist schon Geld.
Größe: 45,00 x 30,00 cm
Rahmen: Holzrahmen glatt, schwarz
Rahmengröße: 55,80 x 40,80 cm
Passepartout: Reinweiß, 3 cm
Glas: Anti-Reflex Acrylglas

Für die Bezahlung mittels Rechnung, Kreditkarte oder Überweisung verlangt man bei XXL nochmal 1 Euro… es geht auch via AmazonPayments und PayPal.
Ich bin gespannt.

Insgesamt gefällt mir der Bestellvorgang und die Bearbeitung des Bildes bei myposter am besten. Whitewall und XXL sind jetzt keine Bücher mit sieben Siegeln, gestalten sich aber, wenn nicht komplex, so dann aber umständlicher als myposter. PayPal etc können sie alle.

Im Falle von myposter und Whitewall habe ich zuletzt einen hochwertigen AluDibond bestellt (ca. DIN A2); Whitewall druckte in Farbe, myposter in schwarz-weiß/brushed (war meine Wahl), wobei weiß freigelassen wurde, sodaß das Alu an diesen Stellen die Darstellung übernimmt. Beide Produkte waren sehr hochwertig, mir gefällt die Variante von Whitewall deutlich besser. Es liegt ein Zertifikat bei und die Alu-Wandschienen sind bereits vormontiert. Bei myposter wurde einmal die falsche Wandhängung geliefert und zum anderen mußte ich diese selbst am Bild anbringen (übrigens auch bei den Postern im Holzrahmen). Ich habe beides beim Service von mypopster telefonisch bemängelt – ich wurde sehr höflich und zuvorkommend bedient und behandelt – myposter überläßt es lieber dem Kunden, wie er sein Bild aufhängen will und mit wie vielen Klammern etc.
Ich finde das sehr unglücklich – hier sollte man beim Bestellvorgang die Wahl haben, ob man das Bild in entsprechenden Varianten mit einer bereits montierten Wandhängung geliefert bekommen möchte oder ohne. Das wäre mir auch noch einmal ein oder zwei Euro wert.

Das von mir bei myposter bestellte große Poster in 90×60 war in seiner Qualität sehr gut. Beim Aludibond fehlte auf der Rückseite eine Schutzfolie, die angeblich laut Montageanleitung drauf sein sollte. Und am rechten unteren Rand des Dibonds war noch ein Fetzen vom Schnitt übrig. Das sind freilich keine Aufreger, fallen aber auf.

Die Lieferzeiten bei myposter und Whitewall sind gut; Whitewall war am schnellsten – ulkigerweise dauerte das Großformatposter bei myposter deutlich länger, als der später bestellte Dibond (s. vorherige Blogbeiträge).

Letzten Endes bin ich mit beiden sehr zufrieden; vielleicht werde ich auch bei Whitewall mal ein gerahmtes Poster bestellen – es interessiert mich schon, wie hier die Rahmenqualität etc ist. Allerdings scheint Whitewall von den drei hier vorgestellten der teuerste Anbieter zu sein.

Günstig kann man die Bestellung eines Drucks mit Rahmen oder eines DiBonds nicht gerade bezeichnen. Die Dibonds haben jeweils inkl. aller Leistungen über 70 Euro gekostet, das gerahmte Großformatposter sogar über 80 Euro. Aber: da hat man was in der Hand und die Qualität stimmt. Und das kostet nunmal was… das Poster hinter dem Glas ist dabei noch günstigste.

A-Mount-Lebenszeichen: Sony A68 vorgestellt

Seit längerem wird ja spekuliert, daß Sony das A-Bajonett und damit die DSLR- und SLT-Technik zugunsten des E-Mount fallen läßt. Erwartet wurden immer wieder und schon länger eine A99 II, die aber derzeit noch nicht am Horizont erschienen ist – dafür hat Sony nun den Nachfolger der A65 vorgestellt: die A68.

Warum man diese nun A68 und nicht A65 II nennt, verstehe ich nicht… aber wer versteht schon Sonys Bezeichnungs-Wirrwarr

Das hier ist die Kamera:
Sie hat – im Gegensatz zur A77 II keinen kipp- UND drehbaren Monitor, sondern nur einen kippbahren. Die restlichen Spezifikationen sind der A77 II sehr ähnlich; die A77 II hat noch eine höhere Serienbildrate etc. – ob die paar kleinen Extras gleich einen doppelten Preis rechtfertigen, muß jeder für sich selbst entscheiden.

(Kameravergleich via dkamera.de); Bildquelle: Sony UK

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Es ist schön zu sehen, daß sich beim A-Bajonett noch etwas tut und die alten und treuen Kunden nicht im Regen stehen gelassen werden. Das Update der A99 wird aber – da bin ich mir sicher – 100%ig auch noch kommen, vielleicht sogar noch dieses Jahr. Und die A99 II wird entweder den 36MP-Sensor der A7r haben (was mich wundern würde) oder den 42 MP-Sensor der A7r II (was deutlich mehr Sinn ergibt). Eine A99 aber sollte in puncto Serienbildgeschwindigkeit einigermaßen tauglich sein, was wiederum bei dieser hohen Pixelanzahl schwer möglich sein wird – jedenfalls wenn man weiterhin auf den „alten“ BIONZ X-prozessor setzt. Es ist nicht ganz unmöglich, daß hier zwei neue Vollformat-Kameras kommen werden, eine, die weniger MP, dafür aber mehr Geschwindigkeit hat, und eine, die eben voll auf Auflösung setzt… ich würde es jedenfalls so machen 😀

A99V vs. A7s: der High-ISO-Vergleichstest

Wie vor einigen Tagen schon einmal kurz angekündigt, habe ich mir heute Abend die (kleine) Mühe gemacht und die Sony A99V und die Sony A7s in einem kleinen High-ISO-Vergleichstest gegeneinander antreten lassen.

Als Equipment wurde verwendet:
– ein Benro Travenangel-Stativ
– mein mit edler Frühstücks-Patina überzogener Küchentisch
– zwei schöne alte Minolta-Objektive als Kulisse (70-210mm Ofenrohr und 80-200mm Weißer Riese)
– weitere Kulisse: eine iPad3-Verpackung, eine Sony A7s-Schachtel und ein Auchentoshan-Whisky-Flyer
– verwendete Linse: Minolta AF 50mm f/1.4 @ f/8; im Falle der A7s noch ein LA-EA4-Adapter

ISO-Reihe:
– 100, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600, 51200, 102400, 204800 und 409600

Die A99V ist ab 25600 ausgestiegen – höhere ISOs stehen bei dieser Kamera nicht zur Verfügung.

Es brannte während der Aufnahmen eine kleine Wandlampe mit Stromspar-LED-Funzel. Am Ende habe ich noch einige Aufnahmen gemacht, bei der das Licht dann ausgeschaltet war.

Die Bilder wurden in RAW aufgenommen, in Lightroom eingespielt, als JPEG exportiert und NICHT bearbeitet – weder in der Kamera, noch in Lightroom. Settings: Standard (bei beiden Kameras), sowie automatischer Weißabgleich.

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Die Kurz-Daten der Kameras:
Sony A99V:
SLT-Kamera mit 24MP-Sensor und BIONZ-Prozessor

Sony A7s:
Spiegellose Systemkamera mit 12MP-Sensor und BIONZ II-Prozessor.

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Die JPEGs sind in voller Auflösung bei Flickr unter folgendem Link abrufbar. Ich werde mal schauen, ob ich die RAWs auch noch irgendwo gespeichert bekomme, damit diese sich jeder runterladen und selbst am Rechner vergleichen kann.

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Vor der der Bilderschau hier noch ein kleiner Direktvergleich – Screenshot aus Lightroom – einmal bei ISO 6400 und einmal bei ISO 25600 (100%-Crops).
6400

25600

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Beginnen wir bei ISO 100 – oben ist immer die A99V und unten die A7s:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 800:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 1600:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 3200:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

Schon hier wird deutlich: ist Licht da und helle Flächen, dann ist es ziemlich egal, welche Kamera man nimmt – je nach Bildgröße – wenn man normale, kleine A4 oder vll auch A3-Drucke nimmt, erkennt man hier eigentlich keine großen Fehler.

ISO 6400:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 12800:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

Bei 12800 sieht man auch schon in der kleinen Bildschirmansicht bei der A99V deutliches Rauschen, wohingegen die A7s immer noch ziemlich sauber aussieht.

ISO 25600:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ISO 51200 und aufwärts:
Ab hier steigt die A99V aus.
A99V vs A7s
A99V vs A7s
A99V vs A7s
A99V vs A7s

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Nun noch Vergleichsaufnahme bei ausgeschalteter Wandlampe – also bei weniger Licht und deutlich mehr dunklen Flächen.

ISO 25600:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

ab hier wieder nur die die A7s:
A99V vs A7s
A99V vs A7s

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Fazit:
Die A99V schlägt sich erstaunlich gut – die Testbedingungen sind aber auch recht günstig. Ich habe die Kamera ja auch schon bei einem Konzert (einem sehr dunklen) dabeigehabt, und da rauschen die Aufnahmen ab 3200 schon ganz gewaltig. Auch ISO 2000 war manchmal schon grenzwertig.

Die A7s ist in der Tat ein High-ISO-Monster. Selbst bei sehr hohen ISO-Empfindlichkeiten, sind noch feine Details zu erkennen und ein störendes Rauschen kommt im Grunde erst ab ISO 25600 auf – wenn überhaupt (je nach Anwendungsfall).

——–
Shopping bei Amazon:
Sony Alpha 7s Digitalkamera (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und spritzwassergeschützt)

Sony SLT-A99V SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD-Video-Funktion, Live View) schwarz

Sony LA-EA4 Objektiv Adapter (E-Mount auf A-Bajonett) für 35mm Vollformat Kamera ILCE-7 und ILCE-7R

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Abschließende Bemerkungen:
Preislich befindet sich Sonys derzeitiges SLT-Flagshiff (A99V) im freien Fall und ist verhältnismäßig günstig zu haben. Die A99V ist ein echtes Arbeitstier. Sie ist groß, robust, aber leichter als die Nikon- oder Canon-Konkurrenz (D810, 5D Mark III). Und noch dazu hat sie GPS inside (abschaltbar), hervorragende Video-Eigenschaften und eine entsprechende Konnektivität, sowie einen klapp- UND drehbaren Monitor. Außerdem liegt das Ding für seine Größe fantastisch in der Hand.

Die A7s ist das Video- und High-ISO-Non-Plus-Ultra. Sie ist leicht, sehr gut zu bedienen, liegt toll in der Hand, ist irrsinnig flexibel einsetzbar durch all die adaptierbaren Objektive inkl. derer von Fremdherstellern und verbraucht sauviel Strom – es liegen nicht umsonst gleich zwei Akkus bei, denn man kann der Kamera tatsächlich dabei zusehen, wie sie den Saft abzieht. Aber sie ist irrsinnig sexy und bin schon sehr gespannt, wie sie dann im echten Test abschneidet – nämlich beim nächsten Konzert.

Bis dahin und weil heute der 4. Mai ist: May the 4th be with you 😀