Wald, Wiese und Diner

Drei Photos von einer kleinen Tour zwischen Grasellenbach und Mörlenbach im Odenwald.

Walk

Home Sweet Home

Flamme & Feuer Mörlenbach

Im Einsatz waren die Sony A7 II, das FE 55mm f/1.8 und das FE 16-35mm f/4

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Zum Abschluß noch die Vorher-/Nachher-Bilder aus Lightroom – ich finde es immer wieder faszinierend, wie flach die RAW aussehen und was man aus den Photos dann noch rausholen kann.
In diesem Zuge empfehle ich i.Ü. noch einmal die Presets von VSCO, die einem das Leben echt erleichtern und einfach richtig Spaß machen.

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Ein Wochenende im Schwarzwald: Bad Wildbad, Triberg, Furtwangen und Kaltenbronn

Endlich. Nach vielen Jahren konnte ich endlich einmal wieder über ein Wochenende wegfahren und einen Kurzurlaub genießen. Es ging in den Schwarzwald mit einem schönen Programm, sodaß sich die zwei Tage angefühlt haben, als seien es zwei Wochen gewesen.

Ich war mit meinem besten Freund und dessen Freundin unterwegs – und diese Orte hatten wir auserkoren:
– Baumwipfelpfad in Bad Wildbad
– Triberger Wasserfälle
– Hochmoor in Kaltenbronn

Die gesamte Tour

Die gesamte Tour

Die Reise ging los in Richtung unseres ersten Ziels nach Bad Wildbad. Der Baumwipfelpfad hatte uns schon seit Wochen interessiert und wir waren aufgeregt, was uns erwarten würde.

bad-wildbad

Mit 1.250m Länge ist der Pfad in Bad Wildbad einer der längsten, an dessen Ende steht ein 40 Meter hoher Aussichtsturm, den man (endlich einmal nicht über eine Treppe) wie in einer Schneckennudel hochläuft. Ganz gemütlich. Allerdings… ich habe das dumpfe Gefühl, die Veranstalter haben dieses Gewinde zu den 1.250m dazugezählt; der Pfad ansich kann unmöglich so lange sein, dazu ist man viel zu schnell durch.

#wandern #baumwipfelpfad #schwarzwald #natur

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Kosten tut das ganze übrigens stramme 9,50 Euro – einen Preis, den ich aber gerne für solch ein Erlebnis bezahle. Erstens für dessen Bestehen und zweitens für dessen Instandhaltung.

Der Pfad befindet sich auf ca. 20m Höhe – man läuft tatsächlich auf einer Holzbrücke quer durch die Baumwipfel. Es ist atemberaubend schön.
Entlang des Pfades gibt es – sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder – sehr viel zu entdecken; sei es nun über Infotafeln, spezielle Hindernispfade oder anderes.

Baumwipfelpfad

Wenn man das ganze genießen will, sollte man unter der Woche und morgens hinfahren – denn der Pfad ist ein extrem beliebtes Ausflugsziel und ab einer gewissen Anzahl Leute, die dann rasch eine laut blökende Menge bilden, kann man die ganze schöne Natur nur noch sehr begrenzt genießen. Wir selbst waren am Sonntagmorgen um 9:30h dort; eine Stunde später war dort bereits Halligalli.

Auf dem Turm am Ende des Pfades angekommen, kann man von oben wunderbar ringsum den Schwarzwald überblicken. Wenn man möchte, kann man mit einer Rutsche wieder gen Boden und Ausgang rasen.

Bad Wildbad

Teil 2 unserer Tour führte uns erst einmal ins Hotel; es galt unser Zeug zu verstauen und das Mittagessen einzunehmen.
Wir waren im Berggasthof & Hotel Brend untergebracht. Ein absolut entzückendes, kleines Hotel etwas außerhalb von Furtwangen oben auf dem Brend.

brend

Die Preise hier sind sehr moderat, sowohl für Speis und Trank, als auch für die Zimmer. Letztere sind außerordentlich gepflegt und mit WLAN und TV hinreichend ausgestattet. Frühstück gibt es ab 8 Uhr, Abendessen bis 20 Uhr. Beides ist von außerordentlich guter Qualität. Ferner wurden wir herausragend höflich bedient und behandelt.
Der Berggasthof liegt – wie der Name bereits vermuten läßt – oben auf dem Berg. Und das ist ein unschätzbarer Vorteil. Ringsum ist erst einmal… nix!! Höhenluft, Stille und eine atemberaubende Landschaft lassen einen entspannen. Man fällt aus der Tür und ist sofort am Wald, auf der Wiese… es ist herrlich.

anhang-2

anhang-1-2

Auf dem Brend

Nachdem wir uns gestärkt hatten (ich hatte Flädlesuppe und ein paniertes Schnitzel mit Pfifferlingen), ging es zuerst nach Triberg runter – nein, nicht zu den Wasserfällen. Das kann ja jeder… wird sind zur „1. Weltgrößten Kuckucksuhr“ gefahren. Ob es auch eine zweite weltgrößte gibt… keine Ahnung 😀

#kuckucksuhr #schwarzwald

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Die Kuckucksuhr ist mehr ein Gimmick, als ein wirkliches „Must-see“. Man zahlt zwei Euro und steht dann in einem Raum mit einem großen, sehr einfachen Uhrwerk. Für den XXXL-Kuckuck waren wir leider 4 Minuten zu spät. Und eine halbe Stunde warten hätte sich nicht gelohnt. Aber es war im Grunde ganz witzig.

Und… natürlich sind wir dann zu den Triberger Wasserfällen gefahren.

triberg

Wobei ich sagen muß, daß „Wasserfälle“ und „Deutschlands höchste Wasserfälle“ Euphemismen sind, die den geneigten Touristen vielleicht ein wenig in die Irre führen können. Wer hier Wassermassen a la Niagara oder Salto Ángel erwartet, der wird natürlich bitter enttäuscht. Die Webseite von Triberg schreibt hier etwas von einer Höhe von 163m. Nun ja… in mehrere Abschnitten vielleicht und wenn man ein paar Schrägen dazuzählt, wo das Wasser einfach nur fließt und nicht stürzt…

Nicht, daß ich jetzt falsch verstanden werde: das ist definitiv ein Naturerlebnis der wunderschönen Art. Aber mit einem Wasserfall, wie man ihn sich so normalerweise vorstellt, hat das relativ wenig zu tun.

Sunset Water Falls

Triberger Wasserfälle

Wasserfälle in Triberg

Leider haben wir auch von den oft genannten Eichhörnchen nur zwei gesehen. Also haben wir die Erdnüsse eben selbst gegessen 😀

Daneben war die Natur aber einmal mehr atemberaubend schön.

Schwarzwald

Moos, Felsen und Bäume

Übrigens: wer am oberen Parkplatz „Adelheid“ parkt, der geht den Weg runter am Fall entlang… und den muß man auch wieder hoch, was teilweise WIRKLICH steil und anstrengend ist (hin und zurück über 400 Höhenmeter). Es gibt auch einen unteren Parkplatz… über den ich aber nichts sagen kann.
Ich weiß jetzt gar nicht mehr, was das an Eintritt gekostet hatte…, glaub, es waren irgendwas zwischen 2 und 4 Euro.

Auf dem Weg wieder hoch zum Brend gab es dies hier:

Waldläuferin

Zurück am Hotel wollte ich noch ein wenig die Landschaft genießen.

Sonnenuntergang auf dem Brend

Das Abendessen war wieder köstlich. Pfifferlingsuppe, Tafelspitz mit Meerrettichsoße… lecker. Leider konnte ich nicht schlafen in dieser Nacht. Meine müden Knochen taten doch ziemlich weh und… ja… ich vermißte meine Katzen. So ist das halt manchmal… 😉
Ich wurde aber einfach nicht müde; am Bett lag es sicher nicht, das war sehr gemütlich – nicht zu hart, nicht zu weich – und auch gab es keinen Krach oder anderweitige Störungen. Am Ende waren es dann max 4 Stunden Schlaf.

Um 6:30 Uhr bin ich wieder aufgestanden und schaute aus dem Fenster. Nebel!! Es gab tatsächlich, wie erhofft meinen geliebten Nebel. Also angezogen und raus!!
Die nun folgenden Aufnahmen sind allesamt nur wenige Meter vom Hotel weg entstanden (zwischen ca. 7 Uhr und 8 Uhr):

The Black Forest

Into the Mist

The Magic Gate

Waldläufer

The Skull Forest

Der Hof im Nebel

Im Nebel

Baum im Nebel

Nach einem herzhaften und ausgedehnten Frühstück (Wurst, Käse, Tee, Kaffee, Nutella, Marmelade, Brötchen, Croissants, hartgekochtes Ei, MV-Saft) wurde gepackt und ausgecheckt.
Eine letzte Station stand noch aus: das Hochmoor in Kaltenbronn bei Gernsbach.

Auf der Fahrt dorthin hat sich auch die Landschaft noch einmal in einem sehr schönen Licht gezeigt:

Spot On

Übrigens ist auch Gernsbach selbst außerordentlich sehenswert. Die Stadt hat einen wunderschönen, mitteralterlichen Kern – auch der Weg dorthin durch Baden Baden war sehr schön.
In Kaltenbronn angekommen, haben wir uns auf dem Parkplatz „F“ gestellt, denn dieser bot den besten Ausgangspunkt, um den Bannwald und die beiden Moor-Seen zu erreichen. Wir entschieden uns für den längsten Wanderweg (8,5 km), den Weg Nr. 1. Mein geschundener Leib hätte den nicht ganz gehen sollen… es war extrem schmerzhaft, aber auch extrem schön.

kaltenbronn

Hier eine PDF mit der Karte.

Und hier nun meine Eindrücke aus dem Moor:

Moorpfad

Hochmoor Kaltenbronn

Together

Das Moor ist ein unbeschreiblich schöner Ort. Und wir haben diesen auch bei einem meiner Lieblingswetterlagen besucht: dunkel, naß und kalt 😀 (kein Witz, ich liebe das!!).
Schon die Fahrt dort hoch war toll, wie sich die Vegetation allmählich änderte… wunderschön.
Für die Wanderung empfehle ich wirklich eine gute Karte… wir wären beinahe noch einen anderen Weg gelaufen und erst Stunden später am Auto angekommen, denn die Wegmarkierungen sind nicht immer optimal, und man bekommt nur sehr selten mittels Tafel gezeigt, wo man gerade ist.

Der Rückweg gen Heimat fand dann gemütlich auf den Land- und Bundesstraßen statt. Die A5 wäre schneller, aber auch stressiger und nicht so schön gewesen. In Heidelberg hat uns dann noch ein richtiges Unwetter überrascht. Aquaplaning ohne Ende, fast null Sicht…
Am Sonntag bin ich um halb 8 losgefahren und gestern um etwa die gleiche Zeit (nur abends) wieder heimgekommen.

Ich war müde, geschafft, geplagt, geschunden… und total glücklich 😀

Im Tal des Hochspeyerbaches

Gestern hat es mich wieder in den Pfälzerwald verschlagen. Von Neustadt aus ging es durch das Tal des Hochspeyerbaches über Lambrecht, Neidenfels, Weidenthal, Frankenstein zum Isenach-Weiher.

Bildschirmfoto 2015-05-24 um 07.41.01

Dort gibt es ein Forsthaus-Restaurant am See. Sehr idyllisch.

Isenach-Weiher

Um den Weiher herum führt ein Wanderweg, der – je nach Lust, Laune und Fitneß, 30 bis 60 Minuten in Anspruch nimmt.

Waldweg II

Es gibt dort viele Bänke entlang des Weges, man kann sich also immer wieder niederlassen und genießen. Kaputte und ganze 😀

Banca Rotta

Isenach-Weiher II

Das Boot im Wald

Auch auf dieser Strecke hat sich gezeigt: der Pfälzerwald ist einfach wunderschön. Die Orte allerdings sehen oft ziemlich zerschossen aus. Es gibt vereinzelt phantastisch schöne Gebäude, aber man merkt, daß auch hier das Geld fehlt, um alles in Schuß zu halten. Deutschlands schöne ländliche Gegenden gehen vor die Hunde. Die (Groß-)Städte werden immer häßlicher, die Landschaften werden mit schuhschachtelähnlichen Einfamilienkäfigen zugepflastert und der Rest verfällt. Besonders schlimm ist es übrigens im Saarland und im Odenwald.

Das Schaufenster

Hofstapler

Der Westwall-Wanderweg im Bienwald

Gestern hatte ich das Vergnügen, in einem von Deutschlands letzten Urwäldern wandern zu gehen. In der Südpfalz nahe der französischen Grenze in Schaidt bei Büchelberg (kurz vor Lauterburg) im Kreis Germersheim Nähe Landau (alles klar jetzt? :D) liegt der Bienwald.

Eine traumhaft schöne Gegend und man kann nach einer Wandertour gleich nebenan in Lauterburg oder Weißenburg lecker Käse kaufen gehen 😉

In diesem Bienwald nun befindet sich der sog. Westwall und entlang dieses Westwalls der Westwall-Wanderweg in zwei Varianten – er langen und einer kurzen. Wir haben den kurzen gewählt (ca. 8 bis 10 km, je nachdem, von wo man anfängt).

Bildschirmfoto 2015-05-16 um 23.25.11

Entlang dieses historischen Westwalls liegen noch verschiedene Bunker-Reste aus dem 2. Weltkrieg und es gibt etliche Tafeln, die über verschiedenen (konfliktreichen) Epochen entlang der deutsch-französischen Grenze informieren.

Rast-Platz IV

Parken kann man übrigens entweder in Schaidt an der Hauptstraße oder am besten am Sportplatz. Der kurze Wanderweg ist mit einem roten Punkt immer sehr gut gekennzeichnet – der lange (ca. 12 km) mit einem weißen Punkt. Über den Großteil der Strecken sind beide Punkte auf den Bäumen angebracht, da sich die Wege meistens decken.

Man darf aber von den Bunkern nicht zuviel erwarten – sie sind (jedenfalls auf dem kurzen Weg) – rar und wenig spektakulär. Die Anlagen wurden gesprengt und es handelt sich idR um 2-Mann-, oder um 1-Mann-Bunker.

Was aber wahrlich entzückt und das eigentliche Highlight ist (für mich jedenfalls) ist der unberührte Wald – auch wenn es selbst dort noch genug Vollidioten gibt, die ihren Müll einfach in den Wald werfen.
Im Bienwald wird die Natur sich selbst überlassen und man läuft durch einen herrlichen Urwald – so hat Deutschland früher überall ausgesehen. Eine wundervolle Natur, reich an Tieren und Pflanzen jeder Art. Wir haben sogar drei Frischlinge beim spielen beobachten können – der Fokus der Kamera hat dann aber schon ausgereicht, sie zu verschrecken. Zum Glück waren die drei auf der anderen Seite eines Baches und die Wildsau weit genug entfernt – eine Wildschweinmutter ist ein gar gefährliches Biest.

Kleine Brücke

Was allerdings extrem genervt hat waren die Myriaden an Stechmücken. Ich konnte nicht einmal 2 Sekunden für ein Photo stehenbleiben, schon hatten sich zehn bis zwanzig der lästigen Insekten an mir festgekrallt, um mit den lecker roten Saft auszusaugen.

Weiher

Aber insgesamt war es ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Der Wanderweg führt über große Geraden hin zu kleinsten verschlungenen Pfaden mit Gewässern, Bächen, Gestrüpp, Moosflächen… ein Traum!!

Sehr sehenswert sind auch all die Mundatsteine entlang des Wanderweges, die von einstigen Grenzen künden.

Mundatstein & Vogelhaus

Der Wanderweg ansich ist übrigens sehr leicht. Es gibt keine Steigungen oder Gefälle, man geht immer eben geradeaus und kann sich Zeit und Ruhe gönnen, die Natur in vollen Zügen zu genießen.

Kleine Brücke II

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Mein Equipment unterwegs war:

Sony A7s (angenehm leicht)
Minolta AF 70-210mm f/4
Minolta AF 17-35mm f/2.8-4 D
Minolta AF 100mm f/2.8 Macro (leider ohne Verwendung, weil die Mücken einfach zu aggressiv waren und ich keinerlei Ruhe fand, mich mal hinzulegen…)
Lowepro Flipside Rucksack
Benro-Stativ (auch ohne Verwendung wegen der Mücken…)
Kameragurt Sun Sniper Pro